Zwoelfer-Special Folge 1: Der Zoigl: Vom Hausgebrautem zum Craft-Beer-Champion
BITTE NICHT ANFASSEN! #Zwoelfer-Special 1: – Der Zoigl und die
Fassbinderei
41 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Jahr
BITTE NICHT ANFASSEN! #Zwoelfer-Special 1: Der Zoigl und die
Fassbinderei
Show Notes
Der Zoigl ist ein Bier, das einzigartig ist. Von einem Kellerbier
für arme Leute in der Oberpfalz hat er sich zu einem fancy
Lifestyle Produkt mit Tradition entwickelt, der sogar schon
schändliche Plagiate hervorgebracht hat! Er steht für das
Gegenteil von Industriebier: Denn der Brauprozess des Zoigls wird
in kleinen Kommun-Brauhäusern begonnen und zu Hause bei
Privatleuten zu Ende gebraut. In dieser Folge klären wir, woher
das Bier kommt, und wie ihr als künftige Zoigl-Connaisseure einen
echten von einem falschen unterscheiden könnt.
Wir sprechen darüber, wie es fast verschwand, um dann wieder voll
einzuschlagen. Außerdem machen wir einen Abstecher in eine
Scheune, in der Menschen ein fast ausgestorbenes Handwerk wieder
zum Leben erweckt haben: Die Fassbinderei. Denn was nutzt das
beste Bier, wenn’s nicht in die Wirtschaft oder zu euch nach
Hause transportiert werden kann?! In diesem Sinne: Prost und
zurücklehnen.
Die Kooperation von das zwoelfer und dem Podcast „BITTE
NICHT ANFASSEN!“ wird gefördert von der Landesstelle für die
nichtstaatlichen Museen in Bayern.
#podcastdeutsch #museenentdecken #wissenschaft #museum #oberpfalz
#mitterteich #tirschenreuth #zoigl #bier #kellerbier #genuss
#biergarten #handwerksscheune #fassbinderei
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Hilfreiche Links:
So sieht der Zoiglstern aus:
https://www.escucha.de/wp-content/uploads/Zoiglstern-scaled.jpeg
So sieht das Kühlbecken im Kommun-Brauhaus aus:
https://www.escucha.de/wp-content/uploads/Kuehlbecken-im-Kommunbrauhaus-scaled.jpeg
Weitere Informationen zum Zoiglbier mit der Seite des
Zoigl-Kalenders:
https://zoiglbier.de
Das ist der Arbeitskreis Historisches-Handwerk, der unter anderem
die Fassbinderei wiederentdeckt hat:
https://ak-historisches-handwerk.de
Das ist ein Video über die Fassdaubenmaschine:
https://www.escucha.de/wp-content/uploads/Video-Fassdaubenmaschine.mp4
Und das hier über die Stemmmaschine:
https://www.escucha.de/wp-content/uploads/Video-Stemmmaschine.mp4
~~~~~~~
Infos zum Museum:
Museum Mitterteich
Tirschenreuther Straße 10
95666 Mitterteich
https://tourismus.mitterteich.de/freizeit-erlebnis/museum/museum-mitterteich
Museumsquartier Tirschenreuth
Maximilianplatz 35
95643 Tirschenreuth
https://www.stadt-tirschenreuth.de/museumsquartier
~~~~~~~
über BITTE NICHT ANFASSEN!:
Woran denkst du beim Wort Museum? An weltberühmte
Ausstellungsstücke wie Sarkophage ägyptischer Pharaonen, an
Gemälde von Picasso oder an technische Erfindungen wie das
Automobil? Denkst du an das Deutsche Museum in München, das
Pergamon-Museum in Berlin oder an das Städel in Frankfurt? Wir –
das sind Ralph Würschinger und Lukas Fleischmann – denken beim
Wort Museum an etwas Anderes: an Milbenkäse, Mausefallen, an
Flipper-Automaten, Nummernschilder oder auch an Gartenzwerge.
Denn die schätzungsweise 7.000 Museen in Deutschland haben so
viel mehr zu bieten als das Angebot der großen Häuser.
Mit „BITTE NICHT ANFASSEN – Museum mal anders“ begeben wir uns an
kleine Orte, in Seitengassen großer Städte, um die kleinen und
alternativen Ausstellungen zu finden, von denen du vermutlich
noch nie gehört hast.
Pro Monat erscheint eine Folge, für die einer von uns beiden ein
besonderes Museum besucht und sich mit dem jeweils anderen
darüber austauscht. Dabei kommen Museumsbetreiberinnen und
-betreiber zu Wort, aber auch die Exponate an sich werden hörbar
gemacht.
Dieser Podcast ist für Museumsliebhaber, für Mitarbeiter aus dem
Museumsbereich und für alle, die sich für Kunst, Kultur und
Technik-Geschichte interessieren und skurrile Stories
mögen.
BITTE NICHT ANFASSEN! ist eine Produktion von Escucha – Kultur
für's Ohr.
Mehr Infos auf https://www.escucha.de/bitte-nicht-anfassen/
~~~~~~~
Kontakt:
Instagram: https://www.instagram.com/bittenichtanfassen_podcast/
E-Mail: info[at]escucha.de
~~~~~~~
über „Das Zwoelfer – Museen im Landkreis
Tirschenreuth!“:
Wir sind die Museen im Landkreis Tirschenreuth und hier gibt es
viel zu sehen, staunen und entdecken. 12 Monate im Jahr gibt es
ein vielseitiges Programm: Sonderausstellungen, Veranstaltungen
und Aktionstage zum Mitmachen.
Das Stiftland und der Steinwald haben einiges zu bieten und auch
die Museen in unserem Landkreis sind immer wieder einen Besuch
wert. Nicht nur in den größeren Städten wie Tirschenreuth,
Waldsassen, Mitterteich, Kemnath und Erbendorf finden Sie
mancherlei Museumsschätze, sondern auch in Bärnau, Bad
Neualbenreuth, Mähring, Plößberg und nicht zuletzt auf der Burg
in Falkenberg gibt es viel Neues und Altes zu entdecken.
Wir laden Sie ein auf eine spannende und abwechslungsreiche
Entdeckungsreise durch die Museen im Landkreis Tirschenreuth und
wünschen Ihnen dabei einen angenehmen Besuch, bleibende Eindrücke
und interessante Begegnungen. Wir freuen uns auf Sie!
Wollt ihr uns unterstützen?
~~~~~~~
Dann schaut doch auf unserer Steady-Seite vorbei:
https://steadyhq.com/en/bitte-nicht-anfassen
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Podcast-Credits:
Sprecher: Lukas Fleischmann, Ralph Würschinger
Produktion: Escucha GbR
Podcast-Grafik: Tobias Trauth;
https://www.instagram.com/don_t_obey/
Intro/Outro: Patrizia Nath (Sprecherin)
https://www.patrizianath.com/, Lukas Fleischmann
(Musik)
Wenn euch der Podcast gefällt, dann abonniert uns und
empfehlt uns weiter. Welches Museum sollen wir unbedingt
vorstellen? Schreibt uns eure Vorschläge!
~~~~~~~
Transkript
Transkript
Lukas
Hallo und herzlich willkommen zu Bitte nicht anfassen. Museum mal
anders. Normalerweise hört ihr hier einen Ausschnitt aus unseren
Interviews, aber diesmal ist alles anders, denn wir haben eine
kleine Ankündigung. In diesem Monat könnt ihr euch auf ganze vier
Folgen freuen und das liegt an unserer Kooperation mit dem
Museumsverbund. Das Zwölfer museen im Landkreis Tirschenreuth.
Ralph
Genau das ist ein Museumsverbund in der nördlichen Oberpfalz,
also in Ostbayern. Und die haben uns eingeladen, damit wir ihre
schrägen Alternativen und liebenswerten Museen besuchen. Und ihr
könnt euch auf krasse Geschichten über Bier, über verrückte
Grenzen, über mutigen Widerstand und ganz viel Handwerkskunst
freuen.
Lukas
Und jetzt geht's los. Juhu!
Lukas
Ja. Hi, Ralph
Ralph
Hallo Lukas und hallo an alle Leute da draußen, die uns hören.
BNA ist. Bitte nicht anfassen. Museum mal anders. Und was sie
jetzt hört, ist der erste Teil einer vierteiligen Reihe, in der
es um Museen in der Oberpfalz geht.
Lukas
Genau richtig. Und vielleicht ganz kurz das Konzept erklärt. Wir
besuchen abwechselnd Museen und stellen diese Museen dem anderen
vor. Und wir haben schon Kriterien, was diese Museen betrifft,
denn wir gehen nicht in die großen Häuser, in die großen
Galerien, sondern uns interessieren die kleinen Museen, die ein
bisschen abseits gelegenen Museen, die vor allem mit schrägen,
aber vor allem liebenswerten Geschichten aufwarten.
Lukas
Und auch jetzt, in dieser zwölf Special Edition, wird es so sein.
Ralph
Und normalerweise ist es ja so, dass der eine nicht weiß, wo der
andere hingeht, welches Museum er besucht. In dem Fall ist es so,
dass wir das wissen, welches Museum der andere besucht hat. Aber
abseits davon wissen wir nichts. Das heißt, die Ahnungslosigkeit
bleibt. Also wenn dumme Fragen auftauchen, dann ist das nicht
gestellt.
Lukas
Vielleicht noch kurz zu der Region, in der wir uns jetzt im
September aufhalten werden. Die Oberpfalz ist einer von sieben
bayerischen Regierungsbezirken und ist in Nordostbayern, also an
der Grenze zu Tschechien zum Beispiel oder im Süden zu
Niederbayern angrenzend. Städte, die man in der Oberpfalz kennt,
sind normalerweise Regensburg, Amberg, vielleicht noch Weiden.
Genau. Und diese Museen von Zwölfer, vom Museumsbund, die
befinden sich in der Nord Oberpfalz.
Lukas
Und das ist eine Region, die sehr ländlich geprägt ist, die aber
trotzdem ganz schön viel Museen in petto hat.
Ralph
Zwei Diese Museen hast du ja für diese Folge besucht.
Lukas
Genau. Und deswegen würde ich sagen fangen wir an mit der
eigentlichen Geschichte. Und bevor ich dir diese Museen vorstelle
und die Objekte und worum es in dieser Folge geht, will ich dir
eine ganz allgemeine Frage stellen. Und zwar, weißt du, lieber,
als warum der Mensch sesshaft geworden ist. Also wir waren ja
alle mal Jäger und Sammler und dann, ungefähr vor 10.000 Jahren
beginnt ja diese neolithische Revolution.
Lukas
Also wir werden sesshaft, Wir werden von Jägern und Sammlern zu
Bauern. Weißt du eigentlich, warum der Mensch das gemacht hat?
Ralph
Weil er die Landwirtschaft für sich entdeckt hat. Und dadurch
konnte er halt kontrolliert Lebensmittel anbauen.
Lukas
Das ist eine der Theorien dazu. Und eine andere Theorie dazu, die
so ein bisschen mit deiner Theorie einhergeht, ist tatsächlich
die Erfindung des Bieres. Davon gibt es zwei Varianten Variante
Nummer eins, die von der Wissenschaft auch wirklich als seriös
wahrgenommen wird. Menschen haben mit dem Ackerbau begonnen und
mit dem, was sie über hatten, haben sie Bier hergestellt und das
hat dann wiederum die Menschen motiviert, weiter Ackerbau zu
betreiben, weil sie neben der Nahrungsaufnahme auch den
berauschenden Effekt von Bier gut fanden oder aber und auch das
ist eine ernst genommene Theorie, die ich persönlich fast besser
finde.
Lukas
Jemand hat zufällig vergorenes Getreide mit Wasser irgendwo
stehen lassen, dann getrunken und gemerkt alles wird gut. Und es
gibt auch einen Rausch. Weil man dieses wortwörtliche Kultgetränk
halt nicht auf Wanderschaft herstellen konnte, musste man sich
nebenbei sesshaft machen. Das heißt, es gibt wirklich
Archäologen, die davon ausgehen, dass Bier der Grund ist, warum
die Menschheit sesshaft wurde und nicht die Menschheit wurde
sesshaft.
Lukas
Und dann wurde in der Folge das Bier kultiviert.
Ralph
Nur das es schon damals abhängig gemacht hat.
Lukas
Also jedenfalls ist es so, dass Bier einen sehr großen Teil der
Menschheit im Prinzip seit tausenden von Jahren begleitet. Und so
ist das natürlich auch für Bayern und natürlich auch für die Nord
Oberpfalz. Denn in dieser heutigen Folge wird es um eine ganz
besondere und ziemlich verrückte Biertradition gehen. Die ist so
nur noch in fünf Dörfern und Städten in der Nord Oberpfalz gibt.
Lukas
Es geht um den sogenannten Zoigl. Dazu war ich in zwei Museen,
nämlich in Tirschenreuth und in Mitterteich. Darüber hinaus habe
ich noch eine Handwerkscheune besucht und ich war in einem Kommun
Brauhaus. Also es wird eine sehr, sehr ausschweifende und sehr
lange und hoffentlich auch sehr schöne Folge. Und weil ja weiß,
dass ich Bier Liebhaber bin, kann ich dir schon mal sagen, dass
ich bei der Aufnahme und natürlich auch bei der Verkostung sehr
viel Spaß hatte.
Ralph
Ja, freut mich. Ich freu mich jetzt auch sehr auf die Folge, weil
Zoigl kenne ich vom Namen her und hab sie auch schon öfter
getrunken, aber viel weiß ich nicht darüber genau.
Lukas
Du kommst sie aus der Region, du kommst ja aus Weiden und von
daher ist dir der Begriff Zoigl natürlich geläufig. Aber wir
werden im Laufe dieser Folge klären, ob du in deinem Leben
bislang immer nur falschen Zoigln getrunken hast oder
möglicherweise immer nur echten Zoigl.
Ralph
Hmm.
Lukas
Also ich hab den Begriff Zoigl vorher auch schon mal gehört, aber
ich hatte überhaupt keine Ahnung, was es ist. Also keine Ahnung.
Ich dachte, es handelt sich nur um eine Biersorte, aber es
handelt sich um deutlich mehr. Ich wusste nur, dass das jetzt bei
Touristen ziemlich beliebt ist, die alle auf den Zoll gehen. Also
nicht nur bei Touristen, auch bei Einheimischen.
Lukas
Aber es ist auf jeden Fall eine ziemliche Touristenattraktion
geworden. Um mich dieser Geschichte anzunähern, bin ich erst mal
nach Tirschenreuth ins Museumsquartier gefahren, um erhellt zu
werden. Das Museumsquartier Tirschenreuth ist ein Museum, das
sich in mehreren Gebäuden befindet und das sich so ein bisschen
um lokale Geschichte dreht. Ich finde es sehr modern. Ich finde
es auch sehr ansprechend und vor allem fand ich dafür, dass
Tischenreuth jetzt keine Großstadt ist, sehr, sehr groß und sehr,
sehr ausführlich.
Lukas
Es ist wirklich, da kann man echt mehrere Stunden drin
verbringen. Jedenfalls, als ich in dieses Museum gefahren bin, da
sind mir auf dem Weg ein paar Dinge aufgefallen und die fand ich
ziemlich verwirrend. Und zwar gab es an sehr vielen Häusern, wie
ich dachte, Davidstern. Und dann war ich verwirrt, weil ich mir
gedacht hab Hä? Gab es zu viele jüdische Gemeinden da in der Nord
Oberpfalz?
Lukas
Was hat es damit zu tun? Aber diese Davidsterne an den Häusern
haben überhaupt gar nichts mit Juden zu tun, oder? Judentum,
sondern mit Bier. Wie das genau zusammenhängt, das hat mir
Marianne Stangl erklärt. Weil sie hat mir eine kleine Führung
über den Säugling im Museum Tirschenreuth gegeben.
Marianne Stangl
Das Wort Zoigl kommt wahrscheinlich von dem Wort vor oazeign
anzeigen. Und damit wollte man einfach sagen Unser Bier ist
fertig, kommt her und trinkt mal damit man das gesehen hat, hat
man einen Zoiglstern rausgehängt oder manchmal auch einem
Fichtenbusch.
Lukas
Können Sie mir kurz erklären, wie schaut der aus?
Marianne Stangl
Ja, das ist wie ein Davidstern. Er hat sechs Zapfen und auf der
einen Seite ist praktisch Hopfen und Malz und Wasser und auf der
anderen Seite die Elemente Erde, Luft und Feuer, die wichtig
sind, dass man solche brauen kann. Früher hat man dann aus dem
Giebelfenster einen langen Stab rausgehängt und vorne war eben
der Zoigl Stern dran. Also ich schätze jetzt mal mindestens 2
Meter ist es rausgegangen.
Und der Zoigl Stern so einen halben Meter. Damit hat jeder
gesehen. Da kann ich jetzt reingehen und als Zoigl fertig, da
darf ich trinken.
Ralph
Hmmm. Okay, ja, da waren einige Sachen dabei, die ich noch nicht
kannte. Sei es, wo das Wort herkommt, also auch die Bedeutung der
Zacken. Aber es ist schon ein riesen Zufall, dass das genauso
aussieht wie ein Davidstern, oder nicht?
Lukas
Das liegt wirklich an diesen drei Elementen plus einen drei
Zutaten des Bieres. Im Mittelalter wusste man noch nicht, dass
Hefe auch essenzieller Bestandteil von Bier ist und deswegen
müssten sie eigentlich vier Bestandteile sein. Aber in dem Fall
sind es halt drei. Es ist halt auch schon seit dem Mittelalter
als das Symbol für das brauen Mälzer Handwerk überliefert. Jetzt
wusste ich auf einmal, woher diese ganzen Sterne in den
Ortschaften kommen und woher auch der Name Zoigl kommt.
Lukas
Der richtige Artikel ist übrigens auch der Zoigl. Ich dachte Was
heißt das? Zoigl Aber es ist wirklich der Zoigl.
Ralph
Ganz wichtig. Hast du dir die Finger verbrannt?
Lukas
Ja. Und, äh, Marianne Stangl hat ja schon im O-Ton anklingen
lassen, was jetzt das Besondere an diesem Bier ist, an diesem
Bier. Denn Zoigl ist sozusagen das Gegenteil von Industriebier.
Denn dieses Bier wird seit Jahrhunderten von den Bürgerinnen und
Bürgern der Dörfer und Städte in dieser Region selbst gebraut und
normalerweise zu Hause dann zum Zoigl ausgeschenkt.
Lukas
Und dazu gibt's feste Listen, wo sich die Bürger die Hausbrauer
damals in Listen eintragen konnten. Dann wussten sie okay, heute
gibt es Zoigl Ausschank. Bei dem Morgen gibt es Zoigl Ausschank
bei dem und in zwei Wochen gibt es zwei Ausschank bei denen.
Ralph
Es gibt ja heutzutage auch noch Zoigl Kalender, aber den findet
man online.
Lukas
Und der wird auch natürlich in den Song verlinkt werden. Zu
Hochzeiten gab's in zum Beispiel in Tirschenreuth 360 diese
Hausbrauer. Also müssen wir vorstellen, 360 Minibrauereien in den
Häusern von Leuten, die ihre Wohnzimmer heute würde man sagen als
Pop up Kneipe zur Verfügung stellen. Denn was auch ganz wichtig
für die Zoigl-Tradition ist, ist, dass man einen Zoigl in einer
sogenannten Zoiglstube trinkt.
Lukas
Da gibt es bei den muss sie nicht besucht habe auch eine, und
zwar aus den 1930 er Jahren und die steht im Museum mit der Teich
mit der Teich das es von Tirschenreuth etwa 10 bis 15 Minuten mit
dem Auto entfernt. Und in diesem Museum geht es ganz viel um die
Porzellangeschichte der Stadt. Aber eben auch und darum soll es
ja vorwiegend in dieser Folge gehen, um die Tradition.
Lukas
Die haben da eine Zoiglstube aus den 1930 er Jahren vor der
Zerstörung oder vor der Verschrottung gerettet und eins zu eins
im Museum ausgestellt. Rainer Gottas gibt in diesem Museum
Führungen. Er ist ziemlicher Zoigl, Fan. Er soll uns mal
beschreiben, wie diese Zoiglstube aussieht aus den 1930 er
Jahren.
Rainer Gottas
Dann hat man einen Schanktisch, der wird dann immer extra, wenn
ausgeschenkt wird reingestellt und auch die Garnitur, die Stühle
und der Tisch, der sind extra für die Stube gemacht worden, die
sind schmäler, weil man muss einfach sagen, früher ist ja das
Zoigl nicht in der Wirtsstube ausgeschenkt worden, sondern zu
Hause im Wohnzimmer. Dann ist das Wohnzimmer ausgeräumt worden
und es sind dann extra Tische reingestellt.
Rainer Gottas
Deswegen sind die etwas schmäler, damit ein bisschen mehr
reinbringt. Dann ist natürlich früher Karten gespielt worden,
knüpft worden.
Lukas
Und dann siehst du im Hintergrund schwarz-weiß Bilder mit
Aufnahmen aus einem Zoiglausschank aus den 1930 Jahren. Also das
ist wirklich die Spucknäpfe. Du siehst die Herren in ihren
Anzügen, in dem Gewand, die da ja halt Karten und ihr Bier
trinken. Keine Ahnung, was und was ich auch extrem cool find. Du
siehst also, dass es nicht auf den Fotos, das ist wirklich vor
Ort den alten Schanktisch.
Lukas
Mich hat es ein bisschen wie an so ein Altar erinnert, nur dass
anstatt irgendeiner keine Ahnung christlichen Statue oder halt
statt irgendeinem Kreuz halt es Bierfass so eine Art. Und
obendrüber ist so ein Haken und das sind Biergläser dran. Und
dann gibt es zwei verschiedene. Es gibt sozusagen die Biergläser
für die StammZoiglgänger und da hat jeder dann sein eigenes
Bierglas, das es dann zum Beispiel im Zinndeckel einer Gravur
drinnen oder irgendwie so was.
Lukas
Und dann gibt es halt noch die Biergläser von den Leuten, die
halt spontan vorbeikommen. Heute wie damals ist der Zoigl im
Prinzip also von der Biersorte her. Wir haben jetzt ja ganz viel
darüber gesprochen, woher das kommt, was diese Tradition
ausmacht, was es mit der Teufelstube auf sich hat. Aber was ist
das jetzt eigentlich für ein Bier?
Rainer Gottas
Es ist ja Kellerbier. So in der Richtung kann man sagen, es ist
ein ungefiltert das Bier. Jeder hat halt sein eigenes Rezept,
nachdem er Braut gebraut wird im Brauhaus. Nach den eigenen
Rezepten von denjenigen, der es dann auch schenkt, der gibt seine
Zutaten dazu. Nach den Zutaten wird dann der Sud gemacht und dann
der Sud nach Hause gefahren und dann wird es bei ihm zu Hause
fertig gemacht. Da kommt dann die erste Hefe dazu.
Ralph
Hast hast aufpasst. Der hat ganz am Anfang gesagt ist s‘Zoigl
Lukas
Ja, ja, ja, ja, da muss ich nochmal nachfragen. Ich wurde
jedenfalls mehrfach darauf hingewiesen. Es handelt sich um der
Zoigl und das Zoigl sagen nur Leut, die nicht Bescheid wissen.
Das sind jetzt ein paar Stichworte gefallen, die wir vielleicht
noch mal so ein bisschen nacheinander abklappern müssen. Also
zunächst Reiner Gottas hat gesagt, Zoigl ist ein Zwickel oder
Kellerbier. Noch mal, das ist eine ungefilterte Natur, trübes
Bier, das sich dadurch auszeichnet, dass es in der Regel wenig
Kohlensäure hat und es ist ziemlich würzig und süffig.
Lukas
Eine Zeit lang war Zwickel oder Kellerbier so ein bisschen
verschrien als so plumpes äh, ja, plumpe Plörre. Keine Ahnung,
weil es halt nicht gefiltert war oder so, aber seit ein paar
Jahren vielleicht doch schon seit ein paar Jahrzehnten ist es
wieder ziemlich und wog. Und auch große Brauereien brauen
Kellerbiere und Zwickel Biere als es gibt es überall in Kiosken,
Supermärkten.
Lukas
Keine Ahnung was. Also das hat ein ziemliches Comeback gefeiert.
Dieses Comeback, also die Entwicklung, dass es erst unbeliebt war
und wiederbelebt wurde, das hat auch letztlich der Zoigl erlebt.
Und da müssen wir uns noch mal die Geschichte anschauen. Das
heißt, wir gehen jetzt ganz kurz noch mal auf die Geschichte des
Zoigls ein, und dann gehen wir noch mal darauf ein, was Rainer
Koch das gesagt hat, was es mit diesem Kommunbraurecht eigentlich
auf sich hat.
Lukas
Aber ich glaube, man versteht es nicht so gut, wenn man sich
nicht erst die Geschichte anguckt und dann in das Kommun Brauhaus
geht.
Ralph
Na dann, auf geht's.
Lukas
Man fragt sich ja, warum gibt es den Zoiglgenau in dieser Region
und nicht irgendwo anders? Und warum hat sich der Zoiglgenau in
dieser Region bis heute gehalten? Und das liegt vor allem daran,
dass halt die Region ziemlich arm war. Punkt. Das heißt, in der
Regel haben sich die Leute das teurere Brauereibier nicht leisten
können. Und bis heute ist es ja so, dass Bier in den Brauereien
vor Ort.
Lukas
Es gibt natürlich auch in der Region Brauereien und Wirtschaften
und natürlich ist es auch heute noch so, dass das Brauereibier
teurer ist als es Bier. Deswegen sind die Leute halt damals
vorwiegend in die Zollstuben gegangen. Das erste Zoiglbraurecht,
dieses Recht, das Bürgerinnen und Bürger, also in dem Fall
Bürger, weil wir sprechen hier übers Mittelalter bzw über die
frühe Neuzeit, dass Bürger zu Hause brauen können in den
Ortschaften, das ist zuerst in Neuhaus, das ist auch ein Ort, da
in der Oberpfalz im Jahr 1415 nachgewiesen, in der Theiß, da wo
das Museum steht und da, wo ich auch das Kommun Brauhaus besucht
habe, da gehen wir später noch mal drauf ein.
Lukas
Da ist es im Jahr 1516 nachgewiesen, also eine über 500 Jahre
alte Tradition. Und weißt du, warum zu dieser Zeit im Mittelalter
und in der frühen Neuzeit hauptsächlich Bier getrunken wurde?
Ralph
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber hängt das mit dem Fasten
zusammen?
Lukas
Also da wär es Starkbier. Wie Also das ist die Erfindung des
Starkbieres. Wie soll man quasi gesagt hat man Flüssiges, bricht
es Fasten nicht und deswegen hat man in der Fastenzeit so viel
Starkbier gebraut. Daher kommt auch dieser Ausdruck Flüssigbrot.
Aber das hat damit nichts zu tun.
Ralph
Hm, nee, war sie nicht. Erhelle mich.
Lukas
Es gab ja damals keine Kanalisation, keine Wasserleitungen. Das
heißt, häufig war halt einfach Wasser ziemlich verdreckt und kein
belastet. Und indem man Wasser zu Bier gebraut hat, hat man halt
relativ viele Keime abgetötet. Und deswegen war es so, obwohl man
die ganze Zeit Alkohol zu sich genommen hat. Trotzdem war fast
gesünder Bier zu trinken, als es Wasser zu trinken, was halt viel
mehr keimbelastet war.
Lukas
Also weil wir in dieser Zeit von einer relativ armen Region
sprechen, ist es halt so, dass die Leute halt relativ viel Bier
gebraucht haben und zu relativ günstigen Preisen. Und das hat
halt dazu geführt, dass dieses Haus braurecht entstanden ist und
dass alle Leute dann angefangen haben, dieses Bild zu Hause zu
brauen und sich eben in diesen Kommunen, Brauhäusern
zusammenzutun.
Lukas
Noch mal zu den Kommunen Brauhäusern also was es mit denen auf
sich hat. Da kommen wir gleich dazu. Ja, genau. Das heißt also,
dass also eigentlich bis bis ins 20. Jahrhundert rein kannst du
sagen, der Zoigl ohne Edelstahlfässer und Kühlhäuser letztlich
gemacht wurde? Und das soll noch mal kurz Reiner Gottes erklären.
Rainer Gottas
In den 50er Jahren war das noch ganz gut, aber dann ist es immer
weniger geworden. Die Nachfrage hat nachgelassen, es ist der
Brauerei Bier getrunken worden und es ist, weil es auch teilweise
qualitätsmäßig ein bisserl geschwankt hat, immer ein bisschen in
Vergessenheit geraten.
Ralph
Du hast ja jetzt schon mehrfach auf diese Kommunbrauhäuser
verwiesen. Was genau hat es denn mit denen auf sich? Also ein
bisschen was weiß ich schon, dass das das sozusagen Häuser sind,
die die Leute halt nutzen konnten zu Gemeinschaftshäuser, aber
mehr auch nicht.
Lukas
Beim Zoigl ist es ja so jeder Zoigl schmeckt unterschiedlich und
es liegt daran, dass hinter jedem Zoigl ein eigenes Rezept steht,
was halt logischerweise von den Hausbbrauern da verwendet wird.
Damit es soweit kommt, müssen wir jetzt erst mal uns angucken.
Okay, wie wird der Zoigl denn überhaupt hergestellt? Und da ist
es eben, dieses Kommunbrauhaus ganz wichtig.
Lukas
Früher gab es davon etliche, heute sind noch fünf Stück geblieben
und zwar in Mitterteich, da wo das Museum steht, in Falkenberg,
in Windisch Eschenbach in Eslarn und in Neuhaus. Falls du dich an
den Anfang der Folge erinnern kannst, da waren wir
Museumsquartier Tirschenreuth. In Tirschenreuth gibt es zum
Beispiel kein Brauhaus mehr. Und jetzt sind wir schon bei der
Definition Was ist echter Zoigl und was ist falscher Zoigl?
Lukas
Echter Zoigl ist der Zoigl, der aus Kommunbrauhäusern kommt, das
heißt in der der Biersud in Kommunbrauhäusern hergestellt wird.
Und falscher Zoigl oder das falsche Echtfalsch, das vielleicht
ein bisschen hart, die Unterscheidung aber nicht traditioneller
Zoigl ist. Zoigl, der einfach dann auf der Karte in der
Wirtschaft als Zoigl deklariert wird. Aber das ist dann einfach
nur ein Kellerbier.
Lukas
Hat aber mit der Herstellung nix zu tun. Ein Kommun Brauhaus. Das
hast ja auch schon gut zusammengefasst, dass es halt ein Brauhaus
im Ortskern und das da von allen Bürgerinnen und Bürgern dieser
Ortschaft genutzt werden. Wenn die ein Haus oder Immobilienbesitz
in dieser Ortschaft besitzen.
Ralph
Kürze von Fakt Ja, in Folge zehn war ich doch im Knopfmuseum in
Bernau. Ja, und das ist ja angesiedelt in einem ehemaligen
Kommunbrauhaus.
Lukas
Ich war jedenfalls in einem Kommunbrauhaus in was noch als
solches genutzt wird, und zwar in Mitterteich. Und als wir da
reingekommen sind, habe ich natürlich Rainer Gottes gefragt, Da
sind wir dahingegangen. Das hat mir das mal kurz erklären soll.
Rainer Gottas
Der Raum hier oder das Kommunbrauhaus ist jetzt circa 160 Jahre
alt. Es ist damals neu gebaut worden, weil die Eisenbahn nach
Mitterteich da gekommen ist. Und genau in dem Bereich, wo dann
die Bahnhofstraße gebaut werden sollte, stand das alte
Kommunbrauhaus. Das war damals schon baufällig. Und dann haben
wir gesagt Gut, dann reiß mers ab, jetzt bauen wir da die Straße
in die Bahnhofstraße rein und dann stellen wir das neue Brauhaus
hier hin.
Ralph
Ja, man hört es schon. Es muss ein großes Gebäude sein, weil es
ja halt und du was dort wurde zu der zu dem Zeitpunkt dann auch
was gebraut.
Lukas
Nee, als ich da war wurde nix gebraut. Von der Größe kannst du
sie vielleicht vorstellen wie so eine Kapelle. Du hast es ja auch
vom Hall her gehört. Also es ist recht.
Ralph
Hell.
Lukas
Es sind drei Stockwerke, aber die Stockwerke sind jeweils
unterschiedlich hoch. Und es liegt vor allem daran, dass halt in
dem KommunBrauhaus verschiedene Einrichtungen drin sind. Also
ganz unten. Ebenerdig ist sozusagen der Maische-Bottich und der
Sudkessel. Das sind zwei sehr, sehr große Kessel aus Kupfer
Farben und dann sind da die ganzen Leitungen usw und so fort und
da wird es dann gebraut.
Lukas
Wir können jetzt natürlich nicht auf das Bierbrauen im
Allgemeinen eingehen, weil es ist halt echt ein sehr
komplizierter Prozess. Und dann gehst du aber durch die
verschiedenen Stockwerke hoch und unterm Dach und das fand ich
ziemlich witzig. Da ist 1 Meter, ein paar Meter breit und ein
paar Meter lang eine metallene Wanne und in der wird der Sud dann
gekühlt.
Lukas
Ich habe natürlich ganz viele Bilder davon gemacht. Ich habe auch
Videos gemacht, die sind alle in den Shownotes, damit ihr euch
das alles angucken könnt. Das ist natürlich immer ein bisschen
schwierig im Podcast zu beschreiben, aber wie gesagt, da wird es
auf jeden Fall Materialien dazu geben. Und der Unterschied
zwischen einem Kommun Brauhaus und einer Brauerei ist der, dass
in einem Kommun Brauhaus, das was da gebraut wird, ist noch kein
Bier, das ist der Sud und der wird dann über Fässer oder über
Tanks wie auch immer zu den jeweiligen Hausbauer nach Hause
gebracht. Die versetzen das dann zum Beispiel mit Hefe und lassen
es zu Hause gären. Das, was in den Kommunbrauhäusern gebraut
wird, das nennt man die Anstellwürze. Deswegen ist auch der
Geschmack immer anders, weil jeder zu Hause halt einen anderen
Hefe Stamm hat.
Lukas
Jeder hat andere Kellertemperaturen, jeder hat andere
Feuchtigkeitswerte usw und so fort. Und deswegen schmeckt jeder
anders, weil du eigentlich bei den Hausbrause nie dieselben
Bedingungen hast.
Ralph
Ja okay, aber das heißt das jetzt nicht derjenige, der führen
soll am Abend oder so öffnet, dass der in das Kommun Brauhaus
geht und dort halt alle Schritte durchmacht, sondern der bekommt
den Sud und finalisiert das dann zu Hause.
Lukas
Genau. Und da gibt es ja verschiedene Brautage. Ja, und da im
Mittelteil ist es so in der Regel werden dann 42 Hektoliter
gebraut und diese 42 Hektoliter werden dann an die Hausfrau
verteilt Und in mit dabei sind zum Beispiel noch zwölf. In den
anderen Ortschaften dieser fünf Zoll Ortschaften sind es
teilweise noch viel mehr. Also da gibt es auch eine Homepage,
Zoigln wir die Ehe, die habe ich auch verlinkt in den Shownotes.
Lukas
Da gibt es dann alle möglichen Zahlen, Daten und Fakten dazu.
Heute ist eben dieser Zoigln wieder ziemlich on vogue, weil
natürlich sich auch die Herstellung professionalisiert hat und
weil natürlich jetzt auch hochwertiges Brauereiequipment genommen
wird. Also die Zeiten sind vorbei, in denen man irgendwelche
keine Ahnung halb verschimmelten Biersud da in der Gegend auf dem
auf dem Ochsenkarren rumgetragen hat.
Ralph
So war das früher. Und dieses Braurecht, das liegt auf diesen
Kommunbrauhäusern. Oder die Leute müssen dort hingehen, um es zu
brauen. Die können es jetzt nicht einfach zu Hause brauen.
Lukas
So, genau. Der Sud muss im Kommun brauhaus hergestellt sein. Und
was? Und der letzte Schliff und die Reifung und so was. Das
passiert dann jeweils bei den Leuten zu Hause. Zoigl Keller und
bei dem ganzen Bierkonsum, bei dem ganzen Hin und her tragen zum
Kommunen Brauhaus und dann wieder zu den Hausbrauern und dann
wieder wohin auch immer hat man natürlich Behältnisse für das
Bier gebraucht.
Lukas
Heute sind das Edelstahlkessel. Sind es Tanks, sind es alles
möglich. Heute ist das alles viel einfacher. Früher waren das
natürlich Holzfässer. Lieber Ralph, aus meiner kleinen Expedition
möchte ich dir jetzt noch die letzte Station vorstellen, denn wir
fahren jetzt aus dem Kommun Brauhaus Mitterteich wieder zurück
zum Museumsquartier nach Tirschenreuth. Da waren wir ganz am
Anfang, wo auch der Zoiglnstand war.
Lukas
Wir gehen aber nicht in das Hauptgebäude, sondern wir gehen ein
paar Kilometer entfernt in die Handwerksscheune. Da habe ich
Herbert Konradgetroffen und Herbert Konrad hat mit seinen
Kollegen eine fast ausgestorbene Tradition wieder zum Leben
erweckt.
Herbert Konrad
Unsere Herausforderung war eben, das Fassbinderhandwerk Nach 50
Jahren Stillstand wieder zum Leben zu erwecken, wieder in Betrieb
zu nehmen, wo zwischenzeitlich kein gelernter Fassbinder mehr
vorhanden ist. Und das heißt, wir mussten uns alles wieder
aneignen, dieses Wissen, was die Fassbinder damals besessen
haben.
Lukas
Also du könntest jetzt, du kannst jetzt wieder Fässer bauen
herstellen.
Herbert Konrad
Ja. Wir sind jetzt wieder soweit, dass wir wieder Fässer
herstellen können.
Ralph
Ja, ein fast verloren gegangenes Handwerk. Ich kenne auch
niemanden, der das macht oder auch nur irgendeinen Bezug dazu
hat. Finde ich aber sehr, sehr spannend. Fassbinder, Böttcher
oder Das ist doch auch ein Begriff dafür, oder? Oder Büttner Oder
irgendwie so?
Lukas
Genau. Büttner, Böttcher, Fassbinder. Es gibt ganz viele deutsche
Nachnamen, die auf dieses Handwerk hinweisen. Das mal ganz kurz
zu dieser Handwerkscheune, diese Handwerkscheune, das ist eine
Außenstelle des Museumsquartier. Und im Prinzip ist der Name
Programm. Es ist wirklich eine riesengroße Scheune, in der ganz
viele verschiedene handwerksbezogene Dinge ausgestellt sind. Es
geht vom Schuster Handwerk über. Keine Ahnung, was eben Handwerks
Tradition, die aus der Region kommen Und dieses Herzstück dieser
Handwerkscheune ist, dass man eine alte Fassbinderfabrik bzw die
Maschinen der alten Fassbinderfabrik wieder in diese Scheune
reingebaut hat, und zwar der alten Fassbinderfabrik Mikesch.
Lukas
Und diese Maschinen, die da jetzt drin stehen in dieser in dieser
Handwerkscheune und von Herbert Konradeben auch mitbenutzt
werden, die sind über 100 Jahre alt und die wurden in einen sehr
aufwändigen Prozess vor der Verschrottung bewahrt und können
heute wieder benutzt werden.
Ralph
Aber macht er das jetzt zu Demonstrationszwecken oder kommerziell
zu Demonstrationszwecken?
Lukas
Es gibt auch Kurse, wo du selber deine eigenen Fässer binden
kannst usw. Das ist total spannend. Da macht doch viel mit
Kindern, mit Schulklassen. Ich habe die Seite auch in den schon
uns verlinkt. Da gibt es einen kleinen Eindruck darüber, was da
alles angeboten wird. Aber ich hab mir echt überlegt an so einem
Fassbinderkurs mal teilzunehmen, weil die Kulissen des Du gehst
da irgendwo hin und dann kommst du am Ende mit einem mit einem
schönen Holzfass, das kannst du für alles benutzen.
Ralph
Was willst du mit dem Fass machen?
Lukas
Hey, das kannst als Nachttisch benutzen, das kannste als
Dekoartikel benutzen. Das schaut total cool aus. Das kannste
Gartenstellen als. Als schanktisch. Bierfässer sind so schöne
alte Bierfässer sind schon was wert. Und wenn du die selber
baust. Ich finds cool.
Ralph
Aber ich merke es mir für deinen Geburtstag.
Lukas
Genau da muss man viel Geld ausgeben.
Lukas
300 bis 450 Euro das Fass allein. Also so ein Holzfass, wenn du
dir das jetzt kaufst. Es gibt da noch Fassbinder Fabriken und wir
haben ja beide mal in München gelebt und da gibt es dann auch
etliche Biergärten, die zum Beispiel nur das Bier aus Holzfass
ausschenken und die müssen ja irgendwo gebaut werden und so
Bierfässer kosten paar 100 €. Also da biste, da kannst du
schon sehr schnell sehr viel Geld los sein.
Ralph
Ja, nee, okay, okay, weiter.
Lukas
Damit du mal jetzt einen Eindruck bekommst, wie sich diese 100
Jahre alte, reaktivierte Fassbinder fabrik anhört, kriegst du
einen Höreindruck von der sogenannten Stemmmaschine. Was das ist,
was die genau macht, das erkläre ich dir dann im Anschluss.
Herbert Konrad
Denn Maschine setzen wir jetzt über den Transmissionsantrieb. Der
gibt dann Kraft
Herbert Konrad
Ist also die Stehmaschine und der Riemen Antrieb. Der setzt also
die zwei Fräsköpfe in Gang.
Ralph
Hmmmm, ja, Kopfkino. Da können jetzt mal alle Hörerinnen und
Hörer kurz mal pausieren und sich überlegen, was da eigentlich
passiert ist.
Ralph
Alle wieder da? Also ich. Ich kanns mir gar nicht vorstellen,
weil er hat gemeint okay, da werden die Fräsköpfe da
angeschaltet. Und fräsen bedeutet doch im Endeffekt, dass man
Loch irgendwie reinmacht oder halt irgendwie ja doch schon
irgendwie was in ins Holz rein reinbohrt sozusagen. Aber was
macht man denn bei einem Fass? Was bohrt mir dann? Ich dachte, es
sind einfach nur so so wie heißen es?
Ralph
Daumen oder so? Also Holzbretter und die werden dann irgendwie,
die müssen gebogen werden und dann kommt ein Eisenring drüber und
gerade ich hab keine Ahnung.
Lukas
Paar der Ideen, die du gesagt hast, sind gar nicht so falsch. Ein
paar Dinge sind grob unterschätzt. Transmission. Musst du dir so
vorstellen: Da hast du ein Motor, der eine ganz große Achse zum
Drehen bringt. Der ist wirklich. Und diese Achse, die diesen
Meter breit. Und damit du mehrere Maschinen betreiben kannst,
musst du über kurze Keilriemen und Holzräder verschiedene
Maschinen rein klinken.
Lukas
Und das ist halt irgendwie fast voll verrückt, finde ich, weil du
hast nur einen einzigen Motor, der einfach nur eine Drehbewegung
auslöst und der betreibt aber alle Maschinen, je nachdem wie du
die da rein klingst. Und das ist das, was quasi im Hintergrund
die ganze Zeit so rum wabert. Genau. Ja, und das, was du da
gehört hast, diese Stemmmaschine, die ist dazu da.
Lukas
Die dort keine Löcher rein. Das wären riesengroße Löcher. Die ist
dazu da, ein Holzfass von innen zu bearbeiten. Das musst du dir
vorstellen. Das ist auch so ein wirklich und gusseiserne 10 Meter
langes Ding, wo das Fass eingespannt wird. Und dann hassen sich
drehende Fräsköpfe, die dieses Fass von innen sozusagen glatt
schaben.
Ralph
Ja, verstehe, Auch.
Lukas
Davon habe ich ein Video in den Shownotes verlinkt, damit man
sich das besser vorstellen kann. Ja, ganz viele dieser Maschinen
sind halt in Handwerk schon aufgebaut, so dass sie wirklich von
vorne bis hinten Unfassbar. Und kannst um das auch Herbert
Konradund seine Kollegen wieder machen. Aber bevor jetzt
natürlich so ein Fass in die Stamm in diese Stemmmaschine
reinkommt und dieses Stichwort hast du ja auch so eine genannt,
brauchts erst mal Fassdauben.
Lukas
Also da spricht man von den von diesen Holzblöcken, die die
Fasswand bilden, also so Holzlatten, die zu der, die dem Fass zu
dem machen, was es eigentlich ist, Dafür nimmt man normalerweise
amerikanische oder slawonische Eiche. Das ist tatsächlich so,
dass auch bei der Rettung der Maschinen noch ganz altes Holz
gefunden wurde, was heute noch eben benutzt wird, um daraus die
Fässer herzustellen, die noch einen kleinen Holzvorrat sichern
können.
Lukas
Was echt cool ist, So ein Baum, der wächst logischerweise nicht
in kreissrunder Fassform. Weißt du, wie man diese Form
hinbekommt?
Ralph
Ich glaube, dass das mit Wasserdampf gemacht wird.
Lukas
Ja, fast.
Ralph
Also. Oder mit Wasser? Bad? Ich weiß es nicht. Also irgendwie
oder war das mit Rauch oder so?
Herbert Konrad
Dieses Holz wird zunächst in einem Bottich gekocht. Und dieser
Bottich, das war früher bei der Mikisch, wo das eingemauert der
Bottich, der unten mit mit Kohlen und Holz beheizt worden ist.
Und da kommen diese Holzteile, die in der Länge vorgefertigt
sein, kommen in diesen Bottich und in den Bottich kommen sie
mindestens eine Stunde, und dann wird das Holz weich, ein
trockenes Holz.
Herbert Konrad
Wenn mir dann in die Maschine hinein legen würden und fressen
würde brechen steht. Man sieht, dieses ist auch gebrochen.
Ralph
Ja, ich finde, er erklärt das ja sehr schön mit viel Dialekt,
aber ich war ja nah dran. Es.
Lukas
Ja, also du hast es halt nicht gesagt. Das sind sie, die wollte
ich, war aber geschenkt. Jetzt ist es so, dass dieses Holz, äh,
bearbeitbar bzw biegbar ist. Und damit das aber alles möglichst
einheitlichen möglichst präzise ist, wird das dann in die
Maschine reingebaut. Und nach diese Daumen Maschine es an die
Transmission angeschlossen. Und da steckst du diese Hölzer rein.
Lukas
Das ist auch ein ein Stahl Eisenkoloss, wo du diese Holzplanken
darein steckst und dann hast du einen Metallstempel, der von oben
kommt. Es ist so ein Metallkeil letztlich, der drückt die da oben
dann von oben nach unten, so dass die sich biegen und
gleichzeitig drückt die Maschine an der Seite die Daumen
zusammen. Und so wird diese Taube von oben und von der Seite in
die Form gepresst.
Lukas
Aber damit diese da oben die Form bewahren und ich gleichzeitig
dann aber die weiteren Daumen bearbeiten kann, weil ich kann
jetzt diese Tauben da nicht wieder in der Maschine drin lassen,
bis sie getrocknet sind, brauche ich ja fünf fast drei Wochen und
dann werden am Ende Spannklammern draufgemacht. Spannklammer das
sind so wirklich martialisch wirkende Eisenklammern, die man dann
so an die Ecken reinschlägt.
Lukas
Und die halten dieses Holz auf Spannung, bis es trocken ist.
Ralph
Dass es diese Klammern erwähnt. Aber Ringe oder so? Kommt die
dann auch noch drauf oder gibt es das gar nicht?
Lukas
Doch wenn du jetzt von diesen Tauben je nach Größe und Form,
sagen wir mal 15 Stück hast, dann musst du die ziemlich genau
anordnen und dann muss so einen Spannring rum machen, dessen
diese komischen Metallringe und das kommt dann in die
Stemmmaschine rein. Weil jetzt hast du den Außenbereich und die
Stemmmaschine fressen den Innenbereich so aus, dass dieses Fass,
das da fast in den Raum entsteht.
Lukas
Aber ich fasse es auch sehr, sehr stark zusammen, weil die
Spinnerei ist noch mal deutlich komplexer. Natürlich noch die
Löcher für den Zapfhahn und natürlich auch der Fußboden. Und ich
dachte, na ja, so ein Fußboden, den schlägt man dann halt rein
und gut ist. Aber dass es deutlich komplizierter.
Herbert Konrad
Da muss immer hineingepresst werden. Aber wenn es zu wenig stark
ist, dann bringts er nicht dicht. Nee, also es muss wirklich
haargenau auf zehntel Millimeter muss diese Nut zu dem zu der
Boden Stärke passen.
Ralph
Vielleicht kannst du mir das noch mal kurz erklären, wie dann der
Boden aussieht. Sind das dann auch mehrere Holzbretter, die
nebeneinander angeordnet sind? Ich weiß nicht ob die verleimt
sind oder sonst irgendwas.
Lukas
Nein, nein, da wird nichts geleimt. Also meistens kommt noch noch
so ein Dichtring rein. Das hat man früher tatsächlich mit Schilf
gemacht. Dann wird dieser Boden wirklich rein geschlagen. Der
wird den Kreis vom ausgeschnittenen und rein geschlagen. Aber
damit es fast dicht ist, also die Dichtigkeit wird nicht
hergestellt, indem man dann keine Ahnung ist von innen mit Gummi
versiegelt oder was?
Lukas
Die Dichtigkeit wird nur dadurch hergestellt, dass diese Hölzer
so präzise wie möglich zueinander gebaut werden. Und das ist
schon cool, weil da musst du schon wirklich wissen, was du tust,
damit dieses Fass halt auch dicht bleibt. Ja, und da kommen noch
die Löcher rein und der Deckel. Aber das kann ich jetzt nicht
weiter ausführen, auch mit Blick auf die Zeit.
Lukas
Was aber dann noch interessant ist, zumindestens ein Bier was
sein soll, weil wir reden ja von von Zoiglnfässern. Das ist ja
sozusagen der der Zusammenhang. Das muss dann auch ausgepicht
werden. Weißt du was?
Ralph
Pech ist immer im Moment Pech, ja, dass es doch flüssiges. Tja,
was ist denn das eigentlich?
Lukas
Flüssiger.
Ralph
Flüssiger Teer oder was ist das? Ist das Scheiße? Ich dachte, das
ist es gar nicht. Oder ist es Harz oder so? Ne.
Lukas
Doch, ja, aber ich dachte bei Pech auch, das muss doch irgendwas
ölige sein. Und dann war ich erstmal verwundert, dachte ich Häme
macht doch nicht so einen Satz damit. Erdöl oder was? Es kann
eine gut sein. Und es ist tatsächlich so, dass Paech aus
Baumharzen hergestellt wird. Und auch da gab es noch von der
Fassbinder Fabrik einiges und er stand nicht neben so einem Fass
mit getrocknetem Pech drinnen und es sieht aus wie eine riesen
Klumpen Bernstein, aber den kannst du wesentlich leichter halt
wieder flüssig machen.
Lukas
Und da muss man dieses Fass dann von innen auspichen. Warum? Um
dicht zu machen, sondern damit vom Holz keine Gerbstoffe in das
Bier reinkommen. Und das ist jetzt der Unterschied zwischen einem
Bierfass und einem Weinfass oder einem Whiskyfass. Wenn es aus
Holz ist, willst du diese Gerbstoffe bei einem Wein oder bei
einem Whisky, weil sich das auf den Geschmack auswirkt?
Beim Whisky ganz besonders. Deswegen sind dann die Fassgrößen und
was das für ein Holz ist usw für den Whisky super wichtig. Bei
einem Bier möchtest du das nicht, weil das Holz für die
Gerbstoffe in das Bier reinbringen und dann wird es halt ziemlich
scheußlich. Ich weiß jetzt nicht, ob es Biere gibt, die das
wollen. Keine Ahnung, aber in der Regel macht man das nicht.
Lukas
Herbert Konradund sein Team haben mir diese Handwerkstradition
wieder zum Leben erweckt und die lernen auch noch wahnsinnig viel
dazu. Also die Fässer werden auch besser. Am Anfang sind ganz
viele Daumen gebrochen. Man hat sich dann Beratung aus einer
Fassbinderfabrik in München geholt, die das tatsächlich noch
machen. Genau. Und jetzt ist es halt so wirklich, dass auch
Leute, die interessiert sein können, die können da Kurse belegen,
die können da Fassbinderei mitmachen.
Lukas
Und ich glaube, es gibt einen Vormittag in der Woche, wo diese
Fassbinder einfach so Tag der offenen Tür, da kann jeder
reinkommen und halt gucken, worauf er Bock hat. Aber es ist auf
jeden Fall darauf ausgelegt, dass man viel mitmacht, dass man
sich das nicht nur anguckt, sondern dass man auch wirklich selbst
mit diesen Fässern, also selber auch an Fässern herstellen kann.
Lukas
Ja, lieber Ralf, das war jetzt alles, was ich dir zu sagen habe.
Meine sehr, ich würde mal sagen ausführliche Folge über den Zoigl
und die Fassbinderei. Ich hoffe, dass ich dir einige
Wissenslücken schließen konnte. Hast du noch Fragen?
Ralph
Ja, ob du denn die Gelegenheit hattest, dann ein bisschen Zoigl
zu probieren?
Lukas
Ja, das habe ich ganz vergessen. Ja, klar. Logisch. Ich bin dann
vom Brauhaus in Mitte. Gleich bin ich dann in so einen Keller
gegangen und da habe ich ein Zoigl getrunken und es war sehr
schmackhaft, was sehr gut. Da waren ja auch wirklich in so einem
alten Keller. Es war auch faszinierend, weil dieser, weil da war
auch keinen, keine Kühlanlage, nix drin ist.
Lukas
Wirklich einfach nur ein alter Felsenkeller und da ist das ganze
Jahr über acht Grad, egal wie heiß es draußen es war voll kommen
verrückt, weil es ein sehr heißer Tag war und dann Gäste rein und
bis auf einmal in der Gefriertruhe, ohne dass da irgendwie
Nachschub. Julian habe ich da schon. Das war sehr, sehr gut.
Ralph
Na schön, schön, freut mich. Ja, wie gesagt, ich habe einiges
gelernt, viel sogar gelernt. Und jetzt erst mal ich bin erst mal
erschlagen von all den Informationen da.
Lukas
Dann würde ich sagen, vielleicht findet bis zur nächsten Folge
noch was. Einfällt, kannst du ja das in der nächsten Folge noch
mal stellen und vielleicht kannst du schon mal so ein bisschen
darauf hinweisen, was denn unsere Hörerinnen und Hörer in der
zweiten Folge von Bitte nicht anfassen im Zwölferspecial erwarten
können.
Ralph
In einer zweiten Folge geht's auch wieder um ein Handwerk,
eigentlich sogar um zwei Handwerks berufe, die sehr selten
geworden sind. Ehrlich gesagt, von dem einen wusste ich gar
nicht, dass du existiert.
Ralph
Und ich habe auch sehr viel Fachjargon gelernt. Zum Beispiel, was
ein Koelbl ist. Und der Durandl, habe ich gehört, also dass das
wird auf die Hörer und Hörerinnen, auf euch da draußen zukommen
in der nächsten Folge. Und sehr wissenswert auf jeden Fall auch
wieder.
Lukas
Ich bin gespannt. Ein kurzer Hinweis noch zu dieser Folge Bitte
nicht anfassen! Zwölfer-Edition ist eine Kooperation aus Bitte
nicht anfassen und dem Zwölfer. Das sind Museen im Landkreis
Tirschenreuth. Diese Kooperation wird gefördert von der
Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern.
Der Beitrag Zwoelfer-Special Folge 1: Der Zoigl: Vom
Hausgebrautem zum Craft-Beer-Champion erschien zuerst auf
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