#6 Der Deutsche Film - Deutschlands liebstes Stiefkind

#6 Der Deutsche Film - Deutschlands liebstes Stiefkind

59 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten

Heute diskutieren wir, warum der deutsche Film nicht den
Stellenwert genießt, wie ausländische Filmstandorte.


Unser Sehverhalten ist durch Hollywoodfilme geprägt, die bis
heute der Maßstab für die Art des Filmemachens sind. Die Briten
und Franzosen sind ebenfalls führend in der Welt. Die
Skandinavier (Thriller), Spanier (Haus des Geldes), Italiener
(Gamorra) und Asiaten (Squid Game) sind in den letzten Jahren
nachgezogen. Einzig Deutschland hatte sich filmtechnisch nicht
weiter entwickelt.


Wir stellen uns die Frage, woran das liegen könnte.


In den 1920er war der deutsche Film führend auf der Welt
(Metropolis/berühmter Science Fiction Film), bis
die Nazis im Jahr 1933 die Macht übernahmen. Dies führte dazu,
dass viele deutsche Filmemacher mit jüdischem Background entweder
Berufsverbot erhielten, in Konzentrationslager umkamen oder in
die USA flüchteten (Marlene Dietrich oder Billy
Wilder) und dort Karriere machten. Nach den
Propagandafilmen der Nazis (Jud Süß, der ewige Jude) entstanden
in Nachkriegsdeutschland die sogenannten Heimatfilme (Komödie,
seichte Unterhaltung), die die heutige DNA des deutschen Films
ist.


In den 1970er gingen eine neue Generation deutscher Filmemacher
(Fassbender, Von Trotha und Schlöndorff) neue
Wege und produzierte an Realismus angelehnte Filme (Angst
essen Seelen auf, die Blechtrommel, die verlorene Ehre der
Katharina Blum), die von der Auslandspresse gefeiert
wurden, aber von den Deutschen kaum konsumiert wurde. Das
deutsche Publikum beschränkte sich auf Fernsehen und bevorzugte
seichte Unterhaltung (Dr. Specht, Schwarzwaldklinik) und seit der
erfolgreichen Kinokomödie Männer, gibt es in Deutschland nur eine
Erfolgsformel: Komödien...


Die zentralen Fragen sind:


- Gibt es in Deutschland auch andere Genres außer Komödien?


- Für welche Zielgruppe werden deutsche Filme gemacht?


- Wie sieht die deutsche Filmfinanzierung aus?


- Gibt es innovative Ideen?


- Geht es um Political Correctness?


- Wer bestimmt, welche Filme in die Kinos kommen?


Diese und andere Fragen stellen wir uns in dieser Folge


(00:00:00) - Begrüßung


(00:00:56) - Der Blick auf den deutschen Film


(00:03:30) - Deutschlands weltweite Dominanz in den 1920er Jahren


(00:06:13) - Das Naziregime und die Propagandafilme


(00:08:56) - Die Heimatfilme der 50er Jahre


(00:09:33) - Die Schulklassenkomödien der 60er Jahre


(00:10:17) - Die DNA des deutschen Films


(00:11:45) - Der neue Realismus der 70er Jahre (Fassbender,
Petersen, Schlöndorff und Von Trotha)


(00:14:37) - Die 80er Jahre: Zwischen Männer, Götz George und die
Supernasen


(00:16:18) - Boom in den 90er


(00:16:53) - Neue deutsche Kinostars


(00:17:23) - Ursachenforschung


(00:19:55) - Immer die gleiche Formel


(00:22:55) - Genrekino im Ausland


(00:25:16) - Finanzielle Anreize


(00:26:10) - Deutsche Produktionen sind regional gebunden


(00:27:03) - Bernd Eichinger


(00:28:13) - Die deutsche Filmförderung und der komplizierte
Finanzierungs- und Entscheidungsprozess


(00:32:55) - Kein Freiraum für innovative Ideen


(00:38:05) - Actionserien Made in Germany


(00:39:53) - Til Schweiger


(00:43:01) - Tattoo


(00:44:45) - Gute deutsche Filme


(00:46:15) - Der künstlerisch deutsche Film


(00:47:12) - Deutsche Polizeiserien und Krimis


(00:47:48) - Verantwortung der deutschen Zuschauer


(00:48:30) - Appell an die deutsche Filmförderung


(00:53:55) - Filmfinanzierung in den USA


(00:56:10) - DNA ausländischer Filme


(00:57:13) - Verabschiedung

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