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  4. Tränen sind Fürbitten ohne Worte
Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht. Ich bin absoluter Sportfan und
Olympia zu schauen und abends eine Nachlese mit allen Höhepunkten
zu sehen, ist wirklich schön. Biathlon und Skispringen finde ich
persönlich am spannendsten, weil es so herrlich unberechenbar ist
und manchmal alles anders läuft als alle gedacht haben. Und dann
sehe ich, wie bei der Siegerehrung für die Skispringerinnen zwei
der Athletinnen weinen. Die eine vor überströmendem Glück und die
andere aus tiefster Enttäuschung, weil der Sieg eingeplant war, wie
die ganze Saison fast immer nur Siege waren und jetzt ist sie nur
Zweite. Wer die beiden jungen Frauen in dieser Situation als ein
einzelnes Foto sehen würde, könnte kaum einordnen, was da ist.
Tränen sind Tränen. Das ist das Wunderbare an uns göttlich
geschaffenen Menschen. Wir können vor Freude faktisch überströmen
mit Tränen, und ebenso vor Kummer. Die Tränen sind das Ventil für
beides. Wenn wir es zulassen können. Manchmal sind wir aber so fest
und hart geworden, dass wir sogar dieses Ventil fest zuhalten,
damit ja niemand merkt, wie es uns geht. Ein kluger Mensch hat
einmal gesagt: Tränen sind Fürbitten ohne Worte. Also bei der einen
die Bitte darum, dass dieses erlebte Glück bleiben möge und Leib
und Seele hell macht auf lange Zeit. Und vielleicht die Bitte bei
der anderen, dass diese Niederlage trotzdem bei ihm aufgehoben ist
und um Trost und Hilfe. In der Offenbarung des Johannes steht
im 21. Kapitel das schöne Wort: „Gott wird dann abwischen alle
Tränen von ihren Augen“ Diese Zusage spendet die große Hoffnung,
dass Leid und Freude, die ja immer, und nicht nur im Sport zu uns
und unserem Leben gehören, aufgehoben sind bei Gott und seiner
Zusage, bei uns zu bleiben bis zum Ende der Welt.
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„Tränen sind Fürbitten ohne Worte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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