Wenn Wahrheit zu groß wird: Epstein, Freud und das Nervensystem im Überlebensmodus

Wenn Wahrheit zu groß wird: Epstein, Freud und das Nervensystem im Überlebensmodus

Warum der Körper bei Missbrauch nicht „vergisst“, sondern schützt. Und warum Dissoziation ein Notprogramm ist, keine Ausrede.
10 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
Diese Folge ist kurz und klar. Ich ordne ein, warum der Jeffrey
Epstein Fall so viele Menschen gleichzeitig schockt und abwehrt.
Ich spreche darüber, warum Gesellschaften Opfern so oft nicht
glauben. Und ich bringe Sigmund Freud rein, weil dieses Thema
historisch längst im Raum stand, aber sozial nicht tragbar war. Der
Kern ist Nervensystem. Was passiert im Gehirn, wenn ein Kind
überwältigt wird. Warum Erinnerungen fragmentiert sind. Warum es
zum Shutdown kommt. Und was das für Eltern, Beziehungen und die
nächste Generation bedeutet. Kurz neurobiologisch erklärt, was im
Gehirn passiert und warum Shutdown passiert: Wenn Gefahr zu groß
ist, übernimmt nicht dein „denkender“ Teil. Der präfrontale Kortex,
also Planen, Abwägen, Sprache, Selbstkontrolle, fährt runter.
Gleichzeitig geht die Amygdala in Alarm und bewertet alles als
Bedrohung. Der Hippocampus, der Erinnerungen zeitlich ordnet,
arbeitet unter Extremstress schlechter. Darum gibt es oft keine
saubere, erzählbare Erinnerung, sondern Körperreaktionen, Bilder,
Gerüche, Bruchstücke. Wenn Kampf oder Flucht nicht möglich sind,
schaltet das autonome Nervensystem auf Freeze. Wenn es noch
überwältigender wird, kommt Shutdown. Das ist Dissoziation:
Betäubung, Wegsein, innere Abspaltung, damit der Organismus
überlebt. Das erklärt Mechanismen. Es entschuldigt keine Täter.

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