Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Oliver Behrens, CEO Flatex
Der Flatex-CEO über die Konzernstrategie, das PFOF-Verbot,
Private-Markets-Euphorie – und die Tücken der ETFs
42 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
Es mag sich um eine Koinzidenz handeln. Aber auffällig ist dann
doch, dass sich digital geprägte Banken vermehrt in die Obhut
klassisch geprägter Banker begeben. Revolut macht den früheren
SocGen-CEO Frédéric Oudéa zum Europa-Chef. Bei N26 übernimmt
Noch-UBS-Vorstand Mike Dargan das Ruder. Und die Solarisbank wird
neuerdings von einem Mann geführt (Steffen Jentsch), der, als er
halb so alt war wie er es heute ist, schon zum Abteilungsleiter bei
der Helaba aufstieg. So gesehen ist Oliver Behrens mit seinen
mittlerweile 62 Jahren also ein absoluter Trendsetter! Dabei kam
die Nachricht, dass Behrens der neue CEO von FlatexDegiro wird, im
Sommer 2024 eher überraschend. Klar, einerseits konnte der
Onlinebroker nach den Verwerfungen zwischen Großaktionär Bernd
Förtsch und dem langjährigen Vorstandschef Frank Niehage einen
seriösen Ruhepol gut gebrauchen. Andererseits: Wäre es nicht
naheliegender gewesen, auf die neue Konkurrenz durch hippe Fintechs
wie Trade Republic mit einem ebenso hippen neuen CEO zu reagieren?
Statt mit Oliver Behrens, Ex-Deutsche-Bank, Ex-DWS, Ex-Deka,
Ex-Morgan-Stanley. Und als Präsident von Frankfurt Main Finance
(das wurde er 2024 ebenfalls) ist er zwar ein gewichtiger Kopf am
Finanzplatz, aber gefühlt damals auf dem Weg zum operativen
Has-been, zumal man ihn wenige Wochen vorher erst zum AR-Chef der
DWS gekürt hatte. Um es kurz zu machen – so kann man sich täuschen!
Behrens stürzte sich in seinen neuen Job. Und keine anderthalb
Jahre später hat sich die Flatex-Aktie mehr als verdreifacht und
steht der Frankfurter Onlinebroker (Börsenwert jetzt >4 Mrd.
Euro) so prächtig da wie nie zuvor. Wie ist das passiert? Was kommt
als nächstes? Und wie blickt Oliver Behrens aufs "Payment for
Orderflow"-Verbot, wie auf den ETF-Boom, wie auf die
Private-Markets-Welle? Unser Dank gilt dem Sponsor der heutigen
Podcast-Folge, nämlich der "Frankfurt Digital Finance 2026"
(Tickets & Programm gibt es hier:
https://frankfurt-digital-finance.de/) == Fragen und Feedback zum
Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema:
TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de
Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars
Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers -
www.silvermansound.com
doch, dass sich digital geprägte Banken vermehrt in die Obhut
klassisch geprägter Banker begeben. Revolut macht den früheren
SocGen-CEO Frédéric Oudéa zum Europa-Chef. Bei N26 übernimmt
Noch-UBS-Vorstand Mike Dargan das Ruder. Und die Solarisbank wird
neuerdings von einem Mann geführt (Steffen Jentsch), der, als er
halb so alt war wie er es heute ist, schon zum Abteilungsleiter bei
der Helaba aufstieg. So gesehen ist Oliver Behrens mit seinen
mittlerweile 62 Jahren also ein absoluter Trendsetter! Dabei kam
die Nachricht, dass Behrens der neue CEO von FlatexDegiro wird, im
Sommer 2024 eher überraschend. Klar, einerseits konnte der
Onlinebroker nach den Verwerfungen zwischen Großaktionär Bernd
Förtsch und dem langjährigen Vorstandschef Frank Niehage einen
seriösen Ruhepol gut gebrauchen. Andererseits: Wäre es nicht
naheliegender gewesen, auf die neue Konkurrenz durch hippe Fintechs
wie Trade Republic mit einem ebenso hippen neuen CEO zu reagieren?
Statt mit Oliver Behrens, Ex-Deutsche-Bank, Ex-DWS, Ex-Deka,
Ex-Morgan-Stanley. Und als Präsident von Frankfurt Main Finance
(das wurde er 2024 ebenfalls) ist er zwar ein gewichtiger Kopf am
Finanzplatz, aber gefühlt damals auf dem Weg zum operativen
Has-been, zumal man ihn wenige Wochen vorher erst zum AR-Chef der
DWS gekürt hatte. Um es kurz zu machen – so kann man sich täuschen!
Behrens stürzte sich in seinen neuen Job. Und keine anderthalb
Jahre später hat sich die Flatex-Aktie mehr als verdreifacht und
steht der Frankfurter Onlinebroker (Börsenwert jetzt >4 Mrd.
Euro) so prächtig da wie nie zuvor. Wie ist das passiert? Was kommt
als nächstes? Und wie blickt Oliver Behrens aufs "Payment for
Orderflow"-Verbot, wie auf den ETF-Boom, wie auf die
Private-Markets-Welle? Unser Dank gilt dem Sponsor der heutigen
Podcast-Folge, nämlich der "Frankfurt Digital Finance 2026"
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