Robert Schumann: Kinderszenen. Leichte Stücke für Klavier op. 15

Robert Schumann: Kinderszenen. Leichte Stücke für Klavier op. 15

Robert Schumanns Kinderszenen op. 15 (1838) gehören zu den poetischsten Klavierzyklen der Romantik. Trotz ihres Titels sind sie nicht primär als Musik für Kinder gedacht, sondern als Musik über Kindheit.
1 Stunde 59 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Robert Schumanns Kinderszenen op. 15 (1838) gehören zu den
poetischsten Klavierzyklen der Romantik. Trotz ihres Titels sind
sie nicht primär als Musik für Kinder gedacht, sondern als Musik
über Kindheit. Schumann selbst sprach von «Rückspiegelungen eines
Älteren für Ältere». Im Zentrum steht also Erinnerung: eine
idealisierte, innere Vorstellung von Kindheit. Der Zyklus umfasst
13 Miniaturen, jede mit einem poetischen Titel wie Von fremden
Ländern und Menschen, Hasche-Mann oder Träumerei. Die Musik
entstand zuerst, die Überschriften wurden später ergänzt und sind
daher eher assoziativ als streng programmatisch. Schumann wählt
eine bewusste Einfachheit: klare Melodien und überschaubare Formen.
Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der technischen
Virtuosität, sondern im Ausdruck – in feiner Dynamik, nuancierter
Artikulation und lyrischem Klang. Besonders die berühmte Träumerei
wurde zum Sinnbild sanfter Melancholie: nicht sentimental, sondern
«innig». In der Diskothek werden sechs Interpretationen von
Schumanns Kinderszenen verglichen. Wie unterschiedlich kann diese
scheinbar einfache Musik klingen? Und wie viele Freiheiten darf
sich eine Interpretin oder ein Interpret nehmen, ohne den Charakter
dieser Miniaturen zu verlieren? Gäste von Eva Oertle sind die
Musikwissenschaftlerin Cristina Urchueguía und der Pianist Manuel
Bärtsch.

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