Also sprach Zarathustra - Kapitel 9-11 - Vom Baum am Berge - Von den Predigern des Todes - Vom Krieg und Kriegsvolke

Also sprach Zarathustra - Kapitel 9-11 - Vom Baum am Berge - Von den Predigern des Todes - Vom Krieg und Kriegsvolke

3 Minuten

Beschreibung

vor 6 Monaten

Vom Baum am Berge





Untertitel: Die Gefahren des Aufstiegs und die Notwendigkeit des
Bösen





Geschichte: Zarathustra trifft einen Jüngling, der ihm ausweicht.
Er spricht ihn an und vergleicht den Menschen mit einem Baum: Je
mehr er in die Höhe und Helle strebt, desto stärker müssen seine
Wurzeln in die Tiefe, ins "Böse" wachsen. Der Jüngling bekennt,
dass er sich seit seinem Streben nach Höhe selbst nicht mehr
traut und von Neid auf Zarathustra zerfressen wird. Zarathustra
warnt ihn, den "Helden in seiner Seele" nicht wegzuwerfen.





Aussage: Das Streben nach geistiger Höhe ist gefährlich. Es führt
zur Einsamkeit und zur Konfrontation mit den eigenen dunklen
Seiten ("dem Bösen"). Diese Tiefen sind jedoch notwendig für die
Stabilität und das Wachstum in die Höhe. Man muss diese Gefahr
annehmen, ohne die Hoffnung aufzugeben.





Von den Predigern des Todes





Untertitel: Kritik an lebensfeindlichen Ideologien





Geschichte: Zarathustra identifiziert verschiedene Typen von
"Predigern des Todes": Solche, die das Leben als sündhaft, als
Leiden oder als sinnlose Arbeit darstellen und Abkehr vom Leben
predigen. Darunter sind die "Schwindsüchtigen der Seele", die
sich nach dem Tod sehnen , und jene, die aus Müdigkeit das Leben
verachten. Sie alle, ob sie es wissen oder nicht, vergiften das
Dasein.





Aussage: Jede Lehre, die das Leben verneint und eine Flucht ins
Jenseits, ins Nichts oder in die Entsagung propagiert, ist eine
lebensfeindliche Ideologie. Diese Lehren stammen aus Schwäche,
Krankheit und Müdigkeit. Zarathustra plädiert für eine radikale
Bejahung des Diesseits.





Vom Krieg und Kriegsvolke





Untertitel: Der Kampf als Metapher für geistige
Auseinandersetzung





Geschichte: Zarathustra wendet sich an seine "Brüder im Kriege".
Er spricht nicht von militärischem Krieg, sondern vom geistigen
Kampf für die eigenen Gedanken. Er rät nicht zur Arbeit, sondern
zum Kampf; nicht zum Frieden, sondern zum Sieg. "Der gute Krieg
ist es, der jede Sache heiligt". Der höchste Gedanke, für den es
sich zu kämpfen lohnt, ist, dass der Mensch etwas ist, das
überwunden werden soll.





Aussage: Der "Krieg" ist eine Metapher für den ständigen
geistigen Kampf, die Auseinandersetzung mit Ideen und die
Selbstüberwindung. Man soll seine Feinde (Gegner im Denken) ehren
und den Kampf nicht scheuen, denn nur durch ihn entsteht Größe.
Frieden ist nur wertvoll als Mittel zu neuen geistigen Kämpfen.

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