Also sprach Zarathustra - Kapitel 15-17 - Vom Freunde - Von tausend und Einem Ziele - Von der Nächstenliebe
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Beschreibung
vor 6 Monaten
Vom Freunde
Untertitel: Freundschaft als Weg zum Übermenschen
Geschichte: Zarathustra beschreibt das Wesen der wahren
Freundschaft. Der Freund ist für den Einsiedler der "Dritte", der
das Gespräch vor der Tiefe bewahrt. Ein Freund ist nicht jemand,
dem man sich unterwirft, sondern jemand, in dem man seinen
"besten Feind" ehren soll. Man muss ihm widerstreben können, um
ihm nahe zu sein. Die Freundschaft soll eine Sehnsucht nach dem
Übermenschen sein. Er kritisiert, dass Frauen noch nicht zur
Freundschaft fähig sind, da in ihnen zu lange Sklave und Tyrann
versteckt waren und sie nur die Liebe kennen.
Aussage: Freundschaft ist höher als Kameradschaft. Sie ist eine
Beziehung zwischen zwei starken, unabhängigen Individuen, die
sich gegenseitig herausfordern und auf dem Weg zur
Selbstüberwindung unterstützen. Sie ist ein gemeinsames Streben
nach einem höheren Ziel, dem Übermenschen.
Von tausend und Einem Ziele
Untertitel: Die Schöpfung von Werten und das fehlende Ziel der
Menschheit
Geschichte: Zarathustra hat viele Völker und ihre
unterschiedlichen Vorstellungen von Gut und Böse gesehen. Jedes
Volk hat seine eigene "Tafel der Güter", die seine Überwindungen
und seinen Willen zur Macht repräsentiert. Der Mensch ist das
"schätzende" Tier, das erst Sinn in die Dinge legt. Bisher gab es
tausend Völker und somit tausend Ziele, aber der Menschheit als
Ganzes fehlt noch das eine, gemeinsame Ziel.
Aussage: Moral ist nicht universell, sondern eine Schöpfung der
Völker, die ihrem jeweiligen "Willen zur Macht" Ausdruck
verleiht. Werte werden nicht gefunden, sondern geschaffen. Die
große Aufgabe der Zukunft ist es, der gesamten Menschheit ein
gemeinsames, übergeordnetes Ziel zu geben – dieses Ziel ist der
Übermensch.
Von der Nächstenliebe
Untertitel: Kritik der Nächstenliebe und das Plädoyer für die
Fernstenliebe
Geschichte: Zarathustra kritisiert die traditionelle
Nächstenliebe. Sie sei oft nur eine schlechte Liebe zu sich
selbst und eine Flucht vor der eigenen Einsamkeit. Er rät
stattdessen zur "Nächsten-Flucht" und zur "Fernsten-Liebe". Höher
als die Liebe zum Nächsten ist die Liebe zum Zukünftigen und
Fernsten, zum Übermenschen. Man solle in seinem Freund den
Übermenschen als seine Ursache lieben.
Aussage: Die christliche Nächstenliebe ist eine Tugend der
Schwäche. Sie klammert sich an das Nahe und Gegenwärtige.
Zarathustra fordert stattdessen eine "Fernstenliebe": die Liebe
zu einem zukünftigen, höheren Ideal (dem Übermenschen), das man
erschaffen will. Der wahre Freund ist der, der einem hilft,
dieses ferne Ziel zu erreichen.
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