Also sprach Zarathustra - Teil 3 - Kapitel 52-54 - Vom Vorübergehen - Von den Abtrünnigen - Die Heimkehr
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Beschreibung
vor 6 Monaten
Vom Vorübergehen
Untertitel: Der Ekel vor der großen Stadt und die Notwendigkeit
des Weiterziehens
Geschichte: Zarathustra kommt an das Tor der "großen Stadt", wo
ihn der "Affe Zarathustras" (ein Narr, der ihn nachahmt) aufhält.
Der Narr warnt ihn vor der Stadt, einem Ort, wo alles falsch und
faul ist, wo der Geist zu Wortspiel verkommt und der Pöbel
herrscht. Zarathustra weist den Narren zurück, weil dessen
Verachtung selbst aus dem Sumpf kommt. Doch er stimmt dem Ekel
vor der Stadt zu und formuliert eine neue Lehre: "wo man nicht
mehr lieben kann, da soll man - vorübergehn!".
Aussage: Die große Stadt ist ein Symbol der modernen Dekadenz,
des Lärms und der geistigen Verflachung. Man darf sich jedoch
nicht von einem bloß reaktiven, hasserfüllten Ekel leiten lassen.
Die richtige Haltung für den höheren Menschen ist es, an dem, was
verfallen und nicht mehr liebenswert ist, einfach vorüberzugehen,
ohne sich davon vergiften zu lassen.
Von den Abtrünnigen
Untertitel: Die Feigheit derer, die zum Glauben zurückkehren
Geschichte: Zarathustra beklagt, dass viele seiner ehemaligen
Anhänger "wieder fromm geworden" sind. Ihre Erkenntnis war nicht
stark genug, ihre Tapferkeit nur von kurzer Dauer. Aus Müdigkeit
und Feigheit sind sie zurückgekehrt zum Beten. Er nennt ihr Beten
eine "Schmach". Er vergleicht sie mit verschiedenen Typen von
lichtscheuen Menschen und spottet über ihren wiedererweckten
Glauben. Er stellt fest, dass die alten Götter sich einst selbst
zu Tode gelacht haben.
Aussage: Viele, die den Weg der geistigen Freiheit beginnen, sind
zu feige, ihn zu Ende zu gehen. Bei den ersten Schwierigkeiten
oder aus Bequemlichkeit flüchten sie zurück in den alten Glauben.
Diese "Abtrünnigkeit" ist ein Zeichen von geistiger Schwäche.
Die Heimkehr
Untertitel: Die Einsamkeit als Heimat und die Reinheit der Höhe
Geschichte: Zarathustra kehrt in seine Höhle zurück und begrüßt
die Einsamkeit als seine wahre Heimat. Er unterscheidet zwischen
"Verlassenheit", die er unter den Menschen spürte, und der
heilsamen "Einsamkeit" bei sich selbst. Unten bei den Menschen
ist alles Reden umsonst, alles ist Lärm und übler Atem. Hier oben
in der Stille und bei den reinen Gerüchen fühlt er sich erlöst
vom Geruch alles Menschenwesens.
Aussage: Für den schaffenden Geist ist die Einsamkeit keine Last,
sondern die notwendige Bedingung für Reinheit, Klarheit und
Kreativität. Die Gesellschaft der Menschen ("da unten") ist
oberflächlich und verunreinigend. Die Heimkehr in die Einsamkeit
ist eine Rückkehr zu sich selbst und zur wahren Stärke
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