Also sprach Zarathustra - Teil 4 - Kapitel 62-64 - Das Honig-Opfer - Der Nothschrei - Gespräch mit den Königen
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Beschreibung
vor 5 Monaten
Vierter und letzter Theil
Das Honig-Opfer
Untertitel: Der Fischer der höheren Menschen
Geschichte: Zarathustras Haar ist weiß geworden. Seine Tiere
spüren, dass er nach seinem Werk und nicht mehr nach seinem Glück
trachtet. Er steigt auf einen Berg, um ein "Honig-Opfer" zu
bringen. Er enthüllt, dass dies eine List ist: Der Honig ist ein
Köder, mit dem er die "wunderlichsten Menschen-Fische" – die
höheren Menschen – aus dem "Menschen-Meer" an seine Höhe locken
will.
Aussage: Zarathustra ist nicht mehr der lehrende Prophet, sondern
ein "Fischer", der aktiv nach den höheren Menschen sucht, die für
seine Lehre reif sind. Er benutzt die Süße seines Glücks als
Köder, um die Verlorenen und Suchenden zu sich heraufzuziehen.
Der Nothschrei
Untertitel: Der Schrei des höheren Menschen und die letzte Sünde
des Mitleids
Geschichte: Der Wahrsager der großen Müdigkeit sucht Zarathustra
auf und warnt ihn, dass die Wellen großer Not und Trübsal
steigen. Plötzlich hören sie einen langen, furchtbaren Schrei aus
der Tiefe. Der Wahrsager identifiziert ihn als den Schrei des
"höheren Menschen" und erklärt, er sei gekommen, um Zarathustra
zu seiner letzten Sünde zu verführen: dem Mitleiden. Zarathustra
ist zutiefst erschüttert, überwindet aber seinen Schrecken und
beschließt, den höheren Menschen in seinem Reich zu suchen und zu
schützen.
Aussage: Das Mitleid mit dem höheren Menschen ist Zarathustras
größte und letzte Versuchung. Der "höhere Mensch" ist jener, der
nach Größe strebt, aber an diesem Streben leidet und scheitert.
Ihm zu helfen, ohne ihn durch Mitleid zu schwächen, wird zu
Zarathustras neuer Aufgabe.
Gespräch mit den Königen
Untertitel: Der Ekel der Herrschenden an der Pöbel-Herrschaft
Geschichte: Zarathustra trifft zwei Könige, die einen Esel
führen. Sie beklagen sich über den Verfall der guten Sitten und
die Herrschaft des "Pöbel-Mischmasch". Sie sind auf der Suche
nach dem höheren Menschen, denn der höchste Mensch solle auch der
höchste Herr sein. Zarathustra erkennt ihre Not an, lädt sie in
seine Höhle ein und macht sich auf den Weg, dem Notschrei weiter
zu folgen.
Aussage: Selbst die traditionellen Herrscher (Könige) haben den
Glauben an ihre eigene Legitimität verloren und empfinden Ekel
vor der modernen, von der öffentlichen Meinung ("Pöbel")
dominierten Welt. Sie erkennen, dass wahre Herrschaft eine höhere
Art von Mensch erfordert.
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