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  4. Also sprach Zarathustra - Teil 4 - Kapitel 69-71 - Der freiwillige Bettler - Der Zauberer - Der Schatten - Mittags
Der freiwillige Bettler

Untertitel: Der Ekel vor den Reichen und die Weisheit der Kühe

Geschichte: Zarathustra findet den Mann, der einst freiwillig
seinen Reichtum wegwarf, nun im Gespräch mit Kühen. Der Mann
erklärt, er sei vor dem Ekel an den Reichen – dem "vergüldeten,
verfälschten Pöbel" – zu den Armen geflohen, aber diese hätten
ihn nicht angenommen. Nun lerne er von den Kühen das Glück der
Genügsamkeit und des Wiederkäuens. Zarathustra lädt ihn ein, aber
tadelt ihn für seine Schmeichelei.

Aussage: Dieser Charakter repräsentiert eine an Buddha erinnernde
Figur, die versucht, durch die Absage an Reichtum und die
Hinwendung zur einfachen Natur Erlösung vom Ekel der menschlichen
Gesellschaft zu finden. Seine Weisheit ist jedoch eine passive
des "Wiederkäuens", keine schaffende.

Der Schatten

Untertitel: Der Verlust des Ziels und die Heimatlosigkeit des
freien Geistes

Geschichte: Zarathustra wird von seinem "Schatten" verfolgt,
einem Wanderer, der ihm überallhin gefolgt ist. Der Schatten
beschreibt, wie er mit Zarathustra alle Werte und Wahrheiten
zerbrochen hat ("Nichts ist wahr, Alles ist erlaubt"). Doch diese
Befreiung hat ihn leer gemacht: Er hat kein Ziel, keinen Glauben
und keine Liebe mehr. Er ist ein heimatloser, müder Wanderer
geworden. Zarathustra warnt ihn, dass für solche Unstäte zuletzt
ein enges Gefängnis selig dünkt, und lädt ihn in seine Höhle zur
Rast ein.

Aussage: Der Schatten ist die Verkörperung des passiven
Nihilisten. Er hat zwar den intellektuellen Schritt der
Wert-Zerstörung mitvollzogen, aber ihm fehlt die schöpferische
Kraft, neue Werte zu setzen. Das Ergebnis ist eine totale
Heimatlosigkeit, der Verlust jeglichen Ziels und eine tiefe,
existenzielle Müdigkeit.

Mittags

Untertitel: Der Moment der Vollkommenheit und die Vision der
Ewigkeit

Geschichte: Um die Mittagsstunde legt sich Zarathustra unter
einem Baum schlafen. Im Halbschlaf erlebt er einen Moment
vollkommenen Glücks und der Einheit mit der Welt. Die Welt
scheint ihm vollkommen geworden zu sein. Er hat die Vision, in
den "Brunnen der Ewigkeit" zu fallen. Er erwacht und spricht zum
Himmel über sich, fragend, wann der "Mittags-Abgrund" seine Seele
in sich zurücktrinken wird.

Aussage: Der Mittag ist das Symbol für den höchsten Punkt, den
Moment der kürzesten Schatten, der größten Klarheit und der
Vollkommenheit. In diesem Augenblick erfährt Zarathustra eine
mystische Vereinigung mit dem ewigen Kreislauf des Seins. Es ist
die Vorahnung des "großen Mittags", an dem der Übermensch zur
Wirklichkeit wird.
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„Also sprach Zarathustra - Teil 4 - Kapitel 69-71 - Der freiwillige Bettler - Der Zauberer - Der Schatten - Mittags“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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