Also sprach Zarathustra - Teil 4 - Kapitel 72-74 - Die Begrüssung - Das Abendmahl - Vom höheren Menschen

Also sprach Zarathustra - Teil 4 - Kapitel 72-74 - Die Begrüssung - Das Abendmahl - Vom höheren Menschen

3 Minuten

Beschreibung

vor 5 Monaten

Die Begrüssung





Untertitel: Zarathustras Enttäuschung über die höheren Menschen





Geschichte: Zarathustra kehrt zu seiner Höhle zurück und findet
dort alle "höheren Menschen", denen er begegnet ist, versammelt.
Sie begrüßen ihn ehrfürchtig und preisen ihn als ihre Hoffnung.
Zarathustra aber antwortet ihnen hart: Er habe nicht auf sie
gewartet; sie seien nicht hoch und stark genug, sondern nur
Brücken und Vorzeichen für die wahren, kommenden Gefährten – die
"lachenden Löwen". Er bittet sie, ihm stattdessen von seinen
"Kindern" zu erzählen.





Aussage: Die "höheren Menschen" sind zwar höher als die Masse,
aber sie sind noch nicht das Ziel. Sie repräsentieren die besten
Exemplare der gegenwärtigen Menschheit, mit all ihren Brüchen,
ihrer Schwäche und ihrer Sehnsucht. Sie sind ein notwendiger
Übergang, aber Zarathustras wahre Hoffnung gilt einer
zukünftigen, stärkeren und fröhlicheren Generation – seinen
"Kindern", den Übermenschen.





Das Abendmahl





Untertitel: Ein Mahl als Vorbereitung auf die letzte Lehre





Geschichte: Nach der Begrüßung unterbricht der Wahrsager die
ernste Stimmung und fordert Speis und Trank. Zarathustra stimmt
zu und bereitet ein Mahl aus Lämmern, Früchten und Nüssen vor. Er
erklärt, dass sein Gesetz nur für die Seinen gilt und dass das
Beste den Seinen und ihm gehört – und wenn man es ihnen nicht
gibt, nehmen sie es sich. Das Kapitel leitet über zum Hauptthema
des Abends: die Rede "Vom höheren Menschen".





Aussage: Das Abendmahl ist ein symbolischer Akt. Es versammelt
die verschiedenen Aspekte des modernen, "höheren" Menschen an
einem Tisch. Zarathustras Bereitschaft, für sie zu sorgen, zeigt
seine Rolle als Gastgeber und Vorbereiter, aber seine harten
Worte machen klar, dass sie noch einen weiten Weg vor sich haben.





Vom höheren Menschen





Untertitel: Zarathustras letzte Predigt an die Suchenden





Geschichte: Dies ist Zarathustras lange, abschließende Rede an
seine Gäste. Er fasst viele seiner Lehren zusammen: Geht weg vom
Markt, wo alle gleich sein wollen. Gott ist tot, und nun erst
kann der höhere Mensch Herr werden. Das Ziel ist nicht die
Erhaltung, sondern die Überwindung des Menschen. Er lobt ihre
Verzweiflung und Verachtung als Zeichen der Hoffnung. Er fordert
sie auf, Muth zu haben , das Böse als Kraft zu verstehen ,
Redlichkeit zu wahren , sich selbst zu lieben , und über sich
selbst zu lachen. Der höchste Zustand ist, über sich hinweg zu
tanzen. Die Rede endet mit dem Aufruf: "ihr höheren Menschen,
lernt mir - lachen!".





Aussage: Die Rede ist eine letzte Unterweisung für die "höheren
Menschen". Sie sollen ihre eigene Verzweiflung und
Unvollkommenheit als Sprungbrett zur Selbstüberwindung nutzen.
Die zentralen Tugenden auf diesem Weg sind Mut, Härte gegen sich
selbst, Redlichkeit, eine schaffende Selbstliebe und vor allem
das befreiende Lachen, das die letzte Stufe der Überwindung des
"Geistes der Schwere" darstellt.

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