#EinBlick – nachgefragt Prof. Clarissa Kurscheid: Vernetzte Versorgung – weg vom „Gärtledenken"

#EinBlick – nachgefragt Prof. Clarissa Kurscheid: Vernetzte Versorgung – weg vom „Gärtledenken"

Gespräch über die Reform der Primärversorgung – einschließlich der Überwindung von Standesdenken, Herausforderungen bei der interprofessionellen Zusammenarbeit sowie der Vision einer stärkeren Prävention und Patientenbeteiligung.
21 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
EinBlick – nachgefragt Podcast mit Interviews und Diskussionsrunden
mit Expert:innen des Gesundheitswesens Vernetzte Versorgung: Weg
vom „Gärtledenken" hin zu einer modernen Primärversorgung
Fachjournalist und EinBlick-Redakteur Christoph Nitz spricht mit
Professor Clarissa Kurscheid über die notwendige Transformation des
deutschen Gesundheitssystems und die aktuellen Reformpläne zur
Primärversorgung. Im Fokus steht die Frage, wie interprofessionelle
Teams, eine verbesserte Kommunikation und das Aufbrechen von
Silodenken die Patientenversorgung effizienter gestalten können.
Professorin Clarissa Kurscheid ist Gesundheitsökonomin und
Geschäftsführerin des Forschungsinstituts für Gesundheits- und
Systemgestaltung, kurz figus, das unter dem Leitgedanken „Gestalten
heißt verändern" arbeitet. Von 2021 bis 2024 war sie Präsidentin
der EUFH Hochschule für Gesundheit, Pädagogik und Soziales. Ihre
Expertise in der Versorgungsforschung vertiefte sie unter anderem
beim Aufbau des Gesundheitsnetzes Zürich sowie im Projekt „Gesundes
Kinzigtal". Die Neugestaltung der Primärversorgung erfordert laut
Kurscheid einen grundlegenden Paradigmenwechsel: weg von starren
Hierarchien hin zu einer kooperativen Steuerung durch qualifizierte
Gesundheitsberufe wie Physician Assistants oder Community Health
Nurses. Mit einem starken Fokus auf geschlechtersensible Prävention
– insbesondere im Bereich der Frauenherzgesundheit – und
sekundärpräventive Ansätze zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
zeigt sie auf, wie eine zeitgemäße Versorgung aussehen kann:
sektorenübergreifend, evidenzbasiert und fest in der Region
verwurzelt. Ihre Impulse zu diesen Themen bringt sie auch beim 19.
Kongress für Gesundheitsnetzwerker in Berlin ein.

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