Holger ruft an ... wegen Kulturkritik

Holger ruft an ... wegen Kulturkritik

Sind alle zu lieb geworden?
24 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
Gast: Johannes Franzen, Kulturjournalist Es gebe keine Verrisse
mehr, Kunstkritik sei weichgespült – diesen Vorwurf hört man immer
wieder. Der Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist Johannes
Franzen sagt: Diese Debatte sei ein „Diskurstheater“, das alle
zwanzig Jahre neu aufgeführt werde. Das heißt allerdings nicht,
dass Kritik an der Kritik grundsätzlich ungerechtfertigt ist. Das
eigentliche Problem sei jedoch nicht, dass alle zu nett geworden
sind, sondern dass man sich Kritik leisten können muss, meint
Franzen, der diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast ist. In
vielen Medienhäusern schwänden die Ressourcen. Gleichzeitig trauten
sich manche Autor:innen nur noch unter Pseudonym, ein neues
Taylor-Swift-Album zu besprechen – aus Sorge, von den Fans der
Künstlerin angegriffen zu werden. Warum ist negative Kritik
überhaupt wichtig? Gibt es in Zeiten von Social Media überhaupt
noch die großen Kritiker wie Marcel Reich-Ranicki? Wieso sind das
größte Problem nicht die Algorithmen, sondern die riesigen
Marketingbudgets? Und was hat Goethe über Kritiker geschrieben?
Darüber sprechen Holger Klein und Johannes Franzen in der neuen
Folge von „Holger ruft an …“.

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