Luchse in Not: Inzucht bedroht Schweizer Wildbestand
«Einstein» begleitet ein junges Luchsweibchen aus dem Wildnispark
Zürich auf den Weg in die Freiheit – als Hoffnungsträgerin für ihre
Art. Für die Schweizer Luchse hingegen häufen sich die
Alarmzeichen: Eine neu entdeckte Erbkrankheit zeigt die Folgen ...
37 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Monaten
«Einstein» begleitet ein junges Luchsweibchen aus dem Wildnispark
Zürich auf den Weg in die Freiheit – als Hoffnungsträgerin für ihre
Art. Für die Schweizer Luchse hingegen häufen sich die
Alarmzeichen: Eine neu entdeckte Erbkrankheit zeigt die Folgen von
Inzucht und des fehlenden Gen-Austauschs. Freya auf Reisen Die
Sendung begleitet das junge Luchsweibchen Freya vom Wildnispark
Zürich in Langnau bis zur Auswilderung in den Wäldern
Ostdeutschlands. Dort soll sie helfen, eine stabile Population
aufzubauen. Freyas Reise führt zuerst in ein spezielles Gehege in
Thüringen, wo sie mehrere Monate auf die Freiheit vorbereitet wird,
bevor sie ausgewildert wird. Warum die Schweiz Luchse exportiert
und selbst Probleme hat Während Freya in Deutschland mithilft, die
junge Luchspopulation zu stärken, kämpft die Schweiz mit den Folgen
der eigenen Pionierarbeit. Vor über fünfzig Jahren wurden hier die
ersten Tiere ausgewildert – eine Erfolgsgeschichte, die den Luchs
zurück in die Alpen und den Jura brachte. Heute leben rund 340
erwachsene Luchse in der Schweiz, die grösste Population
Westeuropas. Doch die Erfolgsgeschichte hat einen Schatten: Alle
Tiere stammen von wenigen Individuen ab. Die genetische Vielfalt
ist gering, und das hat Folgen. Alarmierende Befunde «Einstein»
zeigt, wie Forschende den Gesundheitszustand der Schweizer Luchse
untersuchen. Im Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit in Bern
werden tot aufgefundene Tiere analysiert. Dabei stiessen die
Fachleute auf ein Rätsel: Immer wieder starben junge Luchse ohne
erkennbare Ursache. Die Spur führt zu einer genetischen Erkrankung
– erstmals wissenschaftlich nachgewiesen. Betroffen ist
ausgerechnet die jüngste Population in der Nordostschweiz. Mehr
Austausch und frisches Blut Generell häufen sich zudem seit
längerem auch Herzfehler. Fachleute warnen: Ohne frisches Erbgut
könnten die Schweizer Luchse immer kränker werden und der Bestand
langfristig schrumpfen. Ein Problem: Die isolierten Populationen im
Jura, in den Alpen und der Nordwestschweiz tauschen kaum Gene aus.
Einerseits soll nun dieser Austausch unter den Gebieten gefördert
werden, andererseits fordern Fachleute auch die Aussiedlung neuer
Luchse aus dem Ausland. Doch die Umsetzung ist komplex: Sie
erfordert internationale Kooperation, rechtliche Abklärungen und
die Akzeptanz der Bevölkerung.
Zürich auf den Weg in die Freiheit – als Hoffnungsträgerin für ihre
Art. Für die Schweizer Luchse hingegen häufen sich die
Alarmzeichen: Eine neu entdeckte Erbkrankheit zeigt die Folgen von
Inzucht und des fehlenden Gen-Austauschs. Freya auf Reisen Die
Sendung begleitet das junge Luchsweibchen Freya vom Wildnispark
Zürich in Langnau bis zur Auswilderung in den Wäldern
Ostdeutschlands. Dort soll sie helfen, eine stabile Population
aufzubauen. Freyas Reise führt zuerst in ein spezielles Gehege in
Thüringen, wo sie mehrere Monate auf die Freiheit vorbereitet wird,
bevor sie ausgewildert wird. Warum die Schweiz Luchse exportiert
und selbst Probleme hat Während Freya in Deutschland mithilft, die
junge Luchspopulation zu stärken, kämpft die Schweiz mit den Folgen
der eigenen Pionierarbeit. Vor über fünfzig Jahren wurden hier die
ersten Tiere ausgewildert – eine Erfolgsgeschichte, die den Luchs
zurück in die Alpen und den Jura brachte. Heute leben rund 340
erwachsene Luchse in der Schweiz, die grösste Population
Westeuropas. Doch die Erfolgsgeschichte hat einen Schatten: Alle
Tiere stammen von wenigen Individuen ab. Die genetische Vielfalt
ist gering, und das hat Folgen. Alarmierende Befunde «Einstein»
zeigt, wie Forschende den Gesundheitszustand der Schweizer Luchse
untersuchen. Im Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit in Bern
werden tot aufgefundene Tiere analysiert. Dabei stiessen die
Fachleute auf ein Rätsel: Immer wieder starben junge Luchse ohne
erkennbare Ursache. Die Spur führt zu einer genetischen Erkrankung
– erstmals wissenschaftlich nachgewiesen. Betroffen ist
ausgerechnet die jüngste Population in der Nordostschweiz. Mehr
Austausch und frisches Blut Generell häufen sich zudem seit
längerem auch Herzfehler. Fachleute warnen: Ohne frisches Erbgut
könnten die Schweizer Luchse immer kränker werden und der Bestand
langfristig schrumpfen. Ein Problem: Die isolierten Populationen im
Jura, in den Alpen und der Nordwestschweiz tauschen kaum Gene aus.
Einerseits soll nun dieser Austausch unter den Gebieten gefördert
werden, andererseits fordern Fachleute auch die Aussiedlung neuer
Luchse aus dem Ausland. Doch die Umsetzung ist komplex: Sie
erfordert internationale Kooperation, rechtliche Abklärungen und
die Akzeptanz der Bevölkerung.
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