Folge 67: Interview mit Michael Sammer

Folge 67: Interview mit Michael Sammer

37 Minuten

Beschreibung

vor 4 Wochen

In dieser ersten Podcastfolge 2026 geht es bewusst nicht um
Termine, Jahresplanung oder Ankündigungen. Stattdessen nehme ich
mir Zeit für ein ausführliches Gespräch mit Michael
Sammer, dem Kopf hinter Sammer
Harmonika, einem der spannendsten Instrumentenbauer der
steirischen Harmonika-Szene.





Michael erzählt sehr offen von seinem Weg zur steirischen
Harmonika. Aufgewachsen in der Weststeiermark war das Instrument
in seiner Familie immer präsent, auch wenn sein eigener
musikalischer Start zunächst über die Trompete führte . Ein
Schulpraktikum in einer Harmonika-Werkstatt wurde schließlich zum
Wendepunkt und legte den Grundstein für seine Ausbildung zum
Harmonika-Macher.


Im Gespräch geht es um die handwerkliche Ausbildung, die Jahre
bei Strasser, seine Tätigkeit in Stimmung und Endkontrolle sowie
um seine Leidenschaft für die Restaurierung alter Instrumente ️.
Gerade diese Arbeit zeigt, wie viel Erfahrung, Geduld und Wissen
nötig sind, um Harmonikas spielbar zu erhalten, die für viele
Menschen einen hohen ideellen Wert haben.


Ein zentraler Teil der Folge widmet sich der Entstehung der
Sammer-Harmonikas. Michael beschreibt, wie aus Reparaturen,
Gesprächen mit Musikern und der Zusammenarbeit mit seinem Bruder
Schritt für Schritt eine eigene Instrumentenlinie entstanden ist.
Nicht als Kopie bestehender Modelle, sondern mit einer klaren
eigenen Handschrift – technisch, optisch und im Spielgefühl ️.


Wir sprechen ausführlich über Materialien, Gewicht und Mechanik,
über den Einsatz von Bergfichte und darüber, warum das Gehäuse
bei der Harmonika zwar kein klassischer Klangkörper ist, sich
aber sehr wohl auf Spielkomfort und Handhabung auswirkt.
Besonders spannend ist der Ansatz, Instrumente individuell auf
den Spieler einzustellen – etwa durch Anpassung von Ansprache,
Stimmung und Federdruck.


Natürlich kommen auch die verschiedenen Modellreihen zur Sprache:
vom Einsteigerinstrument Anklang über die
klassischen Grand-Edelholz-Modelle bis hin zur kompromisslosen
Profiharmonika Empor, die gemeinsam mit Raphael
Kühberger entwickelt wurde . Dabei wird sehr klar betont, dass
das teuerste Instrument nicht automatisch das beste ist, sondern
immer das, das zur Spielweise und zum persönlichen Stand passt.


Zum Abschluss geht es um ein Thema, das beiden besonders wichtig
ist: Harmonikas sollte man ausprobieren, vergleichen und fühlen .
Der persönliche Besuch beim Hersteller oder Fachhändler ist durch
nichts zu ersetzen und hilft, Fehlkäufe zu vermeiden.


Viel Freude beim Hören


lg Adrian 🪗

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