Die Ozeandekade: Wissen, Verantwortung, Zukunft – Steffen Knodt im Gespräch
Die UN-Ozeandekade, Bildung und konkrete Wege zum Meeresschutz
31 Minuten
Podcast
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Marcella Hansch im Gespräch mit den Zukunftsgestalterinnen und -gestaltern der Meere
Beschreibung
vor 1 Tag
In dieser Folge von Stimmen der Meere spricht Marcella Hansch mit
Steffen Knodt, Ingenieur, Industrieexperte und Mitglied des
Ozeandekaden-Komitees Deutschland (ODK). Gemeinsam werfen sie
einen Blick auf die UN-Ozeandekade, ihre Ziele – und darauf,
warum die Meere für unser Leben an Land unverzichtbar sind.
Warum die Ozeandekade so wichtig ist
Die Meere spielen in den globalen Nachhaltigkeitszielen bislang
eine untergeordnete Rolle – obwohl sie zentral für Klima, Wetter,
Nahrungsmittel, Biodiversität und den globalen Stoffkreislauf
sind. Die UN-Ozeandekade (2021–2030) soll das ändern: Sie will
Meereswissenschaft stärken und dieses Wissen in konkretes Handeln
übersetzen.
Das Ozeandekaden-Komitee Deutschland
Das ODK koordiniert die Aktivitäten der Ozeandekade in
Deutschland. Es arbeitet ehrenamtlich, interdisziplinär und
international – mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Industrie,
Kultur und Zivilgesellschaft. Unterstützt wird das Komitee von
Botschafter:innen und einem breiten Netzwerk aus
Forschungsinstituten, NGOs und Bildungsakteuren in ganz
Deutschland.
Ein zentrales Anliegen: komplexe Zusammenhänge verständlich
machen und die Ozeandekade in die Gesellschaft tragen – auch
fernab der Küsten.
Was aktuell besonders bewegt
• steigende Meerestemperaturen und ihre Folgen für Klima und
Wetter
• Korallenriffe als Frühwarnsystem für den Zustand der Ozeane
• Plastikmüll und Mikroplastik als langfristiges, oft
unsichtbares Problem
• Überfischung und die Bedeutung kleinteiliger, nachhaltiger
Fischerei
• Küstennahe Lösungen wie Seegraswiesen, Mangroven und
Algenwälder, die gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften umgesetzt
werden
Bildung als Schlüssel
Ein zentrales Thema der Folge ist die Bedeutung von Bildung und
frühzeitiger Sensibilisierung. Wer Zusammenhänge versteht,
erkennt auch, warum scheinbar kleine Maßnahmen wichtig sind – und
warum Verantwortung nicht erst im Meer beginnt, sondern an Land.
Was jede:r tun kann
• das eigene Verhalten in Bezug auf Wasser, Konsum und Abfall
reflektieren
• Organisationen und lokale Initiativen unterstützen
• sich informieren, vernetzen und Meeresthemen sichtbar machen
• verstehen, dass alles, was wir an Land tun, früher oder später
im Meer ankommt
Ausblick
Zur Halbzeit der Ozeandekade geht es weniger um starre Zielmarken
als um langfristige Wirkung: Die Meere sollen stärker als
gemeinsames Erbe der Menschheit verstanden werden – mit klar
verankerter Verantwortung auf politischer, gesellschaftlicher und
individueller Ebene.
Buchempfehlung aus der Folge
Zukunftslust von Prof. Dr. Achim Kampker,
https://www.droemer-knaur.de/buch/prof-dr-achim-kampker-zukunftslust-9783963402999
Mehr zur Ozeandekade:
https://ozeandekade.de
Links Stimme der Meere:
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