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vor 1 Monat
Konsum hat ja nicht nur eine materielle Komponente. Warum gilt es
als moralisch überlegen, wenig zu besitzen – aber niemand lobt
diejenigen, die keine Freunde oder Freizeitaktivitäten
„konsumieren“? Ist es nicht sehr eng gedacht, Konsum in erster
Linie auf materielle Aspekte zu reduzieren? Wem tut’s eigentlich
mehr weh: Dem, der verzichten muss, weil er nicht konsumieren
kann – oder dem, der verzichtet obwohl er konsumieren könnte und
niemand merkt, dass er oder sie auf Konsum verzichtet hat? Und
ist Moral vielleicht sogar eine Art Konsumersatz?Klaus-Jürgen
Grün und Irina Kummert sprechen über Konsum.
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