Revolution Train - Drogenpräventionsprojekt für Jugendliche

Revolution Train - Drogenpräventionsprojekt für Jugendliche

21 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten

Der Rotary Club Erfurt-Gloriosa hat eine neue Ausgabe seines
Podcasts „Gloriosa – Der Rotary-Podcast aus
Erfurt“ veröffentlicht. Die Folge wurde an einem
ungewöhnlichen Ort aufgenommen: im Revolution
Train, einem europaweit einzigartigen Zug, der
Jugendliche auf eindrückliche Weise über die Gefahren von
Drogenmissbrauch aufklärt. Er machte im September im Rahmen einer
Herbsttour in mehreren Ländern auch in Erfurt Halt.





In der aktuellen Episode diskutieren
Rotary-Mitglied Marion Eich-Born,
Vorsitzende des Vereins SuPEr e.V. (Suchtprävention Erfurt) und
die 17-jährige Schülerin Mariella Fuchs,
die als Freiwillige im Zug mitarbeitet und Jugendliche
informiert..


Der Revolution Train erzählt in einem eindrucksvollen Erlebnis
die fiktive Geschichte von sechs Freunden, die mit Drogen in
Kontakt kommen. Durch die interaktiven Stationen und Rollenspiele
im Zuginneren und die wirklichkeitsnah nachgebauten Schauplätze,
wie ein Drogennest oder ein Verhörraum mit Arrestzelle, werden
die Jugendlichen zur Reflexion angeregt.


Marion Eich-Born erklärt, dass der Zug eine direkte Antwort auf
das Drogenproblem in Erfurt ist. Ihr Verein SuPEr e.V. wurde
gegründet, um das Projekt zu finanzieren und nach Thüringen zu
holen. Der Rotary Club Erfurt-Gloriosa unterstützte dies in
diesem Jahr wieder mit 2000€ finanziell, ebenso wie das Projekt
von weiteren Rotary-Clubs und Service-Clubs der Stadt unterstützt
wird. „Es war eine wunderbare Kooperation, die zeigt, wie ernst
das Problem gesehen wird“, so Eich-Born.


Mariella Fuchs teilt ihre persönlichen Eindrücke als junge
Freiwillige und betont, wie die authentische Gestaltung des Zuges
die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken bringt. Sie
berichtet, dass die stärksten Reaktionen oft bei den Szenen
ausgelöst werden, in denen die physischen Folgen des
Drogenkonsums gezeigt werden. 


Ihr wichtigstes Fazit aus ihrer Arbeit ist, dass es entscheidend
ist, den Jugendlichen Mut zu machen, Nein zu
sagen und sich auch mit Problemen an andere zu
wenden. „Man ist nie alleine“, so ihre Botschaft.


Die neue Podcast-Folge beleuchtet nicht nur die Bedeutung des
Revolution Train als Präventionsprojekt, sondern unterstreicht
auch die Wichtigkeit, jungen Menschen grundlegende
Lebenskompetenzen und Selbstbewusstsein zu vermitteln. Das
Gespräch führte Jochen Fasco, Rotary-Club Erfurt-Gloriosa.





Über den Revolution Train:


Der Revolution
Train https://www.revolutiontrain.de/ ist ein mobiles,
interaktives Drogenpräventionsprojekt aus Tschechien, das in
einem umgebauten, 170 Meter langen Zug untergebracht ist.
Initiiert wurde das Projekt von Pavel Tuma vom tschechischen
Stiftungsfonds „Neues Tschechien“, dessen persönliche Motivation
auf den Drogentod eines guten Freundes zurückgeht. Besucher,
hauptsächlich Schülerinnen und Schüler, durchlaufen in den
Waggons eine multimediale und sinnlich erlebbare Geschichte, die
den Weg einer Gruppe Jugendlicher in die Drogensucht nachzeichnet
– von einer Party über einen simulierten Autounfall bis hin zu
einer Gefängniszelle. Das Projekt wird mit dem Ziel verbunden,
die Gefahren von Sucht nicht nur zu erklären, sondern emotional
„erlebbar“ zu machen, um Jugendliche zu bewussten und gesunden
Lebensentscheidungen zu motivieren. Gleichzeitig ist der Zug auch
Gegenstand von Fachkritik, die den pädagogischen Ansatz der
Abschreckung als veraltet bemängelt.

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