Von der Wehrpflicht
Mein Leben gehört mir: Warum ich nicht töte und nicht in den Krieg
gehe.
7 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Tag
Yael formuliert einen konsequenten, bewusst undiskutierten
Standpunkt: Das eigene Leben gehört ausschließlich einem selbst –
weder Staat, politisches System noch Religion dürfen beanspruchen,
dass jemand töten oder sterben soll. Vor dem Hintergrund von Krieg,
Ausbeutung und der Zerstörung unzähliger Leben wirkt diese Haltung
wie ein „Luxus“, wird aber dennoch als moralisch legitim
verteidigt. Auslöser ist ein Beschluss des Deutschen Bundestags zur
Einführung einer Vorstufe der Wehrpflicht: Junge Männer sollen ihre
Bereitschaft zum Waffendienst angeben und werden gemustert; Frauen
können freiwillig teilnehmen. Yael stellt die Grundfrage nach der
Legitimität staatlicher Kriegsforderungen und verneint sie
kategorisch. Yael räumt ein, dafür als egoistisch gelten zu können,
betont jedoch seine gelebte Solidarität (Zivildienst, Unterstützung
hilfsbedürftiger Menschen) und unterscheidet klar zwischen
gesellschaftlichem Engagement und bewaffnetem Dienst. Gleichzeitig
erkennt Yael historische Gegenargumente an (z. B. Befreiung vom
Nationalsozialismus), leitet daraus aber gerade das heutige Recht
ab, nicht kämpfen zu müssen. Die schrittweise Wiedereinführung der
Wehrpflicht wird als Belastung jungen Lebens kritisiert –
insbesondere vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit – sowie die
Präsenz der Bundeswehr an Schulen, die als mögliche Werbung und
Einflussnahme auf Wehrbereitschaft problematisiert wird.
Abschließend wird der Standpunkt mit Sandburgs Satz zugespitzt:
„Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“
Standpunkt: Das eigene Leben gehört ausschließlich einem selbst –
weder Staat, politisches System noch Religion dürfen beanspruchen,
dass jemand töten oder sterben soll. Vor dem Hintergrund von Krieg,
Ausbeutung und der Zerstörung unzähliger Leben wirkt diese Haltung
wie ein „Luxus“, wird aber dennoch als moralisch legitim
verteidigt. Auslöser ist ein Beschluss des Deutschen Bundestags zur
Einführung einer Vorstufe der Wehrpflicht: Junge Männer sollen ihre
Bereitschaft zum Waffendienst angeben und werden gemustert; Frauen
können freiwillig teilnehmen. Yael stellt die Grundfrage nach der
Legitimität staatlicher Kriegsforderungen und verneint sie
kategorisch. Yael räumt ein, dafür als egoistisch gelten zu können,
betont jedoch seine gelebte Solidarität (Zivildienst, Unterstützung
hilfsbedürftiger Menschen) und unterscheidet klar zwischen
gesellschaftlichem Engagement und bewaffnetem Dienst. Gleichzeitig
erkennt Yael historische Gegenargumente an (z. B. Befreiung vom
Nationalsozialismus), leitet daraus aber gerade das heutige Recht
ab, nicht kämpfen zu müssen. Die schrittweise Wiedereinführung der
Wehrpflicht wird als Belastung jungen Lebens kritisiert –
insbesondere vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit – sowie die
Präsenz der Bundeswehr an Schulen, die als mögliche Werbung und
Einflussnahme auf Wehrbereitschaft problematisiert wird.
Abschließend wird der Standpunkt mit Sandburgs Satz zugespitzt:
„Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.“
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