#63 Rohstoffhändler Andreas Kroll über Chinas Monopol bei Seltenen Erden
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vor 6 Monaten
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: China baut bis zu 60
Prozent aller Seltenen Erden weltweit ab, bei der Verarbeitung
der Rohstoffe beträgt der Anteil sogar knapp 90 Prozent. Die
Folgen sind immens: Fast alle Zukunftsbranchen, aber auch die
Produktion neuer Militärtechnik, hängen de facto auch vom
Wohlwollen der chinesischen Staatsführung ab.
Andreas Kroll, Finanzmarktanalyst und einer der wichtigsten
europäischen Rohstoffhändler für Seltene Erden, erklärt mir in
der aktuellen Folge des Beijing Briefing, dass
das quasi-Monopol des chinesischen Staates vor allem ein Produkt
jahrzehntelanger Industriepolitik ist. Der Westen hat das
schmutzige Geschäft der Seltenen Erden früher nur allzu gern den
Chinesen überlassen - und bezahlt nun mit einer krassen
Abhängigkeit und Erpressbarkeit. Denn für mehrere der Rohstoffe
hat Peking mittlerweile strikte Ausfuhrbeschränkungen eingeführt.
Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, dem kann ich
nur wärmstes das kürzlich erschienene Buch von Andreas Kroll
empfehlen, das er gemeinsam mit dem Co-Autor Andreas Pietsch
verfasst hat: "Das Kokain der Industrie". Darin schildern die
beiden, wie Seltene Erden zur geopolitischen Waffe wurde, und wie
sich Europa von der Abhängigkeit Chinas lösen kann.
Viel Spaß beim Hören!
Buch: Das Kokain der Industrie
Kontakt: BeijingBriefing@gmail.com
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