#9 Sebastian Kaindl - Athlet trotz normalem Leben | Dialog
1 Stunde 55 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Inhalt: Meine Meditationsreise und wie man sie
nachmachen kann.
Coaching: https://me-improved.de/coaching
Newsletter:
https://mailchi.mp/c8fd28524d7f/newsletter
Buch: Reflexion und Analyse des Lebenswandels
https://www.amazon.de/dp/1979748594
Sebastian Kaindl:
https://www.kaindl-athletic-system.com/
Sebastian als „Trainingsnerd“:
Charakterisierung durch eine zweckfreie Faszination für das
Thema Training.
Wissenschaftlicher Anspruch: Die Parallele
zwischen der „Liebe zum Wissen“ (Agendafreiheit) und einer
fundierten Auseinandersetzung mit sportlichen Prozessen.
Definitionen von Zone 2:
Physiologische Vorteile: Gezielte Entwicklung
des aeroben Systems bei minimaler anaerober Belastung;
ermöglicht hohen Umfang im Profisport während
Regenerationsphasen.
Der „Cozy Cardio“-Trend: Kritik an der
TikTok-Inszenierung von Training als reines Wellness- und
Selfcare-Ereignis (Kerzen, Musik) ohne echten
Leistungsanspruch.
Mentale Energie als limitierender Faktor: Zone
2 als wertvolle Methode für Menschen mit stressigem Alltag, da
die Einstiegshürde gering ist und die psychische Energie
geschont wird.
Körpergefühl vs. Metriken: Warum das
subjektive Belastungsempfinden (RPE) oft verlässlicher ist als
technische Messwerte (Laktat, Puls), illustriert am Beispiel
von Weltklasseathleten wie Tadej Pogačar.
Konzept der Critical Power: Übertragung von
Ausdauerprinzipien auf den Kraftsport durch hohe Dichte, kurze
Pausen und submaximale Gewichte.
Kritik an der Texas Method: Ablehnung starrer
Systeme nach Mark Rippetoe zugunsten einer dynamischeren
Trainingsgestaltung.
Das EMOM-Prinzip: Sebastians Experiment mit
200 kg Kniebeugen im Minutentakt (Every Minute on the Minute)
über 34 Minuten zur Steigerung der Arbeitskapazität.
Neuromuskuläre Aktivierung: Das Risiko, durch
eine zu hohe allgemeine Fitness die Fähigkeit zu verlieren,
maximale neuronale Reize für Höchstleistungen (1RM) abzurufen.
Die „Golden Zone“: Effizientes Training im
Bereich von 70–85 % des 1RM als Volumenfüller ohne
Substanzverlust.
Systematik nach Dietmar Wolf: Hochfrequentes
Training (z. B. 5–6 Mal Kniebeugen pro Woche) als Schlüssel zum
Erfolg der norwegischen Nationalmannschaft.
Double Threshold: Die wissenschaftlich
fundierte Übertragung der Schwellen-Philosophie aus dem
Ausdauersport auf das Powerlifting.
Zeitpunkt vs. Zustand: Leistungssportler
trainieren auf einen Peak (Wettkampf) hin, während
Alltagsathleten eine dauerhafte körperliche Substanz anstreben
sollten.
Kritik am Peaking: Für Freizeitsportler ist
das Zuspitzten der Form oft nur eine Beseitigung von Ermüdung,
die jedoch unnötige Verletzungsrisiken birgt.
Beispiel Hyrox: Die Gefahr der Überschätzung
spezifischer Vorbereitung gegenüber einer starken allgemeinen
Basis.
Handlungsklarheit: Sport als Schutzraum gegen
die Unklarheit der Moderne; Parallelen zur Strukturierung des
Bewusstseins durch Social Media.
Freiheit durch Planung: Das Prinzip
„Constraints drive creativity“ – Feste Trainingspläne
reduzieren Entscheidungsstress und ermöglichen ein meditatives
Aufgehen in der Einheit.
Identitätsmanagement: Kritik an der engen
Identifikation als „Spezialist“ (z. B. Powerlifter); Plädoyer
für das Selbstbild als allgemeiner „Athlet“.
Biografische Reflexion: Die Warnung vor
unsystematischer körperlicher Ausbeutung am Beispiel des Vaters
(„Maloche“).
Realismus vs. Ego: Die bewusste Entscheidung,
riskante Leistungen (z. B. Sprünge über sechs Treppenstufen) im
Alter aufzugeben.
Die „Barbell Strategy“ des Alterns: Ein
psychologischer Trick – sich an Jüngeren messen (für den
Erfolg), aber das Alter als legitime Entschuldigung für
Rückschläge bereithalten.
Sinn über Glück: Die Erkenntnis, dass
Belastung und Sinnhaftigkeit im Training wichtiger sind als
bloßes Wohlbefinden oder Fortschrittsglaube.
Resümee über die Notwendigkeit von Zielen und
Fortschrittskontrolle für ein sinnhaftes sportliches Leben.
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