Folge 86: Wie wird ein Mensch programmiert?

Folge 86: Wie wird ein Mensch programmiert?

Gassi mit dem Robodog und 5000 Stunden verlorene Kindheit
1 Stunde 7 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen
Heute will Anke ihr Filztalent ausleben, damit es ein spannendes
neues, mit vielen Schweinehintern flankiertes, Jahr wird und sie es
nicht nur mit sozialen Robotern verbringen muss. Denn was vor
einigen Jahren noch Science-Fiction war, verhindert schon jetzt,
dass Kinder die Welt kennenlernen. Technik ändert sich exponentiell
schnell. So sind inzwischen Simultandolmetscher überflüssig, auch
wenn sie Gefühle einordnen können. Dadurch wird inneres Vertrauen
als Kompetenz eventuell verkümmern, besonders dann, wenn emotionale
Bindungen zu Maschinen bedeutsamer werden. Wir beobachten, dass
schwarze Kästchen schon wichtig für Babys sind und Therapieroboter
sehr erfolgreich. Wir vermuten, die Entwicklungsgrenzen werden
zunehmend lockerer, da es schon jetzt Verheiratungen mit Robotern
gibt. Ehe möchte Anke das nicht nennen, das ist ihr zu viel
Anthropomorphisierung. Die Frage „Wie menschlich sind Roboter?“
wird bald mindestens so wichtig für Menschen, wie das Thema
Langeweile für Faultier Frieda. Sicher sind wir uns bei folgenden
Punkten: Wenn man mit anderen Menschen mitschwingen will, muss man
Bedürfnisse aufschieben können und darf nicht davon ausgehen, über
andere verfügen zu können. Und nur dann, wenn Menschen über ihre
eigenen Körper verfügen, gewisse emotionale und motorische
Fähigkeiten beherrschen, können sie freudvoll Wäsche zusammenlegen
und zu Löwenmüttern werden, so wie Claudija eine ist. Sobald wir
das Fühlen verlernen, finden wir uns zwar gut auf Holodecks
zurecht, aber nicht mehr im Land der Ambiguitätstoleranzen und
Freundentänze. Nur dort gibt es aber wahrhaftige Beziehungen und
Verantwortlichkeiten. Wir hoffen sehr, dass Menschen sich weder in
Knigge-Kursen noch in Stranger Things verlieren und wir tun alles
dafür, dass uns Eiswasserbaden und verknotete Beine täglich an
unser Menschsein binden. Wir sind uns sicher: Dann macht uns das
Leben Freude und nur mit vui Gfui (viel Gefühl) werden wir noch
lange Herzleuchten sehen und nicht nur kaltfarbiges LED-Licht.
Shine On! Claudija Stolz https://www.claudijastolz.com
https://fruehe-bindung.de Dr. Anke Elisabeth Ballmann
https://www.ankeelisabethballmann.de https://www.lernmeer.de
https://www.stiftung-gewaltfreie-kindheit.de

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