Warum wir uns selbst belügen – Selbsterkenntnis vs. Selbsttäuschung
35 Minuten
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vor 6 Tagen
Willkommen zu einer beruhigenden Reise in die Psychologie der
Selbsttäuschung und die verborgenen Mechanismen, die uns dazu
bringen, unangenehme Wahrheiten zu verdrängen. Diese Folge
erklärt, warum wir uns selbst belügen und wie wir ehrlicher
werden können.
Du erfährst, wie kognitive Dissonanz funktioniert: Das Unbehagen
widersprüchlicher Überzeugungen treibt uns, die Realität zu
verbiegen statt unser Selbstbild zu ändern. Festingers berühmte
Experimente zeigten, dass wir unsere Meinungen ändern um unser
Verhalten zu rechtfertigen, nicht umgekehrt.
Vielfältige Mechanismen ermöglichen Selbsttäuschung: Der
Bestätigungsfehler lässt uns nur sehen was wir glauben wollen.
Die selbstwertdienliche Verzerrung schreibt Erfolge uns und
Misserfolge anderen zu. Der Rückschaufehler lässt uns glauben wir
hätten es gewusst. Die Illusion der Kontrolle gibt uns mehr Macht
als wir haben.
Selbsttäuschung hat auch Funktionen: Sie schützt das
Selbstwertgefühl, hilft bei der Überzeugung anderer, reduziert
Angst. Interessanterweise sehen Menschen mit leichter Depression
die Welt oft realistischer, aber das macht sie nicht glücklicher.
Perfekte Selbsterkenntnis ist nicht unbedingt das Ziel, es geht
um Balance.
Sechs Strategien helfen: Achtsamkeit kultivieren, aktiv Feedback
suchen, Gewissheiten hinterfragen, Reflexions-Tagebuch führen,
ehrliche Beziehungen pflegen, Demut entwickeln.
Die Kernbotschaft: Du brauchst nicht perfekt ehrlich zu sein.
Aber wachsamer werden, das kannst du.
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