Geschichte der Henker: Ehre und Unehrlichkeit in der Frühen Neuzeit

Geschichte der Henker: Ehre und Unehrlichkeit in der Frühen Neuzeit

1 Stunde 21 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Warum hat der Henker in unserer Vorstellung eine schwarze Kapuze
auf? Warum wurden manche Berufe in der Frühen Neuzeit als
„unehrlich“ gebrandmarkt – und was bedeutete das konkret für
Betroffene?


In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Jutta
Nowosadko über das Leben und Wirken von Scharfrichtern
in der frühen Neuzeit in Deutschland, über das berühmte
„Tagebuch“ des Franz Schmidt, den rechtlichen Begriff der
Unehrlichkeit – und darüber, wie die Romantik unser Bild vom
Henker bis heute geprägt hat. Eine Folge über Recht, Gewalt,
Stigma und das Spektakel der Gerechtigkeit.


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#scharfrichter


Kapitel:


00:00 – Kann ein Henker ruhig schlafen?


02:00 – Einführung: Henker, Unehre und frühe Neuzeit


05:30 – Was ist „Ehre“? Gesellschaftsbild der Frühen Neuzeit


12:00 – Der unehrliche Beruf: Ausschluss, Alltag, Ambivalenz


18:00 – Vom Akkusationsprozess zur Inquisition: Wandel des Rechts


25:00 – Die Carolina: Staatliches Gewaltmonopol &
Strafordnung


30:00 – Franz Schmidt: Malefiz-Chronik & Nürnbergs Henker


37:00 – Öffentliche Hinrichtungen als Spektakel


42:00 – Der Henker als literarische Figur (Romantik vs. Realität)


49:00 – Henker als Heiler: Medizin, Anatomie, „Sünderfett“


56:00 – Das Ende der Scharfrichterdynastien im 19. Jahrhundert


01:03:00 – Die schwarze Kapuze – eine romantische Erfindung?


01:08:00 – Vom Schreckbild zum Antihelden: Henker in der
Popkultur


01:15:00 – Fazit: Was wir vom Henkerbild über Recht & Ordnung
lernen


01:18:00 – Outro & Dank an Prof. Dr. Jutta Nowosadko


Quellen & Literatur:


Jutta Nowosadko, Scharfrichter und Abdecker. Der Alltag
zweier „unehrlicher Berufe“ in der Frühen Neuzeit, Paderborn u.a.
1994, zugleich: Essen, Univ. Diss. phil., 1993.

Jutta Nowosadko, „Und nun alter, ehrlicher Franz“ – Die
Transformation des Scharfrichtermotivs am Bei­spiel einer
Nürnberger Malefizchronik, in: Internationales Archiv für
Sozialgeschichte der deutschen Literatur 31 (2006), S. 223-245.

Jutta Nowosadko, Zwischen Integration und Ausgrenzung.
„Unehrliche“ Fremde und alteingesessene „Un­ehrlichkeit“, in:
Essener Unikate, Heft 6/7 (1995, unveränderte Neuauflage 1999),
Geisteswissenschaft: Fremdsein – Historische Erfahrungen, S.
64-73.

Peter Preisendörfer: Staatsbildung als Königskunst, 2000.


https://www.pta-forum.de/ausgabe-092012/der-henker-als-heiler/


https://www.br.de/radio/bayern2/justiz-in-alter-zeit-zwischen-orthopaedie-und-folter-100.html


https://dn710601.ca.archive.org/0/items/bub_gb_sI5PAAAAYAAJ/bub_gb_sI5PAAAAYAAJ.pdf

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