Kundgebung: Enthüllung der koreanischen Friedensstatue am 8.März 25 in Köln
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vor 11 Monaten
CN: Krieg, sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung
Mitschnitt der Kundgebung am 8.März 2025 vor dem
NS-Dokumentationszentrum in Köln. Anlass war die Enthüllung der
sogenannten koreanischen Friedensstaue, die an die gewaltsame
Verschleppung und Zwangsprostitution von Mädchen und Frauen durch
das japanische Militär im zweiten Weltkrieg erinnert. Bis heute
weigert sich die japanische Regierung, die Gräueltaten an den
Mädchen und Frauen weder zuzugeben noch Entschädigungen an die
Betroffenen zu zahlen und versucht auf allen Ebenen, die
Veröffentlichung der Menschenrechtsverletzungen zu vertuschen, in
Deutschland wurde oft dem diplomatischen Druck Japans nachgegeben
und auch in Köln hatte die Oberbürgermeisterin zunächst die
Aufstellung der Statue nicht bewilligt.
Um die Statue als ein allgemeines Symbol gegen sexualisierte
Gewalt gegen Mädchen und Frauen, hat sich ein Diskurs zu
Erinnerungskulturen zwischen lokaler, staatlicher und
diplomatischer Ebene entwickelt.
Bei der Enthüllung informiert Nataly Jung-Hwa Han (Korea-Verband,
Berlin) über den historischen Hintergrund, Monika Hauser (medica
mondiale, Köln) über sexualisierte Gewalt in aktuellen Kriegen
und Behshid Najafi (agisra e.V., Köln) über Frauen, die aufgrund
dieser Menschenrechtsverletzungen auf der Flucht sind.
Der geschichtliche Hintergrund zur koreanischen Friendesstatue:
etwa 200.000 Mädchen und Frauen aus Asien und der Pazifikregion
wurden im Zweiten Weltkrieg in die Militärbordelle der
japanischen Streitkräfte verschleppt. Sie wurden von den Japanern
Comfort Women (Trostfrauen) genannt. Jahrzehnte lang sprach keine
der Betroffenen über ihr Schicksal. Erst 1991 ging Kim Hak-Soon
als Erste an die Öffentlichkeit. Seitdem gibt es jeden Mittwoch
eine Demonstration von ehemaligen „Trostfrauen“ vor der
japanischen Botschaft in der koreanischen Hauptstadt Seoul, die
Entschuldigungen und Entschädigungen für die japanischen
Kriegsverbrechen fordern. 2011 fand dort schon die 1000.
Demonstration statt. Aus diesem Anlass wurde die Skulptur eines
minderjährigen Mädchens aufgestellt: die Friedensstatue –
entworfen von dem koreanischen Künstlerehepaar Kim Seo-Kyung und
Kim Eun-Sung. Kopien davon wurden seitdem in Australien, den USA,
Kanada und Europa aufgestellt und nun während des
Ausstellungszeitraums auch vor dem NS-DOK in Köln.
Eine Veranstaltung vom NS-Dokumentationszentrum Köln zusammen
mit: Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt
Köln; Korea Verband e.V. (Berlin); Stiftung Asienhaus (Köln);
philippinenbüro e.V. (Köln); Philippine women‘s Forum Germany
e.V. / Babaylan Europe (Köln); medica mondiale (Köln); agisra
e.V. (Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und
Flüchtlingsfrauen in Köln); Frauen gegen Erwerbslosigkeit (Köln);
Paula e.V. (Köln) KunDgeBung
Die Enthüllung der Statue ist eine Begleitveranstaltung zur
Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“, die vom 8.
März bis 1. Juni 2025 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
zu sehen ist.
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