Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende

Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende

vor 6 Monaten
Das "Heizungsgesetz abschaffen" – das will die Koalition. Oder doch nicht? Wie kam es zu diesem Gesetz, warum war es ein Sargnagel für die Ampelkoalition und weshalb setzt sich die Wärmepumpe trotzdem immer mehr durch?
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Beschreibung

vor 6 Monaten
Wie werden wir in Zukunft, wenn Holz, Kohle, Öl und Gas immer mehr
an Akzeptanz verlieren, heizen? Kontroverse Antworten bestimmen und
prägen die Debatten politisch, wirtschaftlich und sozial und heizen
sie auf. "Wir haben Fehler gemacht", sagt Stefan Wenzel, ehemaliger
parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft
und Klimaschutz, im Rückblick. Zu groß wäre der mediale Widerstand
gegen moderne, aber vermeintlich teure und stromfressende
Wärmepumpen gewesen, zu groß das Beharrungsvermögen der
Hausbesitzer, die sich nicht vorschreiben lassen wollten, ihre
alten Öl- und Gaskessel rauszuschmeißen. Und so wurde das
Regierungsziel, 500.000 Wärmepumpen jährlich zu installieren, weit
verfehlt und die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum Fallstrick
für die Ampelkoalition.

Kurz nach dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung sagte Katherina
Reiche, die neue Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, der
Klimaschutz sei zuletzt vielleicht "überbetont" worden. Es brauche
eine "Neuausrichtung der Energiewende", aber keine "Lex
Wärmepumpe".  Dabei gilt auch für die neue Bundesregierung das
Pariser Abkommen und die Aussage: Deutschland muss bis 2045
klimaneutral sein. Noch aber stammen drei Viertel der genutzten
Heizenergie aus Öl oder Gas. Der Gebäudesektor verfehlt deshalb
regelmäßig die Klimaziele. Deutschland muss das Tempo also
anziehen. Die Doku geht der Frage nach, ob Deutschland die
Wärmewende noch schaffen kann – trotz globalem Handelskonflikt,
hartem Wettbewerb und neuer politischer Rahmenbedingungen.

Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende
ARD-Radiofeature von Lydia Jakobi und Tobias Barth
Ton und Technik: Steffen Brosig und Holger König
Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: MDR 2025
Verfügbar bis 4. August 2026
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