Der Kioskknüller

Der Kioskknüller

vor 8 Monaten
Figarino ist der Kaugummi ausgegangen. Er schickt Long John los, um neuen zu holen. Der bringt den leckersten Kaugummi, den Figarino je hatte. Und den gab es: am Kiosk!
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Beschreibung

vor 8 Monaten
Figarino ist der Kaugummi ausgegangen. Er schickt Long John los, um
neuen zu holen. Der bringt den leckersten Kaugummi, den Figarino je
hatte. Und den gab es: am Kiosk!

Das Wort "Kiosk" klingt für uns nach Büdchen, Cola und Schokoriegel
- hat aber einen ziemlich spannenden Ursprung: Es kommt nämlich aus
dem Persischen und bezeichnete ursprünglich ein kleines sechs- oder
achteckiges Pavillon-Häuschen. Im islamischen Kulturraum standen
darin Brunnen, oft in oder neben Moscheen, und vor über 400 Jahren
konnte man solche Pavillons auch in Städten wie Istanbul oder Kairo
finden. Im 18. Jahrhundert schwappte die Idee dann nach Europa -
hier allerdings ohne Brunnen, dafür als schicke Aussichtspunkte in
Parks und Gärten. Von dort konnte man gemütlich ins Grüne schauen
oder sich bei Regen unterstellen.

Im Ruhrgebiet, im Rheinland und rund um Hannover heißen Kioske bis
heute oft "Trinkhallen". Um 1850 herum waren sie enorm praktisch,
denn vor den vielen Fabriken der Region versorgten die kleinen
Buden die Arbeiter mit Mineralwasser.

So richtig zu dem, was wir heute unter einem Kiosk verstehen,
wurden die Buden aber erst später: kleine Verkaufsstellen, mal
Trinkhalle, mal Späti, mal einfach nur Büdchen genannt. Verkauft
wurde alles, was man so braucht - von Getränken und Zeitungen über
Tabakwaren bis zu den obligatorischen Süßigkeiten. Viele Kioske
hatten (und haben) fast rund um die Uhr geöffnet und wurden dadurch
zum echten Treffpunkt im Wohnviertel. Heute sehen sie längst nicht
mehr nur wie Pavillons aus - manche sind rechteckig, andere rund
und wieder andere erinnern eher an einen Pilz.

Das Herzstück jedes Kiosks ist aber die berühmte Durchreiche. Ein
kleines Fenster, durch das die Kioskbetreiberin oder der
Kioskbetreiber dir direkt dein Getränk, Eis oder Schokoriegel
reicht. Genau dieses Setup sorgt bis heute für die typische
"Kioskkultur": Man kommt easy ins Gespräch, trifft Nachbarn aus dem
Viertel und bleibt gern mal für einen kurzen Plausch stehen.

Und natürlich haben sich die Kioske längst weiterentwickelt. Neben
Cola, Gummibärchen und der Zeitung von heute bekommst du dort
inzwischen auch Kaffee, belegte Brötchen, Kaugummis, Chips,
Croissants, Schokoriegel, Handy-Ladekabel - eigentlich alles, was
man unterwegs brauchen könnte.

Autorin: Franziska Anna Opitz-Kark
Ton/technische Realisierung: Holger Kliemchen
Redaktion: Anna Pröhle
Verantwortliche Redakteurin: Sandra Manuela Hänel
Geeignet für Kinder ab 8 Jahren
Zu hören waren in den Rollen:
Long John Silver: Raschid Daniel Sidgi
Figarino: Raschid Daniel Sidgi
Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2025 
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