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“Black Rabbit” ist eine der stärkeren neuen Netflix-Serien dieses
Jahres. Schon in den ersten Minuten spürt man, dass hier nicht
einfach ein weiterer austauschbarer Thriller abgeliefert wurde.
Die Serie punktet mit einer dichten, atmosphärischen
Inszenierung, die das New Yorker Nachtleben ebenso glanzvoll wie
bedrohlich einfängt.

Jude Law überzeugt als Jake Friedken mit einer subtilen, fast
schon eleganten Zurückhaltung. Sein Spiel macht deutlich, wie
brüchig die Fassade des erfolgreichen Gastronomen ist. Jason
Bateman wiederum verkörpert den Bruder Vince mit einer Mischung
aus Tragik und unberechenbarer Energie. Die Chemie zwischen den
beiden ist das Herzstück der Serie.

Besonders gelungen ist, dass “Black Rabbit” klassische Themen wie
Schuld, Familie und Loyalität nicht platt erzählt, sondern in
Grautönen. Man sympathisiert mit Figuren, die moralisch längst
nicht mehr unantastbar sind. Auch Nebenfiguren wie die Köchin
Roxie oder der gehörlose Kredithai Joe Mancuso bekommen genug
Tiefe, um im Gedächtnis zu bleiben.

Optisch besticht die Serie durch eine düstere, körnige
Bildsprache, die an Filme der 1970er erinnert und perfekt zur
Story passt. Auch die Musik verstärkt die Spannung, ohne
aufdringlich zu wirken.

Natürlich ist “Black Rabbit” kein leichtes Entertainment, aber
gerade das macht ihren Reiz aus. Wer Serien wie “Ozark” oder
“Succession” mochte, wird hier fündig. “Black Rabbit” ist ein
vielschichtiges Drama mit Thriller-Elementen, das immer wieder
überrascht und seine Figuren ernst nimmt. Eine kluge und packende
Serie, die zeigt, dass Netflix nach wie vor in der Lage ist,
Qualität abzuliefern.

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„"Black Rabbit": Schuld hat viele Gesichter“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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