Er hat Manuel Neuers Hände, aber nicht seine Füße

Er hat Manuel Neuers Hände, aber nicht seine Füße

vor 10 Monaten
Bälle abwehren! Der Italiener Gianluigi Donnarumma beherrscht die Kernkompetenz eines Torwarts wie nur wenige andere. Warum er dennoch und trotz eines Champions-League-Titels seinen Verein verlassen musste, analysieren die Hosts des Fußballpodcasts.
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Beschreibung

vor 10 Monaten

Caspita! Noch nie haben die Hosts von Kicken kann er, dem
Fußballpodcast der ZEIT, einen italienischen Fußballer
analysiert. Dass sie sich nun Gianluigi Donnarumma, einem
Torwart, widmen, hat Gründe. Zum einen produziert Italien nicht
mehr so viele Spitzenfußballer wie einst. Und zum anderen ist
Donnarumma ein Guter.


"Donnarumma ist Italiens bester Fußballer und einer der besten
Torhüter der Welt“, sagt Oliver Fritsch. Der Keeper wirkt, als ob
er schon ewig dabei wäre, obwohl er erst 26 Jahre alt ist. Und
dennoch wurde sein Spiel von seinem Ex-Arbeitgeber Paris St.
Germain für zu veraltet befunden. Dabei war es der Italiener, der
in der vergangenen Saison einen sehr großen Anteil daran hatte,
dass PSG zum ersten Mal die Champions League gewinnen konnte.


"Er ist auf der Linie gleich stark wie Manuel Neuer", sagt
Fritsch, was einer Adlung gleichkommt. Donnarumma macht das Tor
klein, ist für seine Größe extrem schnell in den Ecken. "Wenn auf
jemanden die Phrase 'Er kratzt den Ball von der Linie‘ zutrifft,
dann auf ihn“, sagt Christian Spiller. Der Italiener ist quasi
ein Torwart-Torwart, der macht, wofür die Position erfunden
wurde: Bälle abwehren.


Doch das Torwartspiel hat sich weiterentwickelt. Mit dem Ball am
Fuß, sei es im Spielaufbau oder wenn es darum geht, die eigenen
Stürmer mit langen Pässen einzusetzen, hat Donnarumma Probleme.
Umso verwunderlicher, dass ihn ausgerechnet Manchester City haben
wollte, dessen Trainer Pep Guardiola mitspielende Torhüter
eigentlich wichtig sind.


Die Hosts reden auch über ihre fünf italienischen
Lieblingsfußballer, schwärmen von einem Abwehrspieler nach dem
anderen und fragen sich, ob das Fußballland Italien gerade seine
Identität verliert. Außerdem im Podcast: Oli Fritschs eigene
Erfahrungen als Torwart, Woltemade-Vergleiche von Mister X und
der beste Eisladen Berlins.  


"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint
alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und
Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als
über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die
Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X
nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen.  


Szenen, die wir in dieser Folge besprochen haben:


Das Kimmich-Musiala-Gegentor

Paraden-Parade

Abschiedsrunde von Francesco Totti



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