Mordfall Emilia Emilova: Die ungelöste Tragödie vom Vierwaldstättersee

Mordfall Emilia Emilova: Die ungelöste Tragödie vom Vierwaldstättersee

23 Minuten

Beschreibung

vor 5 Monaten

Eine Leiche, eingewickelt in Draht und blaue Trageschlaufen,
treibend im Vierwaldstättersee – so beginnt der grösste Cold Case
der Schweizer Kriminalgeschichte. Die Geschichte von Emilia
Emilova ist ein erschütterndes Zeugnis menschlicher Ausbeutung
und tödlicher Gewalt.
Die zweifache Mutter aus Bulgarien träumte von einem besseren
Leben für sich und ihre Söhne. Als ein Mann namens Mehmet ihr
einen gut bezahlten Job in einem Schweizer Café anbot, schien
dies die ersehnte Chance zu sein. Doch in Luzern angekommen,
entpuppte sich das Versprechen als grausame Täuschung: Emilia
wurde zur Prostitution auf dem gefährlichen Strassenstrich in
Ibach gezwungen, während Mehmet das verdiente Geld
einstrich.
Nach einem Heimatbesuch fasste Emilia den Entschluss
auszusteigen, wurde jedoch verraten und bedroht. In der Nacht zum
21. September 2014 verschwand sie mit einem unbekannten Mann vom
Strassenstrich – am nächsten Morgen fand man ihre Leiche. Die
Obduktion ergab, dass sie durch Strangulation getötet wurde,
bevor ihr Körper im See entsorgt wurde.
Trotz intensiver Ermittlungen, über 150 Befragungen und 5000
Seiten Akten bleibt der Mordfall ungelöst. Erst 2022 wurden die
Ermittlungen mit modernen forensischen Methoden wieder
aufgenommen. Die DNA-Phänotypisierung, die Rückschlüsse auf
äussere Merkmale des Täters erlaubt, gibt neue Hoffnung auf
Aufklärung.
War es ein Auftragsmord, um eine potenzielle Zeugin im
Menschenhandel zum Schweigen zu bringen? Oder das Werk eines
gewalttätigen Freiers? Emilias Söhne, heute 22 und 25 Jahre alt,
warten noch immer auf Gerechtigkeit für ihre Mutter.
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