"Night Always Comes" - ein Film, der alles will und zu viel erzählt
vor 7 Monaten
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Texte, Kritiken und ein wöchentlicher Podcast über Kino, Erinnerung und die Magie der Bilder – zwischen VHS-Nostalgie, Streaming-Gegenwart und dem, was Film in uns auslöst.
Beschreibung
vor 7 Monaten
"Night Always Comes" will viel. Vielleicht zu viel. Der
Netflix-Film packt gleich mehrere große Themen in seine knapp
zwei Stunden. Armut, Abhängigkeiten, zerplatzte Träume,
Gentrifizierung, das Überleben in einer Nacht voller Gewalt und
Ausweglosigkeit. Alles wichtig, alles relevant, aber die Wucht
dieser Themen erdrückt die Geschichte mehr, als dass sie sie
trägt. Statt sich klar auf einen roten Faden zu konzentrieren,
springt der Plot von einer Eskalation zur nächsten. Am Ende
entsteht das Gefühl, dass der Film zwar vieles anreißt, aber
nichts wirklich zu Ende erzählt.
Und doch gibt es einen Grund, warum man trotzdem dranbleibt.
Vanessa Kirby spielt die Hauptfigur mit einer Intensität, die
fast beängstigend ist. Ihre Verzweiflung, ihre innere
Zerrissenheit, ihre unbändige Energie, all das wirkt so echt,
dass man ihr jede Sekunde glaubt. Kirby macht aus einer
überfrachteten Story ein menschliches Drama, das den Zuschauer
emotional packt, auch wenn die Inszenierung drumherum oft
stolpert.
Man merkt, der Film hätte kleiner, fokussierter und klarer sein
können. Dann wäre er stärker. Aber dank Vanessa Kirby bleibt er
hängen, nicht als perfekt erzählter Film, sondern als Bühne für
eine Darstellerin, die in diesem Chaos alles überstrahlt.
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