Mystik und Bauernkrieg

Mystik und Bauernkrieg

1 Stunde 5 Minuten

Beschreibung

vor 8 Monaten

Thomas Müntzer war viel mehr als ein „Revoluzzer in Talar“.


Vor 500 Jahren, am 27. Mai 1525 wird Thomas Müntzer auf dem Feld
von Mühlhausen in Thüringen hingerichtet. Mitten im Höhepunkt der
Bauernaufstände und nach kurzer Haft und Folter. Thomas Müntzer
war sein Leben lang im Konflikt mit den feudal-klerikalen
Zeitgenossen, die er wortmächtig anklagte, mit ihrem Reichtum
„Christus ein Gräuel“ zu sein. Er stellte sich auf die Seite der
Aufständischen und wollte mit Ihrer Hilfe ein „Gottesreich der
Auserwählten“ aufbauen. Für die Bauern war er „der Knecht
Gottes“: Müntzer wollte einzig dem Projekt "Reich Gottes auf
dieser Erde am Ende der Zeiten" dienen. Erst engagierter Anhänger
Martin Luthers, entwickelte er später ein eigene
Befreiungstheologie der engagierten Innerlichkeit und des
Heiligen Geistes in Gemeinschaften.


Müntzer war Priester, Mystiker und Sozialrevolutionär und öffnet
auch heute noch unseren Blick auf eine Kirche der Armen. An der
Schwelle zur Moderne formuliert der Theologe folgende
demokratische Einsicht „Die Gewalt soll gegeben werden dem
gemeinen Volk“.


Der Theologe Prof. Dr. Stefan SILBER stellte
Thomas Müntzer vor. Er fragte primär zur Aktualität Thomas
Müntzers aus der Sicht der Befreiungstheologie.

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