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Erweitertes Soziogramm einer Missbrauchsfamilie in Hörbuchform
Beschreibung
vor 10 Monaten
Auch in dieser Episode geht es um die Rolle des
institutionellen Umfelds. Der 12-jährige Junge hat
herausgefunden, dass sein Vater nur sein Stiefvater ist, dass das
Kind nicht einmal adoptiert ist und dadurch auch den Namen des
Stiefvaters gar nicht zu Recht trägt. Die Mutter
hatte ihm dies verschwiegen. Erfahren hat es der Junge von seinem
„einzigen Freund“, seinem Vergewaltiger. Damit eröffnet sich für
den Jungen die Perspektive, sich vom Stiefvater zu befreien,
dessen Gewalt nun als gesetzlich nicht mehr legitimiert
erscheint. Der Junge ist daher auf der Suche nach der
Dienststelle der Jugendfürsorge, die sich in der Klopstockstraße
befinden soll. Er findet den zuständigen Amtsvormund und bittet
darum, in einem Heim untergebracht zu werden. In Erinnerung
bleibt ihm nur die enttäuschte Hoffnung durch
die abschlägige Antwort der Sachbearbeiterin: „Bei euch daheim
ist doch alles in Ordnung, dein Stiefvater hat Arbeit und er
verdient gut. Ich habe mich um Wichtigeres zu kümmern.“ Wieder
tritt – diesmal seitens der eigentlich zuständigen Behörde – der
Fall auf, dass man Kindern ihre Missbrauchserfahrungen
nicht glaubt bzw. diese nicht ernst nimmt.
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