Predigt zu Reminiszere - vom 16.03.2025, Pfr. Lars Pferdehirt

Predigt zu Reminiszere - vom 16.03.2025, Pfr. Lars Pferdehirt

18 Minuten

Beschreibung

vor 11 Monaten
Liebe Mitfastende,

am Meer zu stehen und im Rhythmus der anbrechenden Wellen die
salzige Luft zu atmen, wie gut tut das!
Vom ersten bis zum letzten Atemzug – unser ganzes Leben hängt
davon ab, dass wir Luft holen. Rund 20 000 Mal am Tag atmen wir
ein und aus, versorgen unseren Körper mit Sauerstoff,
beeinflussen unseren Herzschlag und sogar die Stimmung. Dabei
leben wir in atemlosen Zeiten. Gewalt und Hass sorgen uns. Panik
verbreitet sich und treibt uns in die Enge. Eine Sprache der
Dauerempörung macht uns taub. Immer schwerer wird es, ruhig zu
atmen und sich dieser Überwältigung zu entziehen. Die Suche nach
dem, was wir wirklich brauchen, die Frage nach den Quellen
unseres Trostes und unserer Freude brauchen Zeiten des
Luftholens. Am Meer oder anderswo. Ein- und ausatmen, nur das.


Der Mensch ist von Anbeginn eng verbunden mit dem Atem Gottes.
Gottes Odem schuf in der Schöpfungsgeschichte aus dem Klumpen
Erde den ersten Menschen. Ohne Gottes Atem wäre der Mensch tote
Materie geblieben. Diesem Odem nachzuspüren, ihn wieder in sich
aufzunehmen, braucht bewusste Zeit. Sieben Wochen sind dafür eine
gute Spanne: „Luft holen! Sieben Wochen ohne Panik“. Die
Wochenthemen der Fastenaktion führen Sie in eine Zeit, die quer
zu der Atemlosigkeit unseres Alltags steht. Eine Zeit mit dem,
der gekreuzigt wird und aufersteht. Jesus hat schon zu Lebzeiten
für sich Rückzugsorte und bewusste Zeiten gefunden, um wieder mit
Gottes Atem in Kontakt zu kommen. Folgen wir ihm darin in dieser
Fastenzeit.
Schön, dass Sie dabei sind!


Ihr
Ralf Meister
Landesbischof in Hannover und Botschafter der Aktion „7 Wochen
Ohne“


Weitere Infos zur Fastenaktion 2025 finden Sie unter
https://7wochenohne.evangelisch.de/


Predigttext: Joh 3,14–21

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