Wahl im Kosovo - Albin Kurti auf dem Prüfstand

Wahl im Kosovo - Albin Kurti auf dem Prüfstand

22 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Der Premierminister des Kosovo, Albin Kurti, dominiert weiter in
den Umfragen. Er wird aber auch mehr und mehr als Problem für das
Land gesehen Kurtis Partei, die links-nationale Partei
"Vetevendosje-Selbstbestimmung", kann mit einem Stimmenanteil von
40 bis 50 Prozent rechnen und die Parlamentswahlen erneut gewinnen.
Kurti ist eine spannende Figur, fast wie aus einer Netflix-Serie
entsprungen: ein Studentenführer, zu Jugoslawienzeiten inhaftiert
und gefoltert, dann dadurch aufgefallen, dass er als
Oppositioneller im neuen kosovarischen Parlament Tränengasgranaten
zündete - aus Protest gegen aus seiner Sicht falsche
Entscheidungen. Und jetzt ist er der Anführer der ersten stabilen
Kosovo-Regierung. Er räumt mit der Korruption seiner Vorgänger auf
und hat da auch durchaus Erfolge vorzuweisen. Aber auf
internationaler Ebene frustriert er mit seiner Sturheit und
Kompromisslosigkeit gegenüber der serbischen Minderheit. Die Serben
im Nordkosovo wollen wieder in Scharen die Wahlen boykottieren.
Außerdem soll er wirtschaftspolitisch recht schwach sein, was die
albanische Opposition auf die Palme bringt. Kurti ist immer noch
der stärkste Politiker des Kosovo, aber ist er der Richtige, um das
Land in die Zukunft zu führen? ARD-Südosteuropa-Korrespondent
Oliver Soos berichtet aus dem Kosovo.

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