Ich komme und gehe wieder – das wundersame Leben des Joachim Ringelnatz
vor 1 Jahr
Als Schöpfer des Kuttel-Daddeldu und Verfasser skurriler
Nonsens-Verse wird Joachim Ringelnatz bis heute geliebt und bei
vielen Gelegenheiten zitiert. Ein Porträt des 1934 in Armut
verstorbenen Künstlers aus Wurzen.
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Beschreibung
vor 1 Jahr
Joachim Ringelnatz, der 1883 als Hans Bötticher in Wurzen geboren
wurde, war Sachse, Seemann, Dichter, Maler und Kabarettist. Als
Schöpfer des Kuttel-Daddeldu, als Verfasser skurriler Nonsens-Verse
und bewegender Gedichte, wird er bis heute geliebt und bei vielen
Gelegenheiten zitiert.
Kaum der Schule entronnen, von der er schreibt: "Keines der
Lehrfächer regte mich an. Ich war in allen schlecht", zieht er nach
Hamburg und bald treibt ihn das Fernweh in einem Segelschiff um die
Welt. Als der Krieg beginnt, meldet er sich freiwillig, wird
Kommandant eines Minensuchbootes und eröffnet in den Gefechtspausen
eine Tierschau. Um die Person des Mannes mit dem Vogelgesicht
ranken sich zahlreiche Legenden. Erzählt werden sie vom Seemann
Hanns H. Schlünz, von Muschelkalks Schwester und von Lilly Uhl, der
die Spielnachmittage mit Ringelnatz bis heute unvergessen geblieben
sind. Und alles fügt sich zu dem Bild eines ungewöhnlichen Mannes,
der sich den Luxus bewahrt hatte, die Welt mit kindlicher
Unvoreingenommenheit zu betrachten und dessen scheinbar heitere
Verse politisch genug waren, um von den Nationalsozialisten
verboten zu werden.
Feature von Wolfgang Knape
Produktion: MDR 2002
Verfügbar bis 15. November 2026
wurde, war Sachse, Seemann, Dichter, Maler und Kabarettist. Als
Schöpfer des Kuttel-Daddeldu, als Verfasser skurriler Nonsens-Verse
und bewegender Gedichte, wird er bis heute geliebt und bei vielen
Gelegenheiten zitiert.
Kaum der Schule entronnen, von der er schreibt: "Keines der
Lehrfächer regte mich an. Ich war in allen schlecht", zieht er nach
Hamburg und bald treibt ihn das Fernweh in einem Segelschiff um die
Welt. Als der Krieg beginnt, meldet er sich freiwillig, wird
Kommandant eines Minensuchbootes und eröffnet in den Gefechtspausen
eine Tierschau. Um die Person des Mannes mit dem Vogelgesicht
ranken sich zahlreiche Legenden. Erzählt werden sie vom Seemann
Hanns H. Schlünz, von Muschelkalks Schwester und von Lilly Uhl, der
die Spielnachmittage mit Ringelnatz bis heute unvergessen geblieben
sind. Und alles fügt sich zu dem Bild eines ungewöhnlichen Mannes,
der sich den Luxus bewahrt hatte, die Welt mit kindlicher
Unvoreingenommenheit zu betrachten und dessen scheinbar heitere
Verse politisch genug waren, um von den Nationalsozialisten
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