#96: Kürbis anbauen, ernten und lagern

#96: Kürbis anbauen, ernten und lagern

vor 1 Jahr
Herbstzeit ist Kürbiszeit. Es gibt eine große Vielfalt an Speise- und Zierkürbissen. Wie man Kürbisse kultiviert, erntet und lagert, lässt sich Gartenredakteurin Nadine Witt von Kürbisbauer Günther Linzer erklären.
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"Kompost & Konfetti - der ARD Garten-Podcast" ist der Podcast für alle, die nicht abwarten können, im Garten loszulegen. Jede Woche geben die Hosts Tobi und Maria darin die besten Tipps zum Gärtnern.

Beschreibung

vor 1 Jahr
Herbstzeit ist Kürbiszeit! Weltweit gibt es hunderte Kürbisarten
und -sorten - rund 200 davon sind essbar, so wie der beliebte
Hokkaido, die restlichen sind leider nur ungenießbare Zierfrüchte.
Botanisch gesehen sind Kürbisse kein Gemüse, sondern Beerenfrüchte.
Die Spanier haben sie im 16. Jahrhundert aus Lateinamerika nach
Europa gebracht. Wie man Kürbisse im Garten anbaut, erntet und
lagert, hat sich Gartenredakteurin und Kleingärtnerin Nadine Witt
von Kürbisbauer Günther Linzer erklären lassen. Kleine Früchte
haben festeres Fruchtfleisch und weniger Fasern sowie einen
intensiveren Geschmack als große Früchte. Ein reifer Kürbis klingt
beim Klopfen leicht hohl und hat einen verholzten Stiel. Die
Erntezeit hängt von der Sorte und den Witterungsbedingungen ab.
Nicht ausgereifte Kürbisse schmecken fad und welken, weil sich die
Schale nicht vollständig ausgebildet hat. Früchte ohne Stiel können
schneller faulen oder austrocknen und sind nicht lagerfähig. Kürbis
sollte keine weichen Stellen oder Druckstellen haben. Sie sollten
bei Temperaturen über 15 Grad Celsius gelagert werden.
Minustemperaturen vertragen auch Dekokürbisse nicht. Kürbisse sind
ein ertragreiches Gemüse mit den größten Früchten. Sie sind recht
einfach im Anbau, man kann sie vielseitig zubereiten und gut
lagern. Wer keinen Platz mehr im Beet frei hat, kann den Kürbis auf
dem Kompost anbauen und sich das Düngen sparen. Kürbisse wachsen am
besten an einem sonnigen, etwas geschützten Standort. Weil
über die großen Blätter viel Wasser verdunstet und auch die Früchte
einen hohen Wasserbedarf haben, sollte der Boden gleichmäßig feucht
gehalten werden. Kürbisse wachsen auf
humusreichen, gleichmäßig feuchten Böden und gehören zu
den Starkzehrern und brauchen viele Nährstoffe. Sie
sollten erst drei Wochen vor den Eisheiligen vorgezogen werden und
dann ausgepflanzt werden, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Der
Boden sollte im Frühjahr mit Kompost vorbereitet werden.
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