#34: Gewächshaus im Kleingarten: Was sind die Vor- und Nachteile?
vor 4 Jahren
Brauche ich ein Gewächshaus im Kleingarten oder brauche ich keins,
fragt sich Kleingärtnerin Nadine Witt. Rat holt sie sich bei
Garten-Expertin und Gewächshaus-Besitzerin Brigitte Goss: Was sind
die Vor- und Nachteile?
Podcast
Podcaster
"Kompost & Konfetti - der ARD Garten-Podcast" ist der Podcast für alle, die nicht abwarten können, im Garten loszulegen. Jede Woche geben die Hosts Tobi und Maria darin die besten Tipps zum Gärtnern.
Beschreibung
vor 4 Jahren
Garten-Expertin Brigitte Goss möchte ihr Gewächshaus nicht mehr
missen. Aus ihrer Sicht überwiegen klar die
Vorteile: - Saison verlängern - Pflanzen können
früher raus und länger draußen bleiben - Jungpflanzen vorziehen -
Gärtnern unabhängig vom Wetter - Schutz vor Wind und
Extremwetterlagen - stabile Temperaturen und gleichbleibende
Bedingungen Material: Gewächshäuser können aus
Glas, Kunststoff, Doppelstegplatten, Hohlkammerplatten oder gar
alten Fenstern bestehen. Hauptsache sie sind stabil. Als
Mindestgröße empfehlen sich 6
Quadratmeter. Größere Gewächshäuser lassen sich besser
klimatisieren, weil sich die Hitze von innen nicht so staut.
Kosten: Ein hochwertiges Gewächshaus ist ab 1.000
Euro aufwärts zu haben. Standort: Gemüse
braucht viel Sonne, deshalb sollte man die lange Seite nach Süden
ausrichten, um die Vegetationszeit zu verlängern.
Weitere Hinweise: - Belüftung ist
wichtig! Es gibt dafür zum Beispiel automatische, hydraulische
Fensteröffner. Sie lassen sich ohne Strom öffnen und schließen. Für
heiße Standorte empfehlen sich Seitenfenster. - Sorgen Sie mit
Stoff oder Schattierleinen für Schatten! - Auch im
Gewächshaus ist natürlich gewachsender Boden
wichtig. - Eine Heizung braucht es nicht unbedingt, es sei denn man
will Kübelpflanzen im Gewächshaus überwintern. Ansonsten reicht
auch ein Frostwächter. - Sauberkeit und Hygiene sind wichtig,
putzen Sie deshalb im Herbst unbedingt das Gewächshaus.
Nachteile von Gewächshäusern: Weil häufig Jahr für
Jahr die gleichen Kulturen angebaut werden, kann man sich schnell
Krankheiten ins Gewächshaus holen. Tauschen Sie jedes Jahr die
Seiten und beleben Sie den Boden mit Wurmhumus und anderem Kompost.
Gießen darf nicht vergessen werden, schließlich regnet es nicht
rein. Mit automatischen Bewässerungssystemen kann man diesen
Nachteil ausgleichen, aber die sind etwas aufwendig.
Alternative zu Gewächshäusern: - Hochbeete mit
Aufsatz - Frühbeet - Mistbeet - Minigewächshäuser
Fazit: Die Vorteile eines Gewächshauses
überwiegen. Wer Platz im Garten hat, Jungpflanzen selbst vorzieht
und früher in die Gartensaison starten will beziehungsweise sie
verlängern möchte, für den lohnt sich die Anschaffung.
missen. Aus ihrer Sicht überwiegen klar die
Vorteile: - Saison verlängern - Pflanzen können
früher raus und länger draußen bleiben - Jungpflanzen vorziehen -
Gärtnern unabhängig vom Wetter - Schutz vor Wind und
Extremwetterlagen - stabile Temperaturen und gleichbleibende
Bedingungen Material: Gewächshäuser können aus
Glas, Kunststoff, Doppelstegplatten, Hohlkammerplatten oder gar
alten Fenstern bestehen. Hauptsache sie sind stabil. Als
Mindestgröße empfehlen sich 6
Quadratmeter. Größere Gewächshäuser lassen sich besser
klimatisieren, weil sich die Hitze von innen nicht so staut.
Kosten: Ein hochwertiges Gewächshaus ist ab 1.000
Euro aufwärts zu haben. Standort: Gemüse
braucht viel Sonne, deshalb sollte man die lange Seite nach Süden
ausrichten, um die Vegetationszeit zu verlängern.
Weitere Hinweise: - Belüftung ist
wichtig! Es gibt dafür zum Beispiel automatische, hydraulische
Fensteröffner. Sie lassen sich ohne Strom öffnen und schließen. Für
heiße Standorte empfehlen sich Seitenfenster. - Sorgen Sie mit
Stoff oder Schattierleinen für Schatten! - Auch im
Gewächshaus ist natürlich gewachsender Boden
wichtig. - Eine Heizung braucht es nicht unbedingt, es sei denn man
will Kübelpflanzen im Gewächshaus überwintern. Ansonsten reicht
auch ein Frostwächter. - Sauberkeit und Hygiene sind wichtig,
putzen Sie deshalb im Herbst unbedingt das Gewächshaus.
Nachteile von Gewächshäusern: Weil häufig Jahr für
Jahr die gleichen Kulturen angebaut werden, kann man sich schnell
Krankheiten ins Gewächshaus holen. Tauschen Sie jedes Jahr die
Seiten und beleben Sie den Boden mit Wurmhumus und anderem Kompost.
Gießen darf nicht vergessen werden, schließlich regnet es nicht
rein. Mit automatischen Bewässerungssystemen kann man diesen
Nachteil ausgleichen, aber die sind etwas aufwendig.
Alternative zu Gewächshäusern: - Hochbeete mit
Aufsatz - Frühbeet - Mistbeet - Minigewächshäuser
Fazit: Die Vorteile eines Gewächshauses
überwiegen. Wer Platz im Garten hat, Jungpflanzen selbst vorzieht
und früher in die Gartensaison starten will beziehungsweise sie
verlängern möchte, für den lohnt sich die Anschaffung.
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