Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 10 Jahren
Interview mit Mars Dorian
Hey Leute, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von
LifeHackz! Heute mit einem Gast, den ihr alle
schonmal gesehen habt. Nicht ihn direkt, aber auf jeden Fall
seine Zeichnungen. Mars Dorian hat nämlich das Cover für die
LifeHackz-Show entworfen und ja… Mars hat nicht nur Qualitäten im
Sketchen und Zeichnen, sondern er ist auch unter die Schreiber
gegangen und schreibt jetzt ziemlich krasse, abgefahrene Science
Fiction Geschichten, Self-Publishing. Ja, checkt das
Interview aus. Viel Spaß! In dieser Folge lernst
du:
Wie ein Coworking Space dich produktiver machen kann. Wie du
eine Karriere findest die zu deinem Lebensstil passt. Wie du
Twitter zum netzwerken nutzt. Was du beim veröffentlichen deiner
Bücher auf Amazon beachten solltest.
Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze
Bewertung auf iTunes und abonniere die Show!
1. Sicher dir jetzt kostenlos das
ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit
meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und
finanzielle Freiheit [www.dnxnews.de]
2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook
Community mit tausenden von gleichgesinnten
Lifehackern [www.dnxcommunity.de]
3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei
(20€ Gutscheincode
"DNX-PODCAST") [www.dnx-berlin.de]
1.000 Dank, Dein Marcus
SHOWNOTES
Mars Dorian
Scrivener
Coach.me
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum
Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Mars
Dorian (Intro) Marcus:
Hey Mars, cool dass Du am Start bist!
Mars: Danke, dass Du mich dabei hast Mann.
Ich bin hier in meinem Studio eingekächert. Ich habe hier die
Gardinen zu, alles zugeschlossen und bin hermetisch abgeriegelt,
damit das hier funzt. Marcus: Ja
sehr geil. Ich wollte Dich nämlich gerade fragen: Wo bist Du und
was machst Du da? Mars: Also ich
bin gerade in der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg. Und zwar
teile ich mir mit einer Künstlerin einen Studioplatz. Das ist
dann da der Hinterhof quasi, in so einem Gewerbegelände und hier
sind überall Startups herum und da ist immer viel am rascheln und
viel am machen und arbeiten... hier gehe ich halt hin um zu
arbeiten. Marcus: Okay, das heißt,
Du brauchst auch irgendwie, im das trennen zu können auch in
Deinem Kopf, einen eigenen Arbeitsplatz getrennt von Deiner
Wohnung - Du bist nicht so der Home-Office Typ?
Mars: Ja, ich meine, kann ich auch, aber
ich find’s halt geiler, wenn Du wirklich in einer Umgebung bist,
wo wirklich - ich sage mal - 99% der Menschen arbeiten. Das hat
so eine ganz eigene Energie, wo ich denke “Shit, wenn ich jetzt
irgendwie hier rumstehe oder faul bin, dann fühle ich mich
schlecht”, verstehst Du? Weil hier alle um mich herum arbeiten.
Das gibt mir wirklich Antrieb immer am Ball zu bleiben. Gerade
weil ich ja mein eigener Boss bin, muss ich ja ein gewisses Maß
an Selbstdisziplin aufbringen. Marcus:
Absolut. Also ich kenne es ja von uns beiden selber, von
Feli und mir, wenn wir unterwegs sind klappt das immer eine Zeit
lang ganz gut, auch von zu Hause zu arbeiten oder gerade, wo wir
gerade sind, dann in irgendeinem Airbnb oder so. Aber irgendwann
kommt der Punkt so, wo Du dann merkst, Du wirst antriebsloser und
brauchst vielleicht mal ne neue Umgebung. Also schön ist, wenn
man’s selber merkt, weil meistens schlittert man da so rein, ohne
es richtig zu merken. Aber wenn wir dann mal rausgehen und
beispielsweise im Coworking Space sind oder so, denken wir so
“Shit, warum haben wir das nicht vorher gemacht? Hier ist
irgendwie…” wie Du schon sagtest, das färbt auch ab, wenn alle
anderen Headsets aufhaben und konzentriert am Rechner arbeiten,
dann hast Du kein Bock da der einzige zu sein, der auf Facebook
seine Zeit verschwendet oder so, sondern haust dann auch
gleichzeitig rein. Mars: Das
funktioniert super geil. Ich sag mal ganz kurz: Wo ich in Tokio
war… und Tokio ist so eine Stadt, die ist so energisch, die
rennen fast. Also die laufen, aber die rennen und Du hast das
Gefühl, alles ist in Bewegung, wie so ein endloser Strom von
Menschen. Und ich hatte richtig Scham als ich mich mal hingesetzt
habe und gegessen habe, weil um mich herum alles was machen.
Selbst wenn sie irgendwo herumsitzen, arbeiten sie irgendwie an
ihrem Smartphone oder machen sich irgendwelche Notizen und ich
dachte “Ach, ich bin hier voll der faule deutsche Sack
hier”. (beide lachen) Geht ja gar
nicht klar! Marcus: Krass! Tokio
steht auf jeden Fall auch noch auf meiner Bucket-List, wo ich
unbedingt mal hin will. Also Du sagst es ist cool da?
Mars: Also, es ist halt ganz anders als
europäische oder westliche Kulturen. Da ist ein ganz anderer
Kulturzweig. Die denken anders, die sprechen anders, aber es ist
halt in dem Sinne exotisch und ich mag halt japanische Kultur.
Ich mag die Popkultur, also Videospiele, Comics, das Essen und
all so was. Deswegen hat’s mich dahingezogen.
Marcus: Cool! Du selber machst ja auch
viel mit Comics und Videospielen, Zeichnungen. War das ein Grund,
weswegen Du nach Tokio gegangen bist?
Mars: Auf jeden Fall! Ich mach ja jetzt
hauptberuflich Illustrationen und die japanische Popkultur hat ja
einen Rieseneinfluss. Also ich mache nicht den japanischen Stil
mit diesen großen Mangaaugen und so, aber bestimmte Einflüsse hat
die Kultur auf mich und das war halt der Hauptgrund, warum ich
dahin gegangen bin. Weil ich dachte “Wie kann so ein kleines
Land…”, was relativ klein ist im Vergleich zu Amerika oder China
oder Europa “...so eine fette Kultur haben und solche Videospiele
kreieren, die so kreativ sind und solche Comics und
Zeichentrickfilme?”. Das hat mich einfach umgehauen. Und ich
wollte dem auf den Grund gehen. Marcus:
Mmh, das heißt, Du hast Dich schon immer bewusst irgendwie
daran orientiert oder kam das irgendwann unbewusst, dass Du, wenn
immer Du irgendetwas gezeichnet hast, ging es so in die Richtung.
Und dann hat man so gemerkt, irgendwie ist das so wahrscheinlich
das Land, was Dich am meisten beeinflusst? Oder die Kultur
dort? Mars: Nee, das lag… als ich
noch klein war, habe ich noch hauptsächlich amerikanische und
europäische Comics gelesen. Also aus dem europäischen Raum waren
es so französische, franco-belgisch nennt sich das. So Spirou,
Fantasio und Marsupilami und Asterix und Obelix und die ganzen
Klassiker, ne? Dann kamen die Amis mit ihren Superhelden Marvel
und DC. Aber dann kam das langsam mit diesen japanischen
Einflüssen. Und wo das ganze populär wurde, auch in Berlin… und
als ich dann in die Comicshops gegangen bin, war ich halt total
fasziniert, weil die völlig anders. Also die waren völlig anders
gezeichnet. Die Charaktere waren völlig anders. Es gab keine
Superhelden und keine Detektive. Es waren völlig andere Welten
und das hat mich so fasziniert, da musste ich mich halt mehr
damit beschäftigen. Und dann kam der Einfluss halt.
Marcus: Mmh, genau. Und wie kam das dann,
dass Du so da reingeschlittert bist in diesen Comic… Manga ist ja
nicht in diesem Comic-Style… Gab es da spezielle Kundenwünsche,
die gesagt haben “Ey, ich brauche ein neues Cover, das soll genau
so und so aussehen? Oder war es eher so, dass Du Dich selber
ausgetobt hast und irgendwann gemerkt hast so “Das ist mein Ding!
Hier bleibe ich, das mache ich jetzt”?
Mars: Ja also als ich noch zur Schule
ging, habe ich quasi Videospiele gespielt und dann versucht, das
in Comicform umzusetzen ne? Und das war Haupthobby. Das war mit
Leidenschaft. Ich habe einfach Comics nach Laune gemalt ne? Und
irgendwann habe ich dann für die Jugendzeitung gemalt, hab damit
ein bisschen Geld verdient. Und dann hatte jemand das gesehen und
hat gesagt “Ey, kannst Du nicht Comic-Strips für ein Magazin
machen, so für ne Handwerkszeitung?” Da habe ich gesagt “Ja mach
ich, cool”. Dann habe ich auch ein bisschen Geld mit verdient, so
100,00 Euro im Monat. Marcus:
Damals noch in der Schule als Schüler?
Mars: Genau in der Schule als
Jugendlicher. Da war ich - keine Ahnung - 15, 16 oder so. Dann
hab ich da ein paar hundert Euro mal extra im Monat in der Tasche
gehabt und da dachte ich “Ey, das ist richtig geil”. Und ich bin
halt so ein Riesen-Fan, also das wusste ich damals noch nicht,
aber im Prinzip, dass Du Dein Business um Deinen Lebensstil herum
baust ne? Und ich hatte auch mal damit gespielt, weil ich auch so
Filme gemacht habe, Filmregisseur zu werden. Aber das habe ich
dann irgendwann aufgegeben, weil ich gemerkt habe, ich bin
absolut introvertiert und ich kann nicht mit Menschen jeden Tag
arbeiten und früh aufstehen und immer so ein riesen Set um mich
herum zu haben ja? Ich will so lange schlafen wie ich will. Ich
will rumreisen und ich will nur quasi meinen Computer haben und
dann meine Karriere aufbauen. Und weil ich halt Comics gemacht
habe, habe ich das versucht halt zu verbinden ne? Also wie kann
ich diesen Lebensstil haben und wie kann ich aber trotzdem damit
Geld verdienen. Dann ist das halt in diese Illustrationsecke
hingekommen. Marcus: Ja, saucool.
Und das Internet bietet sich ja dann, gerade auch für Typen wie
Dich, die eher introvertiert sind, dann auch mega gut an, dass
man sagt “Ich entscheide selbst, wann ich jemanden an mich
heranlasse und auf wen ich reagiere”.
Mars: Ja also das Internet… Ich hab mal
ganz früher am Anfang meines Blogs vor fünf Jahren oder so
geschrieben: das Internet ist meine liebste Religion. Ich habe
sogar quasi… mich bedankt, wenn ich einen Auftrag hatte so an
meinen Mac. So “Danke für den Kunden!” So als ob das so eine
Statue… So eine Buddha-Statue wäre. Ich hatte mal richtig krasse
Probleme, weil ich nicht studiert hatte und ich wusste halt
meinen Weg nicht in der Welt ne? Und mit dem Geld verdienen und
kreativ sein hat auch nicht so geklappt.
Marcus: Wann war das?
Mars: Das war…. also ich bin gleich nach
der Schule halt um die Welt gereist für vier Jahre. Bin dann
immer zig Monate nach Berlin zurückgekommen und dann wieder
rumgereist. Ich war in Japan, Amerika, Mexico und um Australien
habe ich auch gelebt und innerhalb Europa.
Marcus: Cool! Also immer mit nem Backpack,
als Backpacker oder hast Du auch lokal irgendwie
gearbeitet? Mars: Also immer
unterwegs, aber ich habe immer schon so kreative Services so
gemacht mit dem Computer. Aber es war noch keine Karriere. Also
ich habe dort als Barkeeper meistens gearbeitet oder in
Australien auf’m Feld und solche Jobs halt. Ähm, und dann
immernoch so ein bisschen auf’s Internet geschielt, weil ich
dachte “Oh Mann”. Ich muss immer, wenn ich in ein neues Land
gehe, neue Arbeit suchen. Das ist ja schön, wenn ich mir
irgendwie etwas aufbauen könnte, was unabhängig ist. Was, egal ob
ich in Thailand bin oder in Australien, dass ich mir so was
trotzdem aufbauen kann und das nicht immer von vorne anfangen
muss. Und dann kam ich dann aber irgendwann zurück, weil ich dann
keinen Bock mehr hatte, nach den ganzen Reisen, und dann war ich
24 glaube ich. Und da hatte ich eine richtig Hardcore-Phase, wo
ich echt depressiv war. Da bin ich zu meiner Mutter…. musste ich
da zurückziehen, weil ich ganz wenig Geld verdient habe. Und ich
hatte ne kleine Ausbildung gehabt in dem Sinne und da war ich
echt frustriert. Ich wusste einfach nicht, wie es weitergeht. Wie
mache ich jetzt ne Karriere, die zu meinem Lebensstil passt. Und
das ging - sage ich mal - eineinhalb Jahre so. Und es waren die
dunkelsten Zeiten mit Abstand in meinem ganzen Leben. Und das war
so schlimm, ich war sogar mal auf so einer
Suizid-Intensivstation, ich glaube das war in Prenzlberg i
Weitere Episoden
1 Stunde 17 Minuten
vor 1 Jahr
46 Minuten
vor 1 Jahr
8 Minuten
vor 1 Jahr
9 Minuten
vor 1 Jahr
9 Minuten
vor 1 Jahr
Abonnenten
Passau
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.