Barbara Coudenhove-Kalergi: BRUNO KREISKY. DER GROSSE VERSÖHNER UND ERZIEHER
27 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Jahren
In Bruno Kreiskys Denken und Wollen spielte – wie er es selbst
formulierte – „Der Mut zum Unvollendeten“ eine große Rolle. Das
hatte nichts mit Zögerlichkeit oder Halbherzigkeit zu tun. Der
Mut zum Unvollendeten bedeutete vielmehr, dass Ideologien und
gesellschaftliche Strukturen für ihn kein in sich geschlossenes
endgültiges System waren und schon gar kein Endstadium der
Geschichte. Es war ein Bekenntnis zum Neuen, zur schrittweisen
Reform, ein Bekenntnis zur Überprüfbarkeit politischer
Entscheidungen im Sinne von Karl Popper. Und es war eine
Abgrenzung gegenüber dogmatischen oder gar totalitären
Positionen.
Jedes politische und gesellschaftliche System ist unvollendet und
muss unvollendet sein. Denn, was Menschen machen, kann auch von
Menschen zum Besseren verändert werden. Die Freiheit dazu darf
man ihnen nicht nehmen.
Barbara Coudenhove-Kalergi, Journalistin, Publizistin, STANDARD
Kolumnistin und ehem. Osteuropa-Korrespondentin des ORF,
erinnerte sich zu Bruno Kreiskys 111. Geburtstag des großen
Staatsmannes. Aufgezeichnet im Kreisky Forum am 20. Jänner 2022.
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