Gentests bei Gesunden zur Krebsvorsorge ? Kontroverse zwischen den Experten

Gentests bei Gesunden zur Krebsvorsorge ? Kontroverse zwischen den Experten

3 Minuten
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News, Interviews und wissenschaftliche Fachvorträge für Ärzte aus dem Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien

Beschreibung

vor 14 Jahren
In Europa sterben jährlich 1.7 Millionen Menschen an Krebs.
Flächendeckende Gentests könnten die Krebserkrankungen um die
Hälfte reduzieren.

Das behauptet der Leiter des deutschen Krebsforschungszentrums
Prof.Othmar Wiestler in einer öfffentlich geführten Diskussion und
fordert von den Krankenkassen die Übernahme der Kosten von 1000
Euro/Patient. Für Österreich würde die Erbgutanalyse zusätzliche
Kosten von 8 Milliarden Euro bedeuten, um etwa 20.000
Krebserkrankungen/Jahr zu verhindern.

Billrothhaus-News Experte Univ.-Prof. Dr. Josef Schwarzmeier lehnt
diese gewagten Behauptungen entschieden ab. Bei einigen seltenen
Krebsformen, die auf Keimbahn-Mutationen beruhen ( z.B. Polyposis
coli, einige Formen des Mammakarzinoms) können zusätzliche Gentests
in den betroffenen Familien sinnvoll sein. Er spricht sich aber
vehement gegen ein flächendeckendes Screening von Gesunden aus, da
es seiner Meinung nach derzeit noch keine Gentests gibt, die
generell eine Früherkennung von Krebs oder eine Vorhersage des
Krebsrisikos erlauben.

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