Veronique Zanetti: SPIELARTEN DES KOMPROMISSES
52 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 3 Jahren
„Der Kompromiss hat eine Ehrenrettung verdient. Zanettis Buch
dekliniert die Formen, Umstände und Dilemmata beim
Kompromisse-finden durch, ist aber zugleich eine große
Lobpreisung des Kompromisses.“
Robert Misik
Kompromisse sind nicht beliebt, aber im Alltag so unentbehrlich
wie in der Politik. Das liegt daran, dass konfligierende
Interessen und Überzeugungen oft prinzipiell nicht zur
Deckung gebracht werden können. Dann ist es vernünftig,
sich auf eine gewaltfrei und gemeinschaftlich ausgehandelte
»zweitbeste Lösung« einzulassen – auf einen Kompromiss.
Nichtsdestoweniger haben Kompromisse einen schlechten Ruf.
Gerne ist von „faulen Kompromissen“ die Rede, die alles
verwässern würden. Kompromisse brauchen auch Zeit, sorgen
für Schneckentempo. Aber zugleich gibt es praktisch keine
gesellschaftlichen Fortschritte, die nicht in Kompromissen
verwirklicht wurden. Der Kompromiss selbst ist eine Tugend:
Er lebt von der Bereitschaft, einen Konsens zu finden. Bei
der Kompromissfindung werden viele Gesichtspunkte beachtet,
sie sind oftmals „klüger“ als die divergierenden
Ausgangspositionen. Der Dialog, der den Kompromiss
begleitet, führt also zu schlaueren Ergebnissen.
Véronique Zanetti zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie sich
verschiedene Spielarten des Kompromisses in individuellen
und sozialen Entscheidungsprozessen, in Politik, Moral und
Recht je anders gestalten und führt uns auf eine
philosophische Reise durch die Welt der Kompromisse.
Mit Robert Misik spricht die Philosophin über ihr neues Buch.
Véronique Zanetti, Professorin für politische
Philosophie an der Universität Bielefeld
Robert Misik, Autor und Journalist
Weitere Episoden
1 Stunde 12 Minuten
vor 1 Woche
1 Stunde 7 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 29 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 2 Minuten
vor 3 Wochen
In Podcasts werben
Abonnenten
Berlin
Lünen
Kommentare (0)