Schulöffnungen: „Das Risiko für die Lehrer ist viel größer als für die Kinder“
21 Minuten
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Wie soll mitten in der Corona-Krise ein Unterricht funktionieren,
der dem vor dem Ausbruch der Pandemie sehr ähnlich ist? Darüber
spricht Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider mit Prof. Dr. Dieter
Lenzen, Präsident der Universität Hamburg und Pädagoge. Der sagt:
„Die Frage, die sich für die Zukunft stellt, ist, ob wir eine
generelle Beschulung von Kindern sicherstellen können oder ob wir
in diesem Bereich flexibler sein müssen. Auf diese Frage müssen wir
uns einstellen, wenn wir keine medizinische Lösung der Coronakrise
finden.“ Und: „Im Moment wissen wir viel zu wenig darüber, ob es
gefährlich ist, in die Schule zu gehen. Wir reden in diesem
Zusammenhang viel über die Sorgen der Kinder und ihrer Eltern, aber
die Lehrerinnen und Lehrer haben natürlich auch Rechte. Die
Gewerkschaften weisen zu Recht darauf hin, dass man an die
Sicherheit der Pädagogen an ihrem Arbeitsplatz denken muss. Das
Risiko für die Lehrer ist ja viel größer als für die Kinder.“ Es
gebe übrigens wenig bis gar kein empirisches Wissen, dass der
Lernerfolg in den Fächern davon abhängt, ob es Präsenzunterricht
gibt oder nicht. Dazu sagt Lenzen: „Ich kann mir vorstellen, dass
der Unterschied zwischen digitalem und normalem Unterricht nicht
besonders groß ist. Aber Schule hat ja auch andere Dimensionen,
weil sie ein sozialer Raum ist. Den kann man nicht so leicht
digital abbilden. Aber ich bin völlig sicher, dass auch hier etwas
entstehen wird, zum Beispiel ein digitaler Schulhof. An unserer
Universität hat es zum Beginn des nahezu ausschließlich digitalen
Semesters auch schwere Bedenken gegeben, viele hatten Angst vor der
Technik: Die ist längst verfolgen, das Semester ist gut verlaufen.
Wir müssen einfach mit Optimismus in solche Situationen gehen.“
der dem vor dem Ausbruch der Pandemie sehr ähnlich ist? Darüber
spricht Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider mit Prof. Dr. Dieter
Lenzen, Präsident der Universität Hamburg und Pädagoge. Der sagt:
„Die Frage, die sich für die Zukunft stellt, ist, ob wir eine
generelle Beschulung von Kindern sicherstellen können oder ob wir
in diesem Bereich flexibler sein müssen. Auf diese Frage müssen wir
uns einstellen, wenn wir keine medizinische Lösung der Coronakrise
finden.“ Und: „Im Moment wissen wir viel zu wenig darüber, ob es
gefährlich ist, in die Schule zu gehen. Wir reden in diesem
Zusammenhang viel über die Sorgen der Kinder und ihrer Eltern, aber
die Lehrerinnen und Lehrer haben natürlich auch Rechte. Die
Gewerkschaften weisen zu Recht darauf hin, dass man an die
Sicherheit der Pädagogen an ihrem Arbeitsplatz denken muss. Das
Risiko für die Lehrer ist ja viel größer als für die Kinder.“ Es
gebe übrigens wenig bis gar kein empirisches Wissen, dass der
Lernerfolg in den Fächern davon abhängt, ob es Präsenzunterricht
gibt oder nicht. Dazu sagt Lenzen: „Ich kann mir vorstellen, dass
der Unterschied zwischen digitalem und normalem Unterricht nicht
besonders groß ist. Aber Schule hat ja auch andere Dimensionen,
weil sie ein sozialer Raum ist. Den kann man nicht so leicht
digital abbilden. Aber ich bin völlig sicher, dass auch hier etwas
entstehen wird, zum Beispiel ein digitaler Schulhof. An unserer
Universität hat es zum Beginn des nahezu ausschließlich digitalen
Semesters auch schwere Bedenken gegeben, viele hatten Angst vor der
Technik: Die ist längst verfolgen, das Semester ist gut verlaufen.
Wir müssen einfach mit Optimismus in solche Situationen gehen.“
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