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  4. 200119 BDZ 2Jahreskr So Darf ich bekanntmachen? Joh 1,24-39
„Darf ich bekannt machen?“ ist eine rhetorische Frage
gesellschaftlicher Konvention. In der Regel folgt dann eine
Vorstellung einer mir bisher unbekannten Person. Der, der mir den
Anderen vorstellt, muss ihn nicht besonders gut kennen. Es reicht,
wenn er seinen Namen weiß und vielleicht noch, warum diese
Begegnung für einen von uns beiden relevant sein könnte. Oftmals
wird sich der vorstellende Dritte dann zurückziehen und uns unserer
Unterhaltung überlassen. Das ist die Rolle Johannes‘ des Täufers.
Er erkennt in Jesus den, den die Propheten das „Lamm Gottes“ nennen
und der göttliche, Sünden vergebende Macht hat. Mehr scheint er
nicht von ihm zu wissen: „Auch ich kannte ihn nicht.“ Aber das
reicht. Seine Aufgabe ist, „mit Wasser zu taufen“, um „ihn Israel
bekannt zu machen“, oder genauer: „damit er Israel offenbart
werde“, wie es dort wörtlich heißt. Johannes schafft den Raum, in
dem Jesus als Sohn Gottes offenbar wird. Wir können diese Szene an
der Seite der Zuhörer des Täufers oder an der Seite des Täufers
hören. An der Seite der Hörer wird uns gesagt, dass wir Ausschau
halten sollen nach Menschen, die auf Jesus hinweisen, damit er
selbst sich uns offenbaren kann, damit wir ihn kennen lernen und
mit ihm zu reden, zu leben und mit ihm die Menschen zu lieben
beginnen. An der Seite des Täufers wird uns gesagt, dass wir nicht
warten sollen, bis wir Jesus in- und auswendig kennen, damit er
sich den Menschen offenbaren kann. Es reicht, dass wir ihn zu
erkennen begonnen haben, um auf ihn hinzuweisen. „Darf ich bekannt
machen?“—O ja, das solltest Du unbedingt tun. Fra' Georg Lengerke
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„200119 BDZ 2Jahreskr So Darf ich bekanntmachen? Joh 1,24-39“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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