200322 Solange es Tag ist Joh 9,1-41
2 Minuten
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Egal, ob Corona-Infektion oder Blindheit. Früher oder später fragt
irgendjemand nach Verantwortung und Schuld. Ist der Blinde selbst
oder sind seine Eltern an seiner Blindheit schuld?, fragen die
Jünger. Keiner von beiden, sagt Jesus. Wenn es um den Zusammenhang
von Tun und Ergehen geht, lehnen Kirche und Hl. Schrift zwei
extreme Ansichten ab. Die eine lautet: Leid und Krankheit sind
immer Folge persönlicher Schuld. Die andere lautet: Leid und
Krankheit haben mit der Schuldgeschichte der Menschen nichts zu
tun. Die Wahrheit liegt dazwischen: Von Anfang an missbraucht der
Mensch seine Freiheit. Deshalb leben wir in einer beschädigten
Schöpfung und Beziehung zum Schöpfer. Das zeigt sich unter anderem
in selbstverschuldeten und unverschuldeten Leidensfolgen für Leib
und Seele. Immer dann, wenn die Jünger meinen, die Ursachen des
Leids genau zu kennen, verweist Jesus sie auf die Zukunft. Zum
einen in der Aufforderung sich zu bekehren, damit es ihnen nicht
noch schlimmer ergeht als den heute Leidenden (Lk 13.3.5). Zum
anderen, weil an dem Übel, das eigentlich nicht sein sollte,
„Gottes Wirken offenbar werden soll.“ Es kommt vor Gott jetzt nicht
darauf an, warum der Blinde blind oder warum dieser mit Corona
infiziert ist und jener nicht. Es kommt darauf an, dass die zu
Christus Gehörenden mit ihm die Werke Gottes tun, „solange es Tag
ist“. Die Zeit drängt – nicht allein weil die Krankheit möglichst
schnell überwunden werden soll, sondern auch, weil wir nur heute
mit Gott tun können, was er nur heute mit uns den Menschen tun
will, und weil wir nur heute zulassen können, was Gott nur heute
mit anderen an uns tun will. Fra' Georg Lengerke
irgendjemand nach Verantwortung und Schuld. Ist der Blinde selbst
oder sind seine Eltern an seiner Blindheit schuld?, fragen die
Jünger. Keiner von beiden, sagt Jesus. Wenn es um den Zusammenhang
von Tun und Ergehen geht, lehnen Kirche und Hl. Schrift zwei
extreme Ansichten ab. Die eine lautet: Leid und Krankheit sind
immer Folge persönlicher Schuld. Die andere lautet: Leid und
Krankheit haben mit der Schuldgeschichte der Menschen nichts zu
tun. Die Wahrheit liegt dazwischen: Von Anfang an missbraucht der
Mensch seine Freiheit. Deshalb leben wir in einer beschädigten
Schöpfung und Beziehung zum Schöpfer. Das zeigt sich unter anderem
in selbstverschuldeten und unverschuldeten Leidensfolgen für Leib
und Seele. Immer dann, wenn die Jünger meinen, die Ursachen des
Leids genau zu kennen, verweist Jesus sie auf die Zukunft. Zum
einen in der Aufforderung sich zu bekehren, damit es ihnen nicht
noch schlimmer ergeht als den heute Leidenden (Lk 13.3.5). Zum
anderen, weil an dem Übel, das eigentlich nicht sein sollte,
„Gottes Wirken offenbar werden soll.“ Es kommt vor Gott jetzt nicht
darauf an, warum der Blinde blind oder warum dieser mit Corona
infiziert ist und jener nicht. Es kommt darauf an, dass die zu
Christus Gehörenden mit ihm die Werke Gottes tun, „solange es Tag
ist“. Die Zeit drängt – nicht allein weil die Krankheit möglichst
schnell überwunden werden soll, sondern auch, weil wir nur heute
mit Gott tun können, was er nur heute mit uns den Menschen tun
will, und weil wir nur heute zulassen können, was Gott nur heute
mit anderen an uns tun will. Fra' Georg Lengerke
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