Freut Euch aufs Gericht Joh 3,14-21

Freut Euch aufs Gericht Joh 3,14-21

2 Minuten

Beschreibung

vor 4 Jahren

Seit Jahren geht es im Gespräch über die Kirche und in der Kirche
um Transparenz, um ein Ende der Vertuschung und um einen reinen
Tisch.


Das Johannes Evangelium nennt das, worum es hier geht, „Gericht“.
Gericht ist nicht bloß ein innerweltliches oder himmlisches
Verfahren, das mit Freispruch oder Verurteilung endet. Das
Gericht hat schon begonnen. „Denn darin besteht das Gericht“,
sagt Johannes, „das Licht kam in die Welt, doch die Menschen
liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren
böse.“


Das frage ich mich schon lange: Gehöre ich auch zu denen, die,
wenn sie ehrlich sind, die Finsternis oder die Dämmerung mehr
lieben als das Licht?


Oder genauer:


Bin ich bereit, mir mein ganzes Leben offenbaren zu lassen? Auch
Verdrängtes und Vergessenes, Beschämendes und Unangemessenes,
Unvergebenes und Unbereutes?


Und würde ich wollen, dass es für die ans Licht kommt, denen ich
vertrauen kann? Für die, die mit barmherziger Gerechtigkeit und
gerechter Barmherzigkeit auf mein Leben schauen?


Und würde ich damit umgehen können, wenn mein ganzes Leben vor
das Tribunal der Öffentlichkeit gezerrt wird? Werde ich mich
mutig dem gerechten oder ungerechten Urteil stellen? Oder werde
ich ein Sklave meiner Menschenfurcht sein?


Gott kommt nicht in die Welt, um zu richten, sondern um sie zu
retten. Das Gericht geht damit einfach einher. Und ich habe gar
keine Wahl. Mein ganzes Leben wird ans Licht kommen. Die Frage
wird sein, ob ich das dann will…


Und mehr noch: …ob ich heute so lebe und Gott und den Seinen so
vertraue, dass ich mich darauf sogar freue – dass endlich Schluss
ist mit dem Zwielicht der Lüge und wir wahr…


…und nur so gerettet und frei werden.


Fra' Georg Lengerke

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