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  4. Don’t beam me up, Scotty – Beam mich hier nicht raus Joh 12,20-33
„Beam me up, Scotty!” Der Satz gilt als das berühmteste Zitat aus
der Serie „Raumschiff Enterprise“. In der Science-Fiction-Serie
befindet sich Captain Kirk auf einem Planeten und bittet seinen
Chefingenieur Scott, ihn durch „Teleportation“ (also durch
Zerlegung hier und Rekonstruktion dort in Sekundenschnelle
vermittels Strahlen) wieder ins Raumschiff zurück zu „beamen“.
Seither wird es scherzhaft als Wunsch verwendet, aus einer
mühsamen oder aussichtslosen Situation augenblicklich
herausgeholt und befreit zu werden.

Im Science-Fiction ist das der Befehl an den Chefingenieur. In
der irdischen Welt entspricht dem die flehentliche Bitte an
Mensch und Gott: „Rette mich!“ und: „Reiß mich heraus!“ (Ps 71,2;
144,7)

Im Johannesevangelium ist für Jesus nach dem Einzug in Jerusalem
dieser Moment gekommen. Alle Entscheidungen um ihn herum sind
gefallen. Jesus ist im Innersten erschüttert. Und er formuliert
die letzte Entscheidung, die noch aussteht: „Was soll ich sagen:
Vater, rette mich aus dieser Stunde?“

Das ist ein wichtiger Moment: Bevor Jesus darum bittet, aus
dieser Situation gerettet zu werden, fragt er: „Was soll ich
sagen?“ Soll ich darum bitten, aus dieser Situation
herausgenommen zu werden? Ist gerettet werden das, worum es jetzt
geht? Ist es das, was der Vater von mir und für mich will?

Im Gebet geht es vor der Bitte um Rettung darum, nach dem Willen
Gottes – also nach dem Gerechten, Guten und der Liebe Gemäßen –
zu fragen. Deshalb wird im Vaterunser zuerst um die Erfüllung des
Willens Gottes und erst dann um das tägliche Brot gebetet.

„Soll ich sagen: Vater rette mich aus dieser Stunde?“, fragt
Jesus. Das ist eine echte Frage. Jesus hätte das nämlich tun
können. Einem seiner kampfbereiten Jünger sagt er vor seiner
Verhaftung: „Glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr
als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte?“ (Mt
26,53) Aber er bittet nicht um zwölf Legionen Engel. Er bittet
nicht um Rettung aus dieser Stunde. Warum nicht?

„Deshalb bin ich in diese Stunde gekommen“, sagt er. Und bittet:
„Vater, verherrliche deinen Namen.“ Das bedeutet: Ich bin in
diese Stunde gekommen, damit der Vater da, wo ich bin, und indem
ich da bin, wo ich bin, seinen Namen verherrlicht.

Der unaussprechliche „Name“ Gottes steht für seine Anwesenheit,
seine Ansprechbarkeit und sein Wirken dort, wo „sein Name wohnt“
(Jes 18,7). Vater, offenbare deine Ansprechbarkeit und dein
Wirken!, bittet Jesus hier.

Jesus entzieht sich nicht. Er bleibt. Er hat erkannt: Der Vater
braucht ihn gerade hier und gerade jetzt. Er hat hier und jetzt
einen Auftrag, den es zu erfüllen gilt und den keiner statt
seiner erfüllen kann. Hier und jetzt ist er die Stelle, in der
die Liebe Gottes sich als treu erweist. Auch in allem Hass, der
ihn treffen wird. Auch im Sterben. Auch im Tod und durch den Tod
hindurch.

An diesem Wochenende bin in einem Seminar zum Thema Zeugnis. Kann
das sein, dass mein Zeugnis ist, zu bleiben – und darauf zu
verzichten aus dieser oder jener mühsamen oder gar gefährlichen
Situation herausgenommen zu werden?

Jesus ist die Stelle der Offenbarung Gottes. Und alle, die zu ihm
gehören, sollen es mit ihm werden. Für sie geht es nicht mehr nur
darum, dass Gott bei ihnen ist. Sondern darum, dass sie bei Gott
sind. „Wo ich bin, dort wird auch mein Jünger sein“, sagt Jesus.

„Beam me up, Scotty!” – Die Sache ist die, dass Captain Kirk
diesen Satz in der Serie (1966-1969) so nie gesagt hat. Erst
1986, als es schon eine stehende Redewendung ist, greift Captain
Kirk den Satz im Spielfilm Star Trek IV auf.

Im Original sagt Captain Kirk: „Two to beam up, Scotty“. Das
ähnelt schon eher dem Gebet, das Jesus mit uns einmal beten wird:
„Hier sind zwei, die gerettet werden sollen.“ Der Vater holt uns
raus aus dem Tod. Zusammen mit dem Sohn. Wenn die Aufgabe
erfüllt, der Dienst getan, das Wort gesagt und die Liebe am Ziel
ist. Das hat er versprochen.

Fra' Georg Lengerke
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„Don’t beam me up, Scotty – Beam mich hier nicht raus Joh 12,20-33“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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