Tanti Auguri, Ignazio Cassis

Tanti Auguri, Ignazio Cassis

Aussenminister Ignazio Cassis hat im Moment den vielleicht härtesten Job im Bundesrat. Mittendrin und doch nicht wirklich dabei. Bei seinem grössten Dossier, den Beziehungen der Schweiz zur EU, kommt er nicht vorwärts und wirkt isoliert. Beim Besuch von B
37 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren
Aussenminister Ignazio Cassis hat im Moment den vielleicht
härtesten Job im Bundesrat. Mittendrin und doch nicht wirklich
dabei. Bei seinem grössten Dossier, den Beziehungen der Schweiz zur
EU, kommt er nicht vorwärts und wirkt isoliert. Beim Besuch von
Bundespräsident Guy Parmelin in Brüssel war er nicht einmal dabei.
Auch sonst hat es der Tessiner schwer. Während der Pandemie spielt
die Aussenpolitik noch eine geringere Rolle als sonst. In der
Öffentlichkeit findet Cassis nur selten statt - und wenn, dann
meist in einem schwierigen Umfeld. Zum Beispiel bei der Frage, ob
sein Freisinn nach den nächsten Wahlen immer noch zwei
Bundesratssitze halten wird - und wer in einem solchen Fall dann
zurückstecken müsste (eher nicht Karin Keller-Sutter). Was bei der
öffentlichen Wahrnehmung von Cassis oft vergessen wird: Er hat für
einen Bundesrat eine sehr ungewöhnliche Vita. Cassis stieg erst
spät richtig in die Politik ein, in seinen 40ern, und sein Weg in
den Bundesrat war von Beginn an von Störgeräuschen begleitet. Ein
Echo dieser knarzigen Wahl ist bis heute zu hören. Kürzlich wurde
Cassis 60 Jahre alt. Zum Geburtstag erhält er eine ganze Sendung
des «Politbüro» spendiert. Woher kommt Cassis? Was macht ihn aus?
Ist sein schlechtes Image gerechtfertigt? Und wo wird er
unterschätzt? Diese Fragen diskutieren Raphaela Birrer, Markus
Häfliger, Christoph Lenz und Philipp Loser im Politik-Podcast von
Tamedia.

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