Europas Wüste – Externalisierung des Grenzregimes

Europas Wüste – Externalisierung des Grenzregimes

Die EU möchte Migration verhindern – und das bereits außerhalb ihrer eigentlichen Grenzen. Welche Auswirkungen das hat, zeigt ein Blick auf die Situation im Niger.
36 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren
Die Bundesregierung hat sich kürzlich auf eine gemeinsame Strategie
zur Reform des europäischen Asylrechts geeinigt. In Auffanglagern
an den EU-Außengrenzen soll das Schicksal tausender Geflüchteter im
Schnellverfahren entschieden werden. Dabei gibt sich die
europäische Gemeinschaft größte Mühe, Migrant:innen proaktiv von
ihren eigenen Grenzen fernzuhalten. Ein Beispiel: Die Bundeswehr
wird sich an der »EU Military Partnership Mission In Niger«
beteiligen. Im Sinne der Friedensstiftung in der Sahelzone sollen
Maßnahmen getroffen werden, um die Geflüchteten möglichst schon
mitten in Afrika an der Weiterreise zu hindern. So wird die
Sahara-Wüste zum großen und tödlichen Hindernis – und zur ersten
Grenze der EU mitten in Afrika - wie es
Menschenrechtsaktivist:innen vor Ort nennen. In dieser Folge von
Global Trouble sprechen wir mit Kerem Schamberger über die
Situation im Niger. Er ist in der Öffentlichkeitsarbeit von medico
international für den Bereich Flucht und Migration zuständig und
hat das westafrikanische Land besucht. Gemeinsam mit den
medico-Partnerorganisationen „Alarmphone Sahara“ und „Border
Forensics“ blicken wir auf die Folgen von Europas Externalisierung
des Grenzregimes. Eine Produktion in Zusammenarbeit mit dem
Radiojournalisten Steen Thorsson, Host des Podcasts, und dem
Produzenten Max Stern. Zu hören auch auf Spotify, Apple Podcasts
und überall dort, wo ihr Podcasts hört.

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